Detektiv Conan: Der Magier des letzten Jahrhunderts

Das kleine Genie Detektiv Conan zeigt in seinem dritten Film von 1999, was in dem Detektiv-Krimi Genre noch möglich ist.
Eine clevere und vorallem komplexe Story um die russische Zaren-Familie, gespickt mit tollen Charakteren, famosen Anspielungen auf das Schloß Neuschwanstein und Verweise auf die Großen der Krimiliteratur wie Agatha Christie. Das sind in Japan Kinofilme, die von jung und alt geschaut werden und spielen dann mal eben 15,7 Millionen Euro ein. Vorallem ist es erstaunlich, wie viel man bei diesen Filmen nachdenken, miträtseln und am Ball bleiben muss. Dagegen wirken selbst als komplex betitelte Serien wie „24“ nur lachhaft und einfach gestrickt. Bei seiner Erzählweise achten die Macher doch stets darauf, dass das Ganze nicht zur überkomplizierten Krimiunterhaltung wird, sondern stets unterhaltend und herzlich bleibt. Für Kinder sind warscheinlich eher die lustig-nervigen Detective Boys die Conan das Leben schwer machen interessant, für die Jugendlichen ist es die Liebesgeschichte von Shinichi und Ran, die immer noch nicht weiß das Shinichi der geschrumpfte Conan ist und nebenbei von Keira Knightleys Stammsprecherin synchronisiert wird und für die Erwachsenen sind es die Anspielungen und Verweise auf die Krimiliteratur, Länder und Begebenheiten, die alle zusammen zu einem brillanten Cocktail gemischt werden und einem manchmal nur den Mund offen stehen lassen.

Witzig, intelligent und charmant, das zeichnet Conan für mich aus, und wer noch keinen Blick auf das Wunderkind geworfen hat, empfehle ich diesen Film zum Einstieg, denn er vereint alle Stärken dieser tollen und geistreichen Reihe.

Bewertung: 8/10 Sternen