Schlagwort: 1968

Kritiken

Klassiker-Tipp des Woche "Night of the Living Dead" (USA 1968) Kritik – Romero und das untote Grauen

"Sie kommen, um dich zu holen, Barbara!" Würde man nach den großen Horrorregisseuren fragen, dann dürften nicht nur Dario Argento oder John Carpenter genannt werden, sondern auch ganz klar George A. Romero. Bei der Erwähnung seines Namens, zucken eingefleischte Genre-Fans voller Ehrfurcht und Respekt zusammen, denn ohne ihn wäre der Horrorfilm nicht der, der er heute ist. Mit Romero verbindet man die Zombies, die fleischfressenden Untoten, immer auf der Jagd nach Menschenfleisch und unermüdlich den Lebenden schleichend folgend. Romero ist eine Ikone, ohne Wenn und Aber, doch ein wirklich populärer Superstar war der aus einer streng katholischen Familie stammende Filmemacher nie, dafür hatten seine Werke beim Erscheinen nie den Zahn der Zeit getroffen und wurden stumpf auf die Gewaltdars...
Kritik: Rosemary’s Baby (US 1968) – Das unsichtbare Böse
Horror, Kritiken

Kritik: Rosemary’s Baby (US 1968) – Das unsichtbare Böse

Keine Schwangerschaft gleicht der Anderen. Roman Polanski hatte schon immer einen Hang zum Übernatürlichen, zum Mysteriösen und zur dunklen Magie. Mit Filmen wie Ekel*, Der Mieter und Die neun Pforten hat er das gleich mehrmals bewiesen. Ganz zu schweigen von den eigenen Aussagen, in denen er sein Interesse an diesen Themen immer erwähnte. Sein berühmtester Film dieser Art ist allerdings der Klassiker Rosemary's Baby aus dem Jahr 1968, der zu den größten Okkulthorrorfilmen der Filmgeschichte zählt und noch heute mit seiner unglaublich beängstigenden Atmosphäre packen kann. Wenn wir mit einem schlafliedartigen "La la la" eingeführt werden und mit selbigem den Film verlassen, sind das zwei der stimmigsten Momente überhaupt. Ein so einfaches und reines Lied wird mit zwei völlig verschiede...
Kritik: Il Mercenario – Der Gefürchtete (IT 1968)
Action, Filme, Komödie, Kritiken, Regisseure, Retro, Sergio Corbucci, Western

Kritik: Il Mercenario – Der Gefürchtete (IT 1968)

Dream, Paco, but dream with your eyes open. Erneut Dialoge, die tiefsinniger sind, als man im ersten Moment glaubt. Erneut Franco Nero (Django) in der Hauptrolle und Sergio Corbucci als Regisseur, zudem Jack Palance als Bösewicht. Was kann da schon schiefgehen? Tatsächlich ist Il Mercenario erneut ein Western, wie er im Buche steht. Und erneut quetscht Sergio Corbucci hier alle seine Adern, ob romantische, blutige, politische oder humorvolle, bis zum letzten Tropfen aus. Zwar gelang ihm damit 1968 nicht sein bester Film, aber von Neuem ein Genrebeitrag aller erster Sahne. Der Film präsentiert Bilder für die Ewigkeit, witzige Dialoge und Situationen en masse, was aus Il Mercenerio mehr eine Western-Komödie denn einen typischen Western macht. Dabei vergisst Sergio Corbucci aber nicht für...
Kritik: Leichen pflastern seinen Weg (IT 1968)
Filme, Kritiken, Regisseure, Retro, Sergio Corbucci, Western

Kritik: Leichen pflastern seinen Weg (IT 1968)

Großartig Sheriff, wenn sie mich nicht gefesselt hätten, würde ich Beifall klatschen. Es gibt Regisseure, kennt man einen ihrer Filme, kennt man sie alle. Und dann gibt es Regisseure, die einen immer wieder aufs Neue zu überraschen wissen und immer etwas Neues zu erzählen haben. Zur geringeren Anzahl letzterer darf sich auch Sergio Corbucci (Django) einreihen. Mit Leichen pflastern seinen Weg untermauert er erneut eindrucksvoll, was es heißt, etwas bis Dato Ungesehenes und bis heute Einmaliges zu schaffen. Der Film zeigt auf eindrucksvolle Weise wie Realismus, Authentizität und Atmosphäre zu einem Meisterwerk vereint werden können. Realismus aufgrund des Zynismus, der Konsequenz in der Inszenierung und der wahren Begebenheit, welche dieser Film beleuchtet. Authentizität aufgrund der vi...