Schlagwort: Sharlto Copley

Kritiken

"Open Grave" (USA 2013) Kritik – Das Zeitalter der Finsternis

Autor: Pascal Reis „We were here to help. But we failed.“ Es sind keine Wirbelstürme an Kreativität, die Gonzalo Lopez-Gallego auf das mehr oder weniger cinephile Publikum eindreschen lässt. Der Spanien beherrscht es hingegen, in seinen Filmen mit einer schroffen, partiell gar naturalistischen Atmosphäre aufzuwarten, die den handelsüblichen Genre-Kolportagen, wie sie den internationalen Markt allmonatlich heimsuchen, dahingehend einen groß Schritt voraus sind. Da wäre beispielsweise der brüske Thriller „King of the Hill“ von 2007, in dem sich ein Mann irgendwo in einem verworrenen Waldgebiet plötzlich im Fadenkreuz eines augenscheinlich Wahnsinnigen wiederfindet. Eigentlich ein Film, der maximal für den hohlen Zahn taugt, seine atmosphärische Suggestion, die ganz auf ein realitätsnahes K...
Kritiken

“Elysium” (USA 2013) Kritik – Wenn die Tage gezählt sind

Autor: Philippe Paturel „Dafür werden sie dich bis ans Ende der Welt jagen.” Eigentlich sollten die Kinosäle dieses Jahr geradezu mit guten Science-Fiction-Filmen überschwemmt werden. Doch aufgrund CGI-überfrachteter Desaster wie „Oblivion“, „After Earth“ oder „Star Trek: Into Darkness“ müssen anspruchsvolle Genrefans einen cineastischen Tiefflug nach dem anderen ertragen. Einer der am heißesten erwarteten Genreableger diesen Jahres ist der neue Film von Regisseur Neill Blomkamp, der 2009 mit seinem gesellschaftskritischen Science-Fiction-Drama „District 9“ überraschend Begeisterungsstürme bei Kritikern und Publikum auslöste. An diesen Erfolg, der auch vier Oscarnominierungen nach sich zog, wird Blomkamp mit „Elysium“ allerdings nicht anschließen können. Zwar ist „Elysium“ ein durchaus ...
Kritiken

"District 9" (NZ/USA 2009) Kritik – Auf der Flucht vor Veränderungen

"Was ist dein Geheimnis?" Aliens, Raumschiffe und fremde Planeten. All diese Dinge zählen zum Genre der Science-Fiction, einem der beliebtesten Themen der Filmgeschichte, das jährlich unzählige neue Vertreter bekommt, zuletzt erst mit Ridley Scotts "Prometheus", in dem der Regisseur auf die Frage nach dem Ursprung des Menschen einging. Aber wenn man sich das Sci-Fi-Genre etwas genauer anguckt, dann vermisst man doch irgendwie die richtigen Klassiker und Meilensteine, die sich nicht nur als laues Lüftchen erweisen, sondern sich in den Köpfen der Zuschauer verankern und irgendwann einen unantastbaren Status in der Filmwelt genießen dürfen. Filme von einem Kaliber wie "Krieg der Sterne", "Blade Runner", "Alien" und "Planet der Affen" werden schmerzlich vermisst, auch wenn sich die goldenen...