Schlagwort: Sebastian Groß

Kritik: Der Grinch (USA 2018)
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Kritik: Der Grinch (USA 2018)

„Heute werden wir gemeine Dinge tun.“ 1957 wurde Dr.Seuss' Kinderbuch Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat veröffentlicht. 1966 folgte ein animierter Kurzfilm von Chuck Jones, der mit dafür verantwortlich war, dass die Looney Tunes aus dem Hause Warner zum Kult wurden. Dieser Kurzfilm gilt vor allem in den Vereinigten Staaten als absoluter Weihnachtsklassiker, der auch heute noch gerne zitiert wird und immer noch über eine popkulturelle Referenz verfügt, die im Jahr 2000 durch Der Grinch von Rush-Regisseur Ron Howard und mit Jim Carrey in der Hauptrolle noch einmal unter Beweis gestellt wurde. Nun bringen Illumination, die Macher der Minions, eine weitere Verfilmung in die Kinos, die in den USA bereits äußerst erfolgreich gestartet ist. Die Grundgeschichte ist immer noch die gl...
Kritik: Puls (US 2016)
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Kritik: Puls (US 2016)

Don't be sorry because there is nothing to be sorry about yet. Immer wieder formte Stephen King in Romanen und Kurzgeschichten die Kritik an der technologischen Abhängigkeit des Menschen in Horror um. In seinem Roman Puls von 2006 war der moderne Mobilfunk in Kings Fokus geraten und schnell meldete sich Hollywood und kündigte ein Interesse an dem Stoff an. Namen wie Eli Roth fielen, doch dann wurde es still um das Projekt, bis es fast schon überraschend 2015 umgesetzt wurde. Unter der Regie von Paranormal Activity 2-Regisseur Tod Williams, dessen Karriere mit The Door in the Floor 2004 so verheißungsvoll begann, versammeln sich John Cusack und Samuel L. Jackson in der Verfilmung und schüren damit Hoffnungen, dass Puls eine der wenigen gelungenen King-Verfilmungen ist. Immerhin spielten ...
Kritik: Doctor Strange (USA 2016)
Filme, Kritiken

Kritik: Doctor Strange (USA 2016)

This isn't Medicine. This is Mania. Kevin Feige, sozusagen der Chef der Marvel Studios, hält die Zügel fest in der Hand. Warum auch nicht, denn aus wirtschaftlicher Sicht hat sich das noch recht junge Filmstudio bislang keinen Fauxpas geleistet. Jeder Film erweist sich an den internationalen Kinokassen als Erfolg, so dass der Produzent sich nun auch traute riskante Marvel-Helden auf die Leinwand zu bringen. Riskant in der Hinsicht, dass sie neue Welten ins cineastische Universum des Konzerns einfügen. Kannten wir bislang die Welt von Captain America und Iron Man, kam später mit den Guardians of the Galaxy auch eine Sci-Fi-Ebene hinzu, die nun mit der Welt der Magie in Doctor Strange erweitert wird. Doch viel Neues fügt das Reich der Magie nicht ins Marvel Cinematic Universe ein. Da...
Kritik: Inferno (USA 2016)
Filme, Kritiken

Kritik: Inferno (USA 2016)

Humanity is the disease, Inferno is the cure. Das kam zusammen, was zusammen gehört: Ron Howard, erfolgreicher Hollywood-Regisseur von Gefälligkeitsware wie A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn oder Rush – Alles für den Sieg inszenierte mit dem wohl niemals negativ behafteten Tom Hanks die Verfilmung eines der erfolgreichsten Bücher der letzten Jahre. Als 2006  Sakrileg – The DaVinci Code in die Kinos kam löste der Film einen rigorosen Boom aus. Überall ging es um Verschwörungen, Illuminaten, Freimaurer und die Geheimnisse der Kirche. Ein Trend der sich einige Zeit hielt und erneut aufkochte, als die Fortsetzung Illuminati (eigentlich ein Prequel) über die Leinwände flimmerte. Da verwunderte es schon, dass die nächste Dan Brown-Verfilmung stolze acht Jahre auf sich warten ließ. Doc...
Kritik: The Neon Demon (DNK, FR, USA 2016)
Filme, Kritiken

Kritik: The Neon Demon (DNK, FR, USA 2016)

She's a diamond among a sea of glass. Autor: Sebastian Groß Neben Lars von Trier und Gaspar Noé gelingt es keinem anderen Arthouse-Regisseur sich so konsequent als eigene Marke zu verkaufen wie Nicolas Winding Refn. Sein neuer Film The Neon Demon polarisierte bereits vor seiner Uraufführung in Cannes die Gemüter. Als er dann endlich über die Leinwand flimmerte waren Buh-Rufe und verlassene Sitze die Folge. Anders gesagt: die Marketing-Maschine Refn hat wieder zugeschlagen. Diesmal sogar noch etwas lauter und heftiger als bei "Only God Forgives" aus dem Jahre 2013. Wer sich traut, in die Höhle des Neon Dämonen, wird also bereits wissen, dass Refn erneut einen cineastischen Trip inszeniert hat, der sich nur schwer einordnen lässt. Ist es eine Demontage der schillernden Modewelt? Ei...
Kritik: Alice im Wunderland (US 2016)
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Kritik: Alice im Wunderland (US 2016)

