Schlagwort: Matthew McConaughey

Kritik: Der Dunkle Turm (USA 2017)
Filme, Heimkino, Kritiken, Slider

Kritik: Der Dunkle Turm (USA 2017)

Do the animals still talk in your world? Die Produktionsgeschichte von Der Dunkle Turm ist lang, voller Kurswechsel und Aufs uns Abs. Sie ist eigentlich das genaue Gegenteil vom Endergebnis, dass nach über zehn Jahren in der Entwicklungshölle von Hollywood nun unsere Kinos erreicht. Wer jetzt fragend seine Schultern nach oben zieht, für den eine stark verkürzte Erklärung: Der Dunkle Turm ist eine Fantasy-Romanreihe von Stephen King. Sie erzählt von mehren miteinander verbundenen Universen, in deren Zentrum ein dunkler Turm steht. Genau diesen will der Mann in Schwarz vernichten. Dies ist dann auch der Grund, warum ihm der Revolvermann Roland jagt. Diese epische, extrem ausufernde Geschichte dient für den cineastischen Turm mehr als Inspiration denn als echte Vorlage. Die Versatzstü...
Kritik: The Sea of Trees (US 2015)
Heimkino, Kritiken, Slider

Kritik: The Sea of Trees (US 2015)

A perfect place to die. Er lässt den Zündschlüssel stecken, das Parkticket auf dem Beifahrersitz liegen, reißt ohne Gepäck und bucht keinen Rückflug. Fast möchte man glauben, die asiatische Dame am Check-In Schalter ahnt aufgrund ihres skeptischen Blickes bereits, wohin die Reise des amerikanischen Mathematikers Arthur Brennan (Matthew McConaughey) wirklich geht bzw. wo sie enden soll. Im berüchtigten Aokigahra-Wald, der seit Jahrzehnten eine Art magische Anziehung auf Suizidwillige aus allen Winkeln der Erde auszuüben scheint. Auch Arthur hat seinen Lebenswillen verloren. Warum, wissen wir zunächst nicht. Nur sein Vorhaben wird relativ schnell klar. Bis er im letzten Moment „gestört“ wird. Durch den orientierungslosen und blutüberströmten Nakamura (Hollywoods Lieblings-Japaner Ken Wata...
Kritik: Interstellar (USA 2014) – Christopher Nolans inspirierende Reise in den Weltraum
Christopher Nolan, Kritiken, Science Fiction / Fantasy

Kritik: Interstellar (USA 2014) – Christopher Nolans inspirierende Reise in den Weltraum

Nachdem sich selbst eingefleischte Nolan-Fans einigen konnten, dass sein letztes Werk „The Dark Knight Rises“ zahlreiche Ungereimtheiten aufweist und der von ihm produzierte „Man of Steel“ ähnlich enttäuschend ist, war mit Spannung zu erwarten, ob sich der ehemalige Meisterwerk-Regisseur tatsächlich auf einem Abwärtstrend befindet. Ursprünglich für Steven Spielberg entwickelt, klingt die Idee eines emotionalen Science-Fiction-Abenteuers, dessen Prämisse im Trailer mit "Love is the one thing that transcends time and space." beworben wird, auch nicht gerade nach dem typischen Stoff für den sonst so kühl inszenierenden Briten. Zumindest die Produktionshintergründe sorgten unter Cinephilen für Vorfreude: Zum Großteil ohne Computereffekte an detaillierten Sets gedreht, über eine Stunde mit ri...
Kritiken, Serien

"True Detective" 1. Staffel (USA 2014) Kritik – Die Antithese des Buddy-Movies

Autor: Pascal Reis "I don't sleep, I just dream." Menschliche Silhouetten legen sich über den Bildschirm, gespickt, umklammert und gleichzeitig entrückt und verfremdet von Landschaftsfragmenten, maroden Gebäudekulissen, ornamentierten Gegenständen. Alles verschmilzt inmitten motivischer Symbolik, wird eins, um mit dem nächsten Wimpernschlag schon wieder voneinander getrennt zu werden, sich abzustoßen, Grenzen innerhalb dieser Kadrage aufzuweisen, während The Handsome Family mit „Far from Any Road“ das Geschehen musikalisch so passend wie abwegig begleitet. Diese Sequenz, das Opening von „True Detective, lässt Großes erahnen, es nimmt den Zuschauer gefangen, öffnet ihm die Pforten in eine neue Welt. Diese neunzig Sekunden sind in ihrer symbiotischen Stilistik für die Ewigkeit; einprägsam...
Kritiken

"Dallas Buyers Club" (USA 2013) Kritik – Matthew McConaughey ist endlich in der Filmwelt angekommen

