Schlagwort: Alfred Hitchcock

Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: The Girl (GB 2012)

„You had a breathing, living woman, and you turned her into a statue.“ Das Verhältnis zwischen dem Regisseur und der Schauspielerin hat bis heute nichts von seiner musischen, aber auch gewalttätigen Kraft verloren. Die Filmgeschichte ist reich an Beziehungen zwischen Schauspielerinnen und ihren Regisseuren, glanzvolle Affären, behütete Ehen, aber auch bedrohliche Abhängigkeiten. Das Klischee des aufstrebenden Starlets, dass erst auf die Besetzungscouch muss um ganz nach oben zu kommen, war noch nie eine Geschichte bei der beide Parteien als Sieger hervor gingen. Das Kunstgewerbe, wie auch die Filmbranche werden bis heute von Männern dirigiert. Die Nötigung von Frauen für den Karrieresprung, solche perfiden Mittel denken sich nur die Herrschenden aus und sie haben auch die Macht an ihnen...
Kritiken

Klassiker-Tipp der Woche "Psycho" (USA 1960) Kritik – Alfred Hitchcocks seelischer Konflikt

"Der beste Freund eines Mannes ist seine Mutter." Was muss ein Regisseur leisten, um die Massen ins Kino zu locken und auch noch nach dem Tod ein großes Thema in der Filmwelt zu sein? Darauf lässt sich wohl schnell eine klare Antworte finden: Er muss ganz einfach gute Filme inszenieren, die auf sich aufmerksam machen und auch immer mit neuer Aufmerksamkeit geadelt werden können. Wobei man an dieser Stelle sagen muss, das Wort „gut“ ist viel zu simpel. Genauer gesagt muss dieser Regisseur zeitlose, visionäre und beeindruckende Werke auf die Welt loslassen, die auch nach unzähligen Jahren noch mit der gleichen Kraft packen können und die Zuschauer einfach immer und immer wieder begeistern. In diese Kategorie fallen sicher Filmemacher wie Stanley Kubrick, Ingmar Bergman und der Brite Alfre...
Kritiken

Klassiker-Tipp der Woche "Das Fenster zum Hof" (USA 1954) Kritik – Der Blick in die Ungewissheit

"Darf ich mal durch das tragbare Schlüsselloch gucken?" Wenn man sich auf die Suche nach prägenden Größen der Filmgeschichte macht, dann muss man in der Zeit natürlich Jahrzehnte zurückgehen. Namen wie F.W. Murnau, Fritz Lang, John Carpenter, Jean-Pierre Melville, Roman Polanski und Stanley Kubrick sind mit Sicherheit einige von den wichtigsten Vertretern der Liste. Fragt man nach den wichtigsten und auch besten Regisseuren aller Zeiten, dann dürfen diese genannten Filmemacher sicher auch wieder erwähnt werden, doch müssen wohl für einen ganz bestimmten Regisseur weichen: dem in London geborenen Alfred Hitchcock. Ein Name, der nicht nur Filminteressierten ein Begriff sein dürfte und auch in Kinderkreisen durch die fantastischen "???"-Kassetten und CDs seine Wellen schlagen durfte. Viel ...
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Die 10 besten Regisseure aller Zeiten – Conrad-Mildner stellt seine Lieblinge vor

So, nachdem im April Souli und dexter-morgan ihre Filmemacher des Herzens gelistet haben, will ich es ihnen gleich tun. Viele der bereits genannten Filmemacher finde ich natürlich auch super und ich werde mich ein wenig bemühen neue Namen ins Spiel zu bringen, soweit es mein Herz zulässt, versteht sich. 10. Hans-Christian Schmid Schmid ist mein liebster deutscher Gegenwartsfilmer und das obwohl er den von mir sehr verhassten "Crazy" gedreht hat. Seine sonstige Filmografie ist dagegen bemerkenswert und lässt sich schwerlich in so neue feullitonistische Begriffe wie "Berliner Schule" usw. einordnen. Lieblingsfilm: Requiem 9. Christopher Nolan Abseits des Hypes sollte man sich mal ruhig auf die Couch setzen und Nolans Filme genauer betrachten, die seit seinem Debüt "Following" einen ...
Der Mann, der zuviel wusste (USA 1956) Kritik – Zwischen Lügen und Verzweiflung
Drama, Kritiken, Slider, Thriller

Der Mann, der zuviel wusste (USA 1956) Kritik – Zwischen Lügen und Verzweiflung

Sie können es gar nicht riskieren zu schießen! Im Jahr 1956 ging Meisterregisseur Alfred Hitchcock einen einmaligen Schritt. Er inszenierte ein zeitgenössisches Remake von einem seiner eigenen Filme. 'Der Mann, der zuviel wusste' erschien zum ersten Mal 1934 und Hitchcock passt sich im Remake lediglich der Zeit an und verlagert seine Drehorte. Der Film selbst ist für einen Hitchcock leider eine leichte Enttäuschung, bleibt aber in jedem Fall überdurchschnittlich. 'Der Mann, der zuviel wusste' wird durch satte und auffällige Farben geprägt. Kameramann Robert Burks fängt die Atmosphäre in äußerst stimmige Bilder ein überträgt sowohl die Hitze Marokkos und die graue Kälte Londons auf den Zuschauer. Der Soundtrack wird von Bernard Herrmann beigesteuert, einem der besten Komponisten übe...
Kritiken

Klassiker-Tipp der Woche "Vertigo" (USA 1958) Kritik – Das Reich der Toten

"Einer allein fährt manchmal ohne Ziel herum. Zwei zusammen haben meistens ein Ziel." 'Vertigo' aus dem Jahre 1958 von Meisterregisseur Hitchcock zählt zu recht zu den größten und besten Film-Klassikern aller Zeiten. Denn Hitchcock inszeniert einen Film, den der Zuschauer im Laufe seines Lebens immer mit anderen Sichtweisen aufnehmen kann und so nie losgelassen wird. In 'Vertigo' stimmt einfach alles. Kamera, Schnitt und Musik sind grandios. Vor allem die geniale Kameraarbeit von Robert Burks fängt großartige Bilder vom San Francisco der 50er Jahre ein. Ebenso der punktgenaue Schnitt von George Tomasini und der bedrückende Score von Bernard Herrmann machen 'Vertigo' zu einem Zeitlosen Klassiker der einmaligen Sorte. Wie gesagt, in 'Vertigo' fehlt es an nichts. So auch nicht an schausp...