"High Fidelity" (2000) Kritik

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Wenige Filme lassen einen diese absolute Freude empfinden und schaffen super Laune. So ein Film ist „High Fidelity“, ein Film über Liebe und Musik. Über eine Liebe, die sich Musik nennt und Musik, die man liebt. Und natürlich die wahre Liebe.

Ich muss sagen, dass ich gerade hin und weg bin. Die Dialoge sind der hammer: Sehr lustig, emotional, intelligent, genau so wie man es nicht oft zu sehen bekommt. Ich gebe diesem Film nicht diese hohe Punktzahl, weil er einer der „Besten“ aller Zeiten ist oder die Technik und ähnliches hervorragend sind, sondern weil es noch nie einen Film gab, der mich so gut fühlen lies. John Cusack gibt dem Film dieses „Etwas“, was ich nie von ihm erwartet hätte und auch alle anderen Darsteller sind durch die Bank gut gewählt. Selbst Jack Black empfand ich hier mal nicht als nervtötend.

Eigentlich ist „High Fidelity“ eine Mischung aus Romanze und Musikfilm. Man denkt zunächst: „Ach nicht schon wieder, hatten wir doch schon zur Genüge“. Aufgrund seiner sehr gut durchdachten Dialoge ist der Film aber viel mehr als das. Die Story wirkt zu keinem Zeitpunkt klischeehaft oder aufgesetzt. Ganz im Gegenteil, man spürt diese Wärme, die einen nur wenige Filme spüren lassen. Das muss wohl dieses Bauchgefühl sein, über das Cusack in dem Film philosophiert. Und dann diese wunderbaren Songs, ganz ehrlich, ich habe selten Filme mit einer vergleichbar tollen Musikauswahl gesehen. Und nun an alle, die noch wissen, was gute Musik ist und an jeden, der mit Musik genauso viel Emotionen und Erlebnisse verbindet wie ich, schaut euch „High Fidelity“ an!

Barry: „I wanna date a musician.“
Rob Gordon: „I wanna live with a musician. She’d write songs at home and ask me what I thought of them, and maybe even include one of our little private jokes in the liner notes.“
Barry: „Maybe a little picture of me in the liner notes.“
Dick: „Just in the background somewhere.“

Bewertung: 8/10 Sternen