Kurzfilme

Kurzfilm-Tipp: Junior (FR 2011) – Julia Ducournaus Regiedebüt
Französischer Film, Kritiken, Kurzfilme

Kurzfilm-Tipp: Junior (FR 2011) – Julia Ducournaus Regiedebüt

>> Mehr Kurzfilm-Tipps << Julia Ducournau hat mit nur zwei Langfilmen ihre Spur im internationalen Arthouse-Kino hinterlassen. Verdient wurde sie dieses Jahr folglich mit der Goldenen Palme in Cannes für ihren intelligenten Filmrausch Titane (aktuell im Kino) geehrt. Zuvor macht die französische Regisseurin 2016 mit dem Horrorfilm Raw von sich reden. Mittlerweile zehn Jahre alt ist wiederum ihr Regiedebüt, der Kurzfilm Junior, in welchem Garance Marillier (die bisher in allen drei Filmen eine wichtige Rolle spielte) die erst 13 Jahre alte Justine verkörpert, deren Körper eines Tages eine absonderliche Metamorphose durchmacht. Der Film ist eine als Körperhorror getarnte Metapher für den Übergang von der Kindheit in die Jugend und zeigt bereits einige der Stärken, die auch...
Kurzfilm-Tipp: Ein andalusischer Hund (FR 1929) – Der Ursprung des filmischen Surrealismus
Französischer Film, Kritiken, Kurzfilme

Kurzfilm-Tipp: Ein andalusischer Hund (FR 1929) – Der Ursprung des filmischen Surrealismus

Der Ursprung des filmischen Surrealismus. Ein andalusischer Hund, der 1929 seine Uraufführung in Paris feierte, ging als erster Skandalfilm in die Kinogeschichte ein und prägte das Horror- und Fantasykino nachhaltig. Auch heute noch hat Luis Buñuels Avantgardefilm nichts von seiner Kraft verloren und schafft es, fast ein Jahrhundert später, immer noch die Leute ohne Halt in seinen völlig eigenwilligen, aber doch so anziehenden Bann zu reißen. Luis Buñuel wollte hier einen seiner Träume und einen Traum des Künstlers Salvador Dali verfilmen und verweben. Ab hier enthält der Text Spoiler, am besten ihr schaut euch daher zuerst unten den Film an. Die berühmte Anfangsszene, in der einem Mädchen mit einem Rasiermesser das Auge durchtrennt wird, gehört zu den unvergesslichsten Momenten der Fi...
Kurzfilm-Tipp: The Horribly Slow Murderer with the Extremely Inefficient Weapon
Horror, Komödie, Kurzfilme

Kurzfilm-Tipp: The Horribly Slow Murderer with the Extremely Inefficient Weapon

>>> Mehr Kurzfilm-Tipps <<< Man glaubt heutzutage ja immer wieder, dass man als Zuschauer bereits alles gesehen hat. Nichts kann noch überraschen, nichts kann noch vom Hocker hauen und der große Überraschungseffekt wird zur Seltenheit. Gerade im Horror-Genre kann man dieses Gefühl nicht abschütteln, denn von den Zombies, über Vampire bis zu Mörderpuppen hatten wir schon alles. Genau wie wir auch schon gesehen haben, wie besagte Monster, Mörder und Bösewichte jegliche Instrumente für ihre Taten benutzt haben. Macheten, Schlachtermesser, Kettensägen, Äxte und Beile, Schaufeln und Schippen, oder auch die Sense. Im Kurzfilm The Horribly Slow Murderer with the Extremely Inefficient Weapon aus dem Jahre 2008 ist das doch ein wenig anders. Im Film geht es nämlich um einen gan...
Kurzfilm-Tipp: Die Reise zum Mond und mehr Méliès-Shorts bei arte
Französischer Film, Kritiken, Kurzfilme

Kurzfilm-Tipp: Die Reise zum Mond und mehr Méliès-Shorts bei arte

Cinema will perhaps have to wait centuries more before finding another genius whose childlike soul will, like Méliès, make light of its phantasmagorias. — Henri Langlois Der erste Science Fiction der Filmgeschichte, ein revolutionäres Kunstwerk aus dem Jahr 1902. Und heute kann man darüber schmunzeln und sich köstlich amüsieren – über die Puff-Effekte, den wunderbaren Soundtrack und den Charme. Das sind wahrlich zehn Minuten, die jeder Filmfan mal gesehen haben sollte, denn Die (fantastische!) Reise zum Mond von Georges Méliès ist ein prägendes Stück Kinogeschichte. (Auf Youtube könnt ihr euch kostenfrei den Kurzfilm anschauen.) Aber nicht nur mit die Reise zum Mond machte sich der Franzose George Méliès einen Namen als Erfinder der Spezialeffekte und subtilen Filmmechanismen. Zwis...
Kritiken, Kurzfilme

Neuer Wes-Anderson-Kurzfilm "Castello Cavalcanti" mit Jason Schwartzman

Wie uns der Kurzfilm gefällt: Werbung mit Wes... Im Auftrag des Mode-Giganten Prada inszeniert Regisseur Wes Anderson ("Moonrise Kingdom") einen Werbe-Kurzfilm. Hier gibt Jason Schwartzman einen erfolglosen Rennfahrer im Italien der fünfziger Jahre, der durch einen Zufall auf das Heimatdorf seiner Familie stößt. Vom bekannten Wes-Anderson-Charme ist in diesem kurzem Nichts leider wenig zu merken. Wir hoffen, dass das kein schlechtes Omen für seinen nächsten Langfilm "Grand Budapest Hotel" darstellt.
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Kurzfilm: Mamá (ES 2008)

