Die 22 besten Komponisten aller Zeiten – dexter-morgan stellt seine Lieblinge vor

Die Frage nach einer Top 22 Liste der besten Soundtracks aller Zeiten wäre unmöglich zu beantworten. Nicht aber die Frage nach den besten Filmkomponisten. Hier also meine persönlichen Lieblinge und mein Lieblingsscore von jedem als Hörprobe. Natürlich interessiert es mich auch, welcher Komponist bei euch den 1. Platz belegen würde?

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Platz 22: Claudio Simonetti aka Goblin

Mit seiner Band Goblin ist Simonetti in die Filmgeschichte, im Speziellen die des Horrorfilms, eingegangen. Kein anderer Komponist hat es geschafft, dermaßen effektive, pulsierende und angsteinflößende Klangteppische zu kreieren. Besonders durch die Zusammenarbeit mit Horrormeister Dario Argento hat sich die italienische Band unsterblich gemacht.

Platz 21: Basil Poledouris

Mit „Conan – Der Barbar“ hat er einen Jahrhundertscore komponiert und auch sonst ist der leider 2006 verstorbene Musiker ein As gewesen, man denke nur an „Starship Troopers“ oder „Das Dschungelbuch“.

Platz 20: Thomas Newman

Er ist der Meister der dezenten Melodien, die unaufdringlich das Geschehen begleiten. Ob „American Beauty“, „Wall-E“ oder „Die Verurteilten“, er hat zu einigen der besten Filme die richtigen Töne gefunden. Seine beste Komposition ist aber dann doch eine andere, nämlich das Intro zu meiner Lieblingsserie „Six Feet Under“.

Platz 19: Michel Legrand

Der nächste Franzose in der Runde. Seine Karriere begann er unter dem Auge von niemand Geringerem als Jean-Luc Godard. Bereits sechs Jahre später gelang ihm der Aufstieg nach Hollywood, wo er Klassikern wie „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ den nötigen Pfiff verlieh.

Platz 18: Elmer Bernstein

Ich sage nur „Die glorreichen Sieben“. Hört selbst.

Platz 17: Joe Hisaishi

Die meisten werden Hisaishi wohl in Zusammenhang mit Produktionen aus dem Hause Ghibli bringen, denn seine Musik zu Filmen wie „Chihiros Reise ins Zauberland“ und anderen Ghibli-Arbeiten schrieb Geschichte. Aber auch durch seine Zusammenarbeit mit anderen japanischen Regiegrößen wie Takeshi Kitano (z.B. „Sonatine“) zeichnet sich Hisaishi aus und macht ihn zum vielleicht bedeutsamsten asiatischen Komponisten der jüngeren Filmgeschichte.

Platz 16: Max Steiner

Nach ihm ist der Max Steiner Award benannt, der jedes Jahr in seiner Geburtsstadt Wien verliehen wird. Er hat das Hollywood der 30er und 40er Jahre geprägt, zu Meisterwerken wie „Casablanca“ die Musik komponiert und sich bereits 1939 mit dem Soundtrack zu „Vom Winde verweht“ unsterblich gemacht.

Platz 15: Danny Elfman

Mit Tim Burton läuft er jedes Mal zur Höchstform auf. Nebenbei schreibt er dann Soundtracks wie „Spider-Man“ oder „Good Will Hunting“. Einfach ein Genie der Mensch.

Platz 14: Michael Giacchino

Und noch ein Italiener, allerdings einer, der in den USA zur Welt kam. Er hat nicht nur meinen Lieblingsseriensoundtrack („Lost“) komponiert, sondern schafft es auch immer wieder bei mir mit seiner Musik zu den Pixar-Filmen für Begeisterungsstürme zu sorgen. Dass er dann nebenbei noch „Star Trek“ einen neuen Anstrich verleiht, macht ihn zu einem der ganz Großen, von denen man noch viel erwarten darf.

Platz 13: Nino Rota

Aus Italiens Filmgeschichte sowieso nicht wegzudenken, hat er zudem einer der wahrhaft außergewöhnlichsten Soundtracks aller Zeiten geschaffen: „Der Pate“.

Platz 12: Maurice Jarre

Der Franzose, der Hollywood im Sturm eroberte und zu Epen wie „Lawrence von Arabien“ oder „Doktor Schiwago“ einige der schönsten Melodien der Filmgeschichte komponierte. Nicht selten bekommt man einen stundenlangen Ohrwurm von seiner Musik.

