Schlagwort: Splatter

Kritik: The Night of the Virgin (ES 2016)
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Kritik: The Night of the Virgin (ES 2016)

Roberto San Sebastíans Langfilmdebüt La noche del virgen reiht sich mit ungestümen Nachdruck in die jüngste Reihe aufsehenerregender, provozierender Filme wie Tenmos la carne, The Greasy Strangler oder Kuso aus den Randgebieten der herkömmlichen Filmindustrie ein. Dem unabhängig sowie mit wenig Budget produzierten Werk ist von Anfang an anzumerken, dass sich der Regisseur und seine Crew in jeder einzelnen Einstellung keine Sekunde lang Gedanken darüber machten oder überhaupt machen mussten, was ihr Publikum von ihnen erwartet. Gleichzeitig ist La noche del virgen aber auch ein Film, der brachial und liebevoll zugleich für ein Publikum maßgeschneidert wurde, das sich im prall gefüllten Kinosaal bei schmuddeligen, vulgären und fortwährend komplett aus dem Ruder laufenden Ekel-Exzessen am w...
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"100 Bloody Acres" (AU 2012) Kritik – Blut und Knochen für den heimischen Garten

Autor: Pascal Reis „He wants my potassium!“ 2005 war es Greg McLean, der uns mit „Wolf Creek“ entlang der sonnigen Westküste hinein in die Abgründe des australischen Hinterlandes führte. „100 Bloody Acres“ von Cameron und Colin Cairnes, der erneut Down Under mit zwei eigenwilligen Ausgeburten des Hinterlandes auf einen Nenner bringt, sieht die Sache mit dem Grauen dieser Areale nicht ganz so eng wie Greg McLean und folgt einer von Grund auf makaberen Prämisse. Lustigerweise, und das hat gewiss seine Gründe, schenken die Regie-Brüder John Jarratt, dem diabolischen Redneck aus „Wolf Creek“, einen konträren Auftritt als Gesetzeshüter, bevor wir ihn Mitte Mai in der Fortsetzung zum erfolgreichen Survival-Terror wieder in seiner fiesen Paraderolle erleben dürfen. Ein wohl interessanterer T...
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"Tucker & Dale vs Evil" (CA 2010) Kritik – Verkehrte Welt in den Wäldern von West Virgina

"Ich hab in ein Wespennest gesägt. - "Wieso?" - Das hab ich nicht aus Spaß gemacht, du Idiot." Wir alle kennen die Geschichten, von den Jugendlichen, die in einer Hütte irgendwo in den tiefsten Wäldern die Freiheit genießen wollen und dann von den fiesen Hinterwäldlern überrascht werden. In wie vielen Filmen dieses Thema schon verarbeitet wurde, kann man wahrscheinlich kaum noch aufzählen, eben auch deswegen, weil jährlich immer wieder neuer Genre-Zuwachs dazukommt und das durchaus plattgefahrene Subgenre des Backwood-Horrors nur noch reizloser darstellt. Filme eines Kalibers wie „Beim Sterben ist jeder der Erste“, der noch eine mehr als sozialkritische Botschaft in sich trug oder Wes Cravens/Alexandre Ajas „The Hills Have Eyes“, sind inzwischen nur noch Mangelware und der sehnsüchtige ...
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"Dead Snow" (NO 2009) Kritik – Die uniformierten Zombies greifen an

"Lasst euch bloß nicht beißen!" Die geliebten Zombies sind für viele nicht mehr aus dem Horror-Genre wegzudenken. Vollkommen berechtigt, denn schreitet man durch die Filmgeschichte, dann sind es doch viele Zombie-Filme, die das Genre und die Filmwelt maßgeblich beeinflusst und ebenso vorangetrieben haben, Stichwort Romero. Aber wenn man ehrlich ist, dann haben die schlurfenden Untoten schon etwas von ihrem einstigen Reiz verloren, denn wenn man heutzutage durch die Horrorecke schlendert, dann wird doch schnell deutlich, dass die Zombies der bitteren Eintönigkeit verfallen sind und gegen den tragischen Staub der Vergänglichkeit ankämpfen müssen. Auch die Erneuerung, die Zombies nun sprintend auf Menschenfleischjagd zu schicken, erwies sich einzig als kurzes Vergnügen. Jedoch gibt es imme...