Schlagwort: Kirsten Dunst

Kritiken

"Upside Down" (CA/FR 2012) Kritik – Die Liebe bezwingt die Hürden der Schwerkraft

Autor: Pascal Reis "What if love was stronger than gravity?" Es ist die wohl älteste Liebesgeschichte unserer weltliterarischen Zeitrechnung: William Shakespeares „Romeo & Julia“. Im Jahre 1597 verfasste der renommierte Dramatiker und Lyriker die Tragödie um eine verbotene Liebe, die inmitten zweier verfeindeter Familien ins Unermessliche wächst, aber keine gemeinsame Zukunft genießen darf. Die Geschichte ist weltweit bekannt, nicht zuletzt durch den Umstand, dass sie bereits etliche Male einen Weg in die Kinos gefunden hat – Unvergesslich ist da Baz Luhrmanns exaltierte Modifikation aus dem Jahre 1996, in dem er die Dialoge und die Rahmenhandlung in ein fiktives, aber modernes Verona Beach verlagerte. Ein äußerst mutiger Schritt, der bei den verkrampften Nostalgikern natürlich auf Geg...
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"The Bling Ring" (USA 2013) Kritik – Sofia Coppola im Konflikt zwischen Satire und gebannter Faszination

Autor: Florian Feick „America has his sick fascination with the 'Bonnie and Clyde' kind of thing.“ Schüchtern betritt Marc den neuen Klassenraum. Die Schüler um ihn herum tuscheln aufgeregt. Seine alte Schule musste er verlassen, weil er zu oft fehlte. Nun möchte er einen Neubeginn starten; mit Gleichgesinnten, die ihn zum Lernen motivieren, anstatt ihn davon abzuhalten. Dann trifft er auf Rebecca, die ebenso modebegeistert ist und später einmal ganz wie ihre großen Vorbilder Lindsay Lohan und Paris Hilton ein eigenes Fashion-Label gründen möchte. Joints werden herumgereicht, Smalltalk wird betrieben – schnell entwickelt sich zwischen den beiden Träumern eine tiefe Freundschaft, die Konsequenzen haben wird. Höher, schneller, weiter – live fast and die young. Sofia Coppola („Lost in Tran...
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"All Beauty Must Die" (USA 2010) Kritik – Ryan Gosling wird zum femininen Psychopathen

"Sie kennt dich noch nicht." Wahre Fälle haben in der Filmwelt ihren ganz eigenen Reiz, ganz besonders die Fälle, die nie wirklich aufgeklärt wurden und als ungelöster Kriminalfall in die Geschichte eingehen. Das beste Beispiel ist der berühmte Zodiac-Fall, auf den David Fincher 2004 im gleichnamigen Meisterwerk einging. Es ist einfach interessant, seine eigenen Gedanken und Spekulationen in ein Thema einzumischen, welche vielleicht sogar in die richtige Richtung weisen, oder einfach nur einen passenden neuen Denkansatz geben, um einen längst zu den Akten gelegten Fall wiederaufleben zu lassen, wobei sich viele Regisseure bei einer solchen Thematik gerne in dem Satz „basierend auf einer wahren Geschichte“ verrennen und genügend Zuschauer an der Nase herumführen. 2010 nahm sich aber auch...
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"Spider-Man 3" (USA 2007) Kritik – Sam Raimis furioser Abschied von der menschlichen Spinne

"Was uns im Leben auch widerfährt, welche Kämpfe wir auch in uns ausfechten, wir haben immer eine Wahl." Fast drei Jahre mussten die Comic-Fans warten, bis sich ihr geliebter Spinnenmann 2007 zum dritten Mal wieder die Kinohallen schwingen durfte und den Zuschauern funkelnde Augen verschaffte. Nachdem 'Spider-Man' und 'Spider-Man 2' locker das Einspielergebnis von über 800 Millionen knacken konnte, war die Messlatte in diesem Fall natürlich wieder mal unglaublich hoch. Doch nicht nur das Geld musste am Ende in den Kassen stimmen, sondern auch die kritischen und verwöhnten Fans sollten das Kino zufrieden und erfüllt verlassen können. Raimi bewies zweimal, wie man das eindrucksvoll schaffen kann und inszenierte vor allem mit 'Spider-Man 2' einen herausragenden Film, der wirklich in jedem ...
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"Spider-Man 2" (USA 2004) Kritik – Die grandiose Rückkehr des Spinnenmannes

