Schlagwort: Paul Haggis

Kritiken

"L.A. Crash" (USA 2004) Kritik – Kitsch, Klischees und Verlogenheit

"Du brauchst dich doch nur mal umzusehen. Du findest nirgendwo 'ne hellere, sichere und besser beleuchtete Straße als hier, aber die weiße Frau da sieht zwei Schwarze, die die Straße runterschländern und ohne weiteres an der Uni studieren könnten und was ist? Sie kriegt Panik." Mit seinem Debütfilm 'Red Hot' aus dem Jahr 1993, riss Paul Haggis so rein gar nichts. Auch als Drehbuchautor konnte er sich zuvor nicht in den Vordergrund rücken. Doch seine Zeit sollte noch kommen. Und so segelte 2005 auch die erste Oscar Nominierung fürs Drehbuch von 'Million Dollar Baby' ins Haus. Das wäre der verdiente Oscar gewesen. Bei der Oscar Verleihung 2006 ging die persönliche Erfolgsserie aber weiter. Für sein Episoden-Drama 'L.A. Crash' konnte Haggis nicht nur den Oscar für das beste Drehbuch einste...
Kritiken

"Im Tal von Elah" (USA 2007) Kritik – Krieg an der Heimatfront

"In Ländern wie dem Irak sollte man keine Helden schicken. Da ist alles im Arsch. Bevor ich dort war, hätte ich das nie gesagt, aber fragt man mich jetzt...Atomwaffen rein und zusehen wie Staub daraus wird." Der Krieg kennt nur Schattenseiten. Zu genüge wurden die grausamen Kämpfe an den verschiedensten Fronten beleuchtet. Viel interessanter sind inzwischen jedoch die Auseinandersetzungen an der Heimatfront mit dem Thema Krieg, sowohl für die Familien als auch für den Soldaten selbst. Paul Haggis, der für sein überbewertetes Rassismus-Drama 'L.A. Crash' schon zwei Oscars gewinnen konnte, beschäftigt sich 2009 in 'Im Tal von Elah' mit dem eigenen Krieg im Kopf und inszeniert eine feine Charakterstudie die leider nicht ihr volles Potenzial ausschöpft. In trockenen und ausgefeilten Einste...