-Time is a he? - He is not someone you want as your enemy. Knapp drei Monate nachdem James Cameron das heutige 3D-Kino mit Avatar – Aufbruch nach Pandora populär gemacht hat, erschien mit Alice im Wunderland der zweite Blockbuster, der bewies, dass das dreidimensionale Kinoformat äußerst ertragreich sein kann. Über eine Milliarde US-Dollar erwirtschaftete die Disneyproduktion. Bis heute der erfolgreichste Film von Regisseur Tim Burton, aber nach seinem Planet der Affen-Remake wohl auch der Film seiner Karriere, der am zwiegespaltesten aufgenommen wurde. Ist Burton normalerweise dafür bekannt, seine Filmwelten so zu realisieren, dass sie immer haptisch und authentisch wirken, versumpfte seine Adaption des Romans von Lewis Carroll in einem digitalen Sumpf auf grell-verwaschenen Bonbo...
Kritik: Die Kommune (DK, SE, NL 2016)
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Kritik: Die Kommune (DK, SE, NL 2016)

Wenn ihr die Zeitung lest,seht ihr, dass die Liebe überall auf der Welt schwindet. Eine neue und interessante Zeit bricht an. Einen Großteil seiner Jugend verbrachte der dänische Filmemacher Thomas Vinterberg in einer Wohngruppe, so gesehen ideale Voraussetzungen für seinen neusten Film Die Kommune, der auf der diesjährigen Berlinale lief. Die Geschichte ist zur Glanzzeit des kommunen Lebenssystem angesiedelt: Die 1970er Jahre. Architekt und Hochschuldozent Erik (Ulrich Thomsen) erbt ein großräumiges Haus mitsamt Grundstück. Eigentlich wollen er und seine Frau, die Nachrichtensprecherin Anna (Trine Dyrholm), dieses verkaufen, doch sie entscheiden sich um. Gemeinsam mit ihrer Teenager-Tochter Freya (Martha Sofie Wallstrom Hansen) eröffnen sie dort, mit einigen Bekannten, eine Kommune....
Kritik: The Huntsman and The Ice Queen (USA 2016)
Filme, Kritiken

Kritik: The Huntsman and The Ice Queen (USA 2016)

Wir haben einiges zu tun, kleine Schwester Einige Jahre bevor Snow White sich gegen die böse Königin Ravenna auflehnt, dienen Huntsman Eric und die Kriegerin Sara unter der Eiskönigin Freya. Die verlangt von ihren Soldaten, der Liebe abzuschwören, doch Eric und Sara können ihre Gefühle füreinander nicht verleugnen. Als Freya und ihre Schwester Ravenna gemeinsam das Königreich bedrohen, liegt es an Eric und Sara, die Welt vor der Dunkelheit zu retten. Mit „Snow White and the Huntsman“ konnte Universal vor vier Jahren einen profitablen Hit für sich verbuchen. Stolze 396 Millionen US-Dollar erwirtschaftete der Film weltweit an den Kinokassen und verhalf damit modernisierte Märchen, bzw. massentaugliche Interpretationen davon als neuen Blockbuster-Trend zu etablieren - was später von Disne...
Kritik: Mein ein, mein alles (F 2015)
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Kritik: Mein ein, mein alles (F 2015)

Wieso soll ich so sein, wie du mich willst? Denn als du mich haben wolltest, da wolltest du mich genau so haben wie ich bin. Die Liebe wurde schon oft thematisiert. All ihre Facetten werden seit Bestehen der Kunst immer wieder behandelt. Mal als schnell zu konsumierender Snack, ein anderes Mal als gigantomanische Epik. „Mein Ein, mein Alles“ von der französischen Schauspielerin und Regisseurin Maїwenn („Poliezei“) ist keinem der beiden Extreme zu zuordnen. Die Geschichte einer langjährigen Beziehung zwischen der Juristin Tony und dem Gastronom Georgio versucht alle bekannten Muster und der Liebe zu präsentieren: Von Himmelhochjauchzend bis hin zum getrübten Schmerz gebrochener Herzen. Dabei ist der Film vollkommen auf Tony fokussiert. Es ist ganz alleine ihre Geschichte, die doch un...
Kritik: The Hateful Eight (USA 2015)
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Kritik: The Hateful Eight (USA 2015)

    "You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang." Autor: Sebastian Groß Ja, man kann sich „The Hateful Eight“ auch in der digitalen Fassung anschauen, so lange der Kinobetreiber es versteht den Projektor richtig einzustellen. Auch in der proletarischen, anti-cineastischen und anti-materiellen Fassung ist Quentin Tarantino ein sehenswerter Film gelungen, der aber mit großer Sicherheit seine Zuschauerschaft spalten wird. Denn noch nie verübte der Kult-Regisseur so verbittert und gleichzeitig doch so hoffnungsvoll eine Aussage über die Differenz des Menschen. Bereits in „Django Unchained“ erzählte Tarantino über Rassismus, Vorurteile und – natürlich – Rache. „The Hateful Eight“ nimmt sich dieser Thematiken erneut an, anders als bei seinem ersten Weste...