Die besten Soundtracks aller Zeiten N°6 "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968)

„Wenn man sich durch die Filme blättert, an denen ich gearbeitet habe, sieht man, dass ich ein Spezialist für Western, Liebesfilme, politische Filme, Actionfilme, Horrorfilme und so weiter war. Mit anderen Worten: Ich bin gar kein Spezialist, weil ich alles gemacht habe. Ich bin ein Musikspezialist.“ (Ennio Morricone)

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Wer kennt ihn nicht, Harmonica, einer der größten und prägendsten Westernhelden der Filmgeschichte. Gespielt von Charles Bronson, der einem das Gefühl gibt, er hätte nur für diese Rolle gelebt. Was jedoch wäre diese Westernikone ohne ihre Mundharmonika? Und was wäre die Mundharmonika ohne ihre Melodien. Interessanter, aber dennoch irrelevanter Gedanke, denn der Soundtrack wurde von niemand Geringerem als Ennio Morricone komponiert.

Für mich stellen seine Klänge zu „Spiel mir das Lied vom Tod“ sein Lebenswerk dar. Erinnert Ihr euch an die epischste Exposition aller Zeiten? Vier Männer, ein Bahnhof und todbringende Spannung. Erinnert Ihr Euch an den finalen Showdown? Oder an eine der zahlreichen, unglaublich emotionalen Szenen mit Claudia Cardinale. All das sind Szenen für die Ewigkeit, Szenen, die Generationen von Filmschaffenden inspiriert haben. Es sind Augenblicke, die sich nicht einfach in Adjektiven oder mit einem großen Staunen ausdrücken lassen. Man muss sie erlebt haben, nein, gespürt haben. Das Zusammenspiel aller Faktoren ist perfekt und dennoch würde nichts von dem Film ohne die sagenhaften Kompositionen wirken.

„Ich muss die endgültige Fassung des Films sehen, bevor ich auch nur über die Musik nachdenken kann, geschweige denn sie zu schreiben. Nachdem ich den Film gesehen habe, sage ich dem Regisseur, was ich dazu denke und was ich gerne machen würde. […] Ich muss dem Regisseur vertrauen und er muss dem Komponisten trauen.“

Dank sei Sergio Leone und Dank sei Ennio Morricone für das gegenseitige Vertrauen. Und jetzt genug der Worte. Lasst die unbeschreibliche Kraft dieser Melodien auf Euch wirken.