"Alien³" (1992) Kritik

null

„You’re all gonna die. The only question is how you check out. Do you want it on your feet? Or on your fuckin‘ knees… begging? I ain’t much for begging! Nobody ever gave me nothing! So I say fuck that thing! Let’s fight it!“

Viele halten den dritten Teil der ‚Alien‘-Saga für eine der enttäuschendsten Fortsetzungen aller Zeiten. Dem kann ich mich nur anschließen, denn all die schönen Seiten, welche Ridley Scotts ‚Alien‘ und James Camerons ‚Aliens‘ definieren, werden in Teil 3 von Anfang an über Bord geschmissen. Sympatische Charaktere? Fehlanzeige! Logik? Fehlanzeige. Tiefsinn? Fehlanzeige. Gelungene Wendungen? Fehlanzeige. Ich könnte damit fortfahren, letztendlich wird aber alles auf ein Resultat hinauslaufen, mit ‚Alien³‘ wurde ein großartiger Mythos vergewaltigt.

Das Alien, welches wir immer wieder in dem Film zu Gesicht bekommen, wirkt viel zu künstlich und null angsteinflößend. Zudem war es absolut dumm, einen Gefängnisplaneten als Schauplatz zu wählen, denn wer im Gottes Namen soll denn für diese ganzen Schreckgestalten eine Sympathie entwickeln. Bangen mit den Darstellern ist somit schon mal ausgeschlossen. Dass dann auch noch die actiontechnischen Parts langweilig und die Wendungen viel zu offensichtlich sind, ist deprimierend, denn gerne hätte ich ein weiteres Abenteuer schwitzend an der Seite von Sigourney Weaver alias Ripley verbracht.

Trotzdem bleibt alles in allem ein akzeptabler No-Brainer mit einer wie immer großartigen Weaver, einer gelungenen Atmosphäre und einem absolut überzeugenden Ende übrig.

Alles in allem bekommt man kurzweilige 110 Minuten geboten. Hirn abschalten! Anspruch fehlanzeige! So kann man eine Saga dem Untergang weihen. Da mir ‚Alien – die Wiedergeburt‘ bereits bekannt ist, kann ich nur hoffen, dass diese letzten beiden Teile ein schlimmer Albtraum Ripleys sind und dass sie im (noch) nicht bestehenden 5ten Teil daraus wieder erwacht!

Bewertung: 5/10 Sterne