Kritik zu „Lohn der Angst“: Henri-Georges Clouzots Roadmovie-Klassiker
Kritik von Pascal Reis - erstmals zu lesen am 25. Oktober 2013.
"Ihr wisst nicht, was Angst ist. Ihr werdet sehen. Die Angst überfällt einen wie die Pocken. Und wer sie kriegt, behält sie für sein Leben."
Las Pietras, Venezuela. Ein staubiges Kaff am Ende der Welt. Bevölkert von heimatlosem Pack. Gesindel, Tagelöhner, Verstoßene, immer auf der Suche nach dem schnellen Geld; mit der leisen Hoffnung bepackt, diesem tristen Elend im südamerikanischen Nirgendwo schnellstmöglich zu entfliehen. Heldenhaft wirkt hier niemand, vom Leben gezeichnet sind sie hingegen alle. Auftakt für Lohn der Angst. Auftakt für einen der spannendsten Filme, die je auf Zelluloid gebannt wurden. Henri-Georges Clouzot lässt sich fast 45 Minuten Zeit, um dem Zuschauer die wichtigen Figuren vorzustellen, ohne ih...