"Ich bin nicht mehr nur ein leerer Sitzplatz. Ich bin jetzt anders. Ich bin aus Fleisch und Blut." 2002 schlug Sam Raimi mit seiner Comicverfilmung 'Spider-Man' ein wie eine Bombe. Nicht nur über 800 Millionen Dollar spielte der Film ein, er schaffte es auch mit Bravour dem Superhelden einen fühlbaren Charakter zu verpassen. Eine Fortsetzung musste folgen, so viel war klar. Doch die Erwartungen an Raimi waren nicht kleiner als sie es vor dem ersten Teil auch waren und wie uns die Vergangenheit bereits zu genüge lehrte, sind Fortsetzungen nicht gerade oft das Gelbe vom Ei. Die Qualität des Vorgängers wird nicht wirklich oft wieder eingefangen. Zwei Jahre mussten Fans mit ihrer Vorfreude und den Zweifeln kämpfen, bis 'Spider-Man 2' endlich den Weg in die Kinos fand. Zweifler verstummten s...
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"Spider-Man" (USA 2002) Kritik – Der menschlichste Superheld

Aus großer Kraft folgt große Verantwortung. Comicverfilmungen gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Richtig losgetreten wurde die Welle um die Jahrhundertwende und 'X-Men' gab 2000 den soliden Startschuss. Sachen wie 'Hulk', 'Daredevil', 'Hellboy' und der geniale 'Batman Begins' folgten. Aber Comicverfilmungen dienen inzwischen auch dazu, gefallene Regisseure wieder zurück ins Filmgeschäft zu bringen und ihnen neuen Mut und Stärke zu schenken. Sam Raimi ist wohl so ein Fall, denn nach seiner 'Tanz der Teufel'-Trilogie, die heute zu Recht Kultstatus genießt, kam nichts wirklich Nennenswertes mehr. 2002 hatte er jedoch die große Ehre, einen der beliebtesten Comic-Helden überhaupt auf die Leinwand zu bringen: Spider-Man. Die Chance, das der Schuss nach hinten losgeht ist natürlich imm...
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"Melancholia" (2011) Kritik – Eine Parabel über Fehlentscheidungen

"Das schmeckt nach Asche!" Gerade habe ich noch einige Kritiken gelesen, in der Hoffnung, die allgemeine Euphorie nachvollziehen zu können. Meine Meinung bleibt bestehen: "Melancholia" ist ein unfassbar depressives, aber auch unfassbar schlechtes Filmerlebnis. Angefangen mit einem Prolog, der so uninnovativ ist wie nur möglich. Dabei dürfen Filmfehler natürlich nicht außen vor gelassen werden. In einer Szene regnet es hinter Kirsten Dunst Vögel, in der nächsten Einstellung komischerweise nicht mehr. Interessanter als Filmfehler sind jedoch die inhaltlichen Aspekte oder vielmehr die inhaltlichen Ärgernisse. Extrem bedeutunglos, abgesehen davon als wie schlecht die Gesellschaft von von Trier portraitiert wird. Oberflächlich wird hier der Finger auf die Neureichen gerichtet, dort die Wiss...
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Klassiker-Tipp der Woche "Interview mit einem Vampir" (1994)

"The world changes, we do not, there lies the irony that finally kills us." Kennt ihr 'Twilight'? Diesen Albtraum, dieses Schundwerk. Die Zerstörung und Vergewaltigung, die Verkindlichung und ja, recht traurige Verarschung könnte man es auch nennen, eines ganzen Mythos bzw. einer Literaturgattung. Ein Synonym für die Verblödung der Jugend. Stephanie Meyer sollte für ihre Tat bis ans Ende ihrer Tage in die ewigen Jagdgründe verbannt werden. Auf der anderen Seite Anne Rice, die mit ihrer 'Chronik der Vampire'-Saga eine Figur geschaffen hat, mit deren Komplexität nur wenige andere Romanfiguren mithalten können. Die Rede ist von der Geschichte des Lestat de Lioncourt, einem Jahrhunderte alten Vampir. Man habe ich diese Bücher geliebt! Nun, der Film 'Interview mit einem Vampir' ist die Ada...