Schlagwort: Renate Reinsve

Kritik zu „Fjord“: Jugendschutz als Kollision von Überzeugungen
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Kritik zu „Fjord“: Jugendschutz als Kollision von Überzeugungen

Kritik von Michael Gasch – gesehen im Rahmen der 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Jugendschutz als Kollision ideologischer, religiöser und kultureller Überzeugungen: Fjord von Cristian Mungio Mit 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage gelang Cristian Mungiu 2007 ein großer Cannes-Hit, der auch die Goldene Palme für sich beanspruchen konnte. Nun ist er auf den diesjährigen Filmfestspielen wieder mit von der Partie. Sein neuer Film mit dem erst einmal unscheinbaren Titel Fjord lädt zum Nachdenken ein: Es geht um Erziehungsfragen, Moral und Kinderschutz, alles gerahmt im Setting einer norwegischen Kleinstadt. Die Gheorghius sind dabei multikulturell aufgestellt: Krankenpflegerin Lisbet (Renate Reinsve) ist Norwegerin, der christlich gläubige Luftfahrtingenieur Mihai (Sebastian Stan) ...
Kritik zu „Sentimental Value“: Ein Geniestreich von Joachim Trier
Drama, DVD & Bluray, Festival de Cannes, Filmkritiken

Kritik zu „Sentimental Value“: Ein Geniestreich von Joachim Trier

Kritik von Philippe Paturel – erstmals zu lesen am 25. Mai 2025, gesehen im Rahmen des Wettbewerbs der 78. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Wenn der Lärm der Eltern verschwindet: Joachim Triers Familienchronik Sentimental Value Die Kamera gleitet über die klare, kühle Schönheit der Osloer Skyline. Schnitt. Nun nähert sie sich einem idyllischen Haus, fährt langsam an dessen Fassaden entlang und zeigt schließlich vereinzelt Fragmente aus dem Leben einer vierköpfigen Familie: wie die Streitereien zwischen den Eltern, bevor der Vater schließlich seine Frau und die beiden Töchter für immer verlässt. Mit seinem Weggang kehrt zwar Ruhe ein, doch zugleich auch eine Leere, die das Haus erfüllt – und das Leben der Schwestern fortan prägen wird. Aus dieser Annäherung heraus entfaltet Jo...
Kritik zu „Another End“: Dystopische Science-Fiction mit Renate Reinsve
Aktuelle Filmnews, Berlinale, Demnächst im Kino, Drama, Filmkritiken, Science Fiction / Fantasy

Kritik zu „Another End“: Dystopische Science-Fiction mit Renate Reinsve

Kritik von Hendrik Warnke – erstmals zu lesen am 18. Februar 2024, gesehen im Rahmen der 74. Berlinale. Es ist die nahe Zukunft. Durch das Another End-Programm können sich Angehörige, sofern sie es sich denn leisten können, nochmal von ihren verstorbenen Liebsten verabschieden. Mittels der vorhandenen Erinnerung der Verstorbenen und einem Leihkörper wird eine Art Simulation erstellt, wodurch die Verstorbenen quasi wieder lebendig werden. Sal (Gael Garcia Bernal) hat seine Partnerin bei einem Autounfall verloren und kommt nur schwer über sie hinweg. Nach einigem Bedenken probiert auch er sich am Programm… Leihkörper, Handel mit Erinnerungen und ein riesiger undurchsichtiger Konzern. Another End mutet an wie ein typisch dystopischer Sci-Fi-Thriller, der - wie so oft - davor warnt, Mensch...