"Brothers Bloom" (2009) – charmant betrogen

„Es ist eine Lüge, die die Wahrheit erzählt.“

Die charmante Trickbetrügerei ist weitaus ehrlicher und sympathischer als Nolans „Prestige“, offenbart sie doch im Wesentlichen eine einfache Geschichte über Freundschaft, welche mit Finten, Scherzen und Mogeleien gespickt ist, um zum eigendlichen Kern zu führen, dem unausweichlichen Schicksal dieser Gattung Mensch und deren Konsequenzen für die anderen Weggefährten.

Der Geniestreich ist es, die Grundessenz zu verstecken und zu verschleiern und mit aberwitzigen Dialogen und Momenten zu verbergen. Die Geschichte könnte somit auf manche deswegen vielleicht langweilig, nervig oder dumm wirken, doch ist dies nur ein weiter Trick der zweiten Regiearbeit von Rian Johnson, dem aufmerksamen Publikum zwei Ebenen zu bieten, die auf narrativer Weise ineinander überlaufen. Die Tragik und Melancholie der Geschichte wird einem dann erst am Ende klar und der Film bekommt ein unerwartet hohes Niveau.
„Ich bin so stolz darauf, zumindest eine Fußnote in der Geschichte der Gebrüder Bloom zu sein.“
Ich als Zuschauer auch.

Bewertung: 8/10 Sternen