Autor: Pascal Reis "That shit is purer than a preacher daughter's pussy, right there." Es gibt ja immer wieder diese ganz bestimmte Art von Schauspielern, denen man einfach keinen seriösen Karriereverlauf zutrauen möchte. Grund dafür ist die in den meisten Fällen wirklich grauenhafte Rollenauswahl, die sich beinahe gänzlich auf die immer selbe Figurenzeichnung beschränkt. Einer dieser eigentlich unbrauchbaren Darsteller war bis vor einigen Jahren auch Matthew McConaughey, der sich als braungebrannter Frauenschwarm von einer seichten RomCom zur nächsten Schmonzette durchschlug und, so hatte man jedenfalls den Eindruck, einzig wegen seines konvergenten Aussehens gebucht wurde – Von echtem Talent war lange Zeit wenig bis gar nichts vorhanden. Aber wie es eben der Lauf der Dinge nun mal mit ...
Kritiken

"The Wolf of Wall Street" (USA 2013) Kritik – Martin Scorsese und die Anziehungskraft des Geldes

Autor: Florian Feick „Let me tell you something. There's no nobility in poverty. I've been a poor man, and I've been a rich man. And I choose rich every fucking time.“ Sex, Geld, Ruhm und eine florierende Karriere – Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) hat all das nicht. Aufgewachsen in einer durchschnittlichen Mittelklasse-Familie hat er finanziellen Reichtum weder je am eigenen Leibe erfahren noch überhaupt eine vage Vorstellung davon besessen. Doch er hat bereits die Witterung aufgenommen; nur eine Armreichweite und ein paar Nummern entfernt findet er statt, der Traumberuf als Aktienbroker. Der wahr gewordene American Dream für jederman, vom telefonierenden Nobody zum Millionär. Martin Scorsese inszeniert eine Geschichte, von der wir bereits nach nur fünf Minuten wissen, dass es sich h...
Kritiken

"The Paperboy" (USA 2012) Kritik – Die Stars und ihr verkrampfter Imagewechsel

Autor: Maria Engler "Hillary ist nicht so schlecht - und ich bin nicht so gut." Der junge College-Abbrecher Jack ist wieder im Haus seiner Eltern untergekommen und muss herausfinden, was seine Zukunft bringen soll. Bevor der stickige Sommer und die zu erwartende Lethargie über ihn hereinbricht, trifft auch sein älterer Bruder Ward in der heimatlichen Kleinstadt ein. Dieser ist auf dem besten Wege ein erfolgreicher Journalist zu werden und untersucht mit seinem ehrgeizigen Kollegen einen Mordfall in der Stadt. Der Täter wurde seinerzeit zum Tode verurteilt, doch die beiden Reporter glauben an Polizeiwillkür, unzureichende Beweise und vor allem an eine gute Story. Der inhaftierte Hillary van Wetter ist jedoch alles andere als handzahm und viel mehr an seiner attraktiven Verlobten interess...
Kritiken

"Killer Joe" (USA 2012) Kritik – Matthew McConaughey wächst über sich hinaus

"Nichts ist schlimmer als Reue." Wenn man sich heutzutage so manche Regisseure anschaut, die zu ihren glorreichen Zeiten festes Inventar der Crème de la Crème in der Filmwelt waren, dann kann man seine tiefe Enttäuschung über den Wandel dieser Personen nicht immer verbergen. Man denke da nur an John Carpenter („Halloween“, „Die Klapperschlange“), Dario Argento („Suspiria“, „Phenomena“) oder auch Jean-Luc Godard („Außer Atem“, „Die Verachtung“), die seit geraumer Zeit nichts Nennenswertes mehr auf die Beine gestellt bekommen haben und ihren angesehenen Ruf schwungvoll mit Dreck bewarfen. Aber es gibt auch die krassen Gegenteile von Regisseuren, deren die Zeit einfach nicht schadet und bei denen sich jeder neue Film ohne Probleme in die Reihe der gefeierten Meisterwerke stellen darf: Mart...
Kritiken

"Magic Mike" (USA 2012) Kritik – Channing Tatum lässt die Hüllen fallen

"You're a fuckin stripper?" Wenn man nach den größten Wünschen der Menschen fragt, dann hört man natürlich zuerst Dinge wie Gesundheit und Zufriedenheit, für sich, die Familie und alle Freunde. An nächster Stelle kommt jedoch schon das Geld. Daran ist natürlich nichts verwerflich, denn wenn man in seinem Leben früh ausgesorgt hat und mit keinerlei Geldsorgen leben muss, dann trägt das auch nochmal einen Teil zur eigenen Zufriedenheit bei. Wenn man sich jedoch zum Ziel setzt, den berühmten amerikanischen Traum zu seinem eigenen Traum zu machen und es vom Nobody zum mächtigen Millionär zu schaffen, dann findet man sich schnell auf dem harten Asphalt der Realität wieder. Wie oft wir diese Geschichte im Kino schon vorgesetzt bekamen, ist wohl kaum noch zu zählen, denn denken wir nur an "Sca...