Platz 11: John Barry

Leider ist der Meister, den man vor allem mit den „James Bond“ – Filmen in Verbindung bringt, letztes Jahr verstorben. Seine Musik hat ihn allerdings unsterblich gemacht. Ob „Der mit dem Wolf tanzt“, „Goldfinger“ oder „Jenseits von Afrika“, seine Soundtracks sind einfach legendär.

Platz 10: Dario Marianelli

Der nächste Italiener. Nachdem er in London Klavier und Komposition studiert hat, gelang ihm innerhalb von wenigen Jahren der Aufstieg an die Spitze. Bereits mit seiner zweiten Oscarnominierung hat er verdient den Goldjungen mit nach Hause genommen. Seine Musik zu „Abbitte“ hat Filmgeschichte geschrieben, und das wohl verdient, einer meiner Lieblingsscores.

Platz 9: James Horner

Leider hat James Horner während des letzten Jahrzehnts immer mehr nachgelassen. Seit seinem letzten großen Wurf „Die Legende des Zorro“ verliert er sich nur noch in uninspiriertem Action-Tam-Tam oder kopiert sich selbst. Dass er an seine „Titanic“-Tage wieder anknüpfen wird, bezweifle ich also. Einige der besten Scores hat er trotzdem geschrieben, wie z.B. „Aliens – Die Rückkehr“ oder auch „Legenden der Leidenschaft.“

Platz 8: Georges Delerue

Spätestens mit „Die Verachtung“ erlangte er Weltruhm, mit „Platoon“ wurde er dann auch in Amerika als einer der besten seines Fachs anerkannt und ansonsten hat er so viele qualitativ hochwertige Scores komponiert wie es ansonsten nur John Williams oder Ennio Morricone getan haben.

Platz 7: Henry Mancini

Zwei Titel zu nennen ist hier vollkommen ausreichend, um diesem Mann gerecht zu werden: „Moon River“ (aus Frühstück bei Tiffany) und „Der rosarote Panther“.

Platz 6: Carter Burwell

Wer die Coen Brothers liebt, liebt Carter Burwell. Seinen besten Score hat er allerdings vor nicht allzu langer Zeit komponiert, und zwar zu dem Meisterwerk „Brügge sehen… und sterben“.

Platz 5: Bernhard Herrmann

Als Stammkomponist von Alfred Hitchcock zeichnete er sich für die musikalische Begleitung zu Meisterwerken wie „Psycho“ verantwortlich. Somit hat er einige der prägendsten Soundtracks überhaupt komponiert.

Platz 4: Jerry Goldsmith

„Planet der Affen“, „Alien“, „Star Trek“, „Rambo“, schon an den vier Titeln erkennt man, dass der Mann Großes geleistet hat. Er hat nicht nur eini
ge Genres nachhaltig geprägt, sondern auch zu gefeierten Meisterwerken wie „Chinatown“ die Scores geschrieben. Einfach famos.

Platz 3: Howard Shore

Stammkomponist von David Cronenberg und Martin Scorsese und verantwortlich für den besten Soundtrack aller Zeiten. Howard Shore ist wahrlich ein Meister, der für mich nur noch von zwei anderen Komponisten übertroffen wird.

Platz 2: John Williams

Auch er neigt inzwischen manchmal dazu, sich selbst zu kopieren. Aber er darf das, nach über 40 Oscarnominierungen, zahlreichen Meisterwerken wie „Indiana Jones“ oder „Star Wars“. Jeder liebt seine Musik, was ihn schon seit vielen Jahren zu einer lebenden Legende macht.

Platz 1: Ennio Morricone

Der letzte Italiener in der Runde wird zu oft auf seine Western-Themes reduziert. Absolut ungerechtfertigt natürlich, hat er doch auch andere Genres revolutioniert, egal, ob das der Mafia- („Der Clan der Sizilianer“, „The Untouchables“, „Es war einmal in Amerika“), Horror- („Das Ding aus einer anderen Welt“) oder der Actionfilm („Der Profi“) ist. Er stellt die einsame Spitze dar, an der sich jeder Komponist der Welt messen lassen muss, und das wohl bis zum Ende der Welt.