Autor: Conrad Mildner Am 18. April startet bei uns der von Guillermo des Toro produzierte Horrorfilm "Mama" von Andrés Muschietti. Der Film basiert auf einem gleichnamigen Kurzfilm ebenfalls von Muschietti, der Guillermo del Toro so beeindruckt hat, dass er sich entschloss die Langfilmversion zu produzieren. Ich bin gespannt auf das Ergebnis, welches mit Jessica Chastain sogar sehr gut besetzt ist. Allerdings frage ich mich, was die lange Version Muschiettis hocheffektivem, dreiminütigem Kurzfilm noch wichtiges hinzufügen will, außer einer hoffentlich längeren Gruselspanne. Der Kurzfilm erzählt sich in einer einzigen Einstellung. Die Steadycam folgt den beiden Mädchen durch das Haus. Es gibt keine Rhytmitisierung durch Schnitte, sondern einzig durch Bewegungen. Beeidruckend ist allein,...
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Kurzfilm "Zombie in a Penguin Suit" (USA 2011) Kritik – Der einsame Gang eines Untoten

Zombies sollten inzwischen jedem Menschen, ob Filmfanatiker und treuer Horrorfan, oder normaler Gelegenheitsgucker und Freizeitzapper, ein Begriff sein. Jeder hat schon mal in seinem Leben von den schlurfenden Untoten gehört, die zumeist durch einen bestimmten Virus infiziert worden sind und sich von nun an auf die Jagd nach menschlichen Fleisch begeben und am liebsten das saftige Gehirn bevorzugen. Auf die Idee, einen dieser berüchtigten Zombiefilme aber einmal vollständig aus der Sicht eines Zombies zudrehen, die man fälschlicherweise nicht mit Infizierten verwechseln sollte, wie uns Danny Boyle mit "28 Days Later" zeigte, kam noch kein Regisseur, weder George A. Romero, noch Lucio Fulci. Chris Russell setzte diese tolle Idee 2011 mit seinem Kurzfilm "Zombie in a Penguin Suit" jedoch in...
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80 Jahre LEGO: Ein liebevoller Animationsfilm zur Entstehungsgeschichte

Dieses Jahr feiern wir 80 Jahre LEGO! Zum Jubiläum spendiert ein Animationsteam den bunten Klötzchen einen liebevollen Animationsfilm, in dem die Entstehungsgeschichte gezeigt wird. Und das beste: Den Film gibt's kostenlos auf YouTube! Klasse! Der siebzehn minütige Kurzfilm zeigt in rührender Weise die Entstehungsgeschichte der LEGO-Steine aus der Sicht von Kjeld Kirk Kristiansen, dem derzeitigen Besitzer von LEGO. Dessen Großvater Ole Kirk Christiansen gründete die Firma 1932 - und revolutionierte damit die Spielwelt. Der Film zeigt, welche Probleme er auf dem Weg zu einer der größten Spielefirmen der Welt hatte. Denn, jetzt mal ehrlich: Wer hat nicht mit den Klötzchen gespielt ... ? Eben! Hut ab vor diesem Film, rührend! Unbedingt anschauen, gleich hier:
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Kurzfilm: La Luna (USA 2011)

La Luna ist der neue Kurzfilm aus dem Hause Pixar und läuft derzeit im Kino vor Merida – Legende der Highlands. Inspiriert von „Der kleine Prinz“ und der Arbeit von Hayao Miyazaki zeigt er uns eine charmante, liebevolle Geschichte um den kleinen italienischen Jungen Bambino, der von seinem Vater und dem Großvater mit zur Arbeit genommen wird – sie sollen den Mond von Sternen befreien. La Luna ist Enrico Casarosas erste Regie- und Drehbucharbeit, nachdem er vorher schon an den Pixar-Filmen Cars, Ratatouille und Oben mitarbeitete. Die Geschichte basiert auf einem Ereignis seiner Jugend, das er mit seinem Vater und seinem Großvater auf einem See in Genoa, Italien, erlebte. Das Team wollte für den Kurzfilm so wenig Computeranimationen wie möglich benutzen, sodass der Großteil aus Wasserfar...
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Kurzfilm "Staplerfahrer Klaus" (DE 2000) Kritik – Der erste Arbeitstag

"Na, das ist ja gerade nochmal gutgegangen." Vor dem ersten Arbeitstag haben wir ja alle immer irgendwie ein flaues Gefühl im Magen. Wenn sich die Theorie langsam dem Ende nähert und es wirklich ernst wird, dann spielen sich die verschiedensten Situationen im Kopf ab und es stellen sich die typischen Fragen. Werden die anderen Mitarbeiter nett und freundlich sein? Wie wird der Chef sein und kann ich mich wirklich mit der neuen Arbeit abfinden? Man kann nur hoffen, dass man nie einen Arbeitskollegen wie die Hauptfigur aus "Staplerfahrer Klaus" haben wird, denn sonst endet ein normaler Arbeitstag schnell im unabsichtlichen Chaos. Und darum geht es in "Staplerfahrer Klaus" eigentlich auch. Klaus hat seinen Gabelstaplerführerschein für den innerbetrieblichen Werksverkehr gemacht und darf n...