"Intimate Enemies" (FR 2007) Kurzkritik – Die französische Kriegshölle

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Mit ruhigem Tempo und der richtigen Portionierung von Action und Brutalität erzählt „L’Ennemi intime“ ein Stück französischer Kriegsgeschichte. Dabei wird auf Charakterentwicklung (genial Benoît Magimel), aber auch auf Authenzität, sehr viel Wert gelegt. Das Kamerateam rund um Regisseur Siri hat eine tolle Arbeit geleistet, denn die vielen düster schönen Landschaftsaufnahmen spiegeln perfekt die Kaltblütigkeit und Atmosphäre des Algerienkrieges wieder. Begleitet wird all das von Alexandre Desplats grandios dezentem Score. Zudem wird bravourös gezeigt, dass es im Krieg kein Gut und kein Böse gibt, denn mit der Zeit werden alle zu unkalkulierbaren Bestien. „L’Ennemi intime“ wurde auch schon des öfteren mit „das französische Platoon“ betitelt. Diesem Namen wird das Werk ohne Zweifel mehr als gerecht.

Bewertung: 8/10 Sternen