"K-Pax" (2001) Kritik

„Dying is something you have no control over. Why waste your life being afraid of it?“

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Jetzt habe ich ihn also auch endlich gesehen, ‚K-Pax‘, das hochgelobte Sci-Fi-Drama. Und ich bin sehr angetan, denn der Film spricht so viele Wahrheiten aus, besitzt eine Story abseits von all dem Hollywood-Gedöns, welche sehr zum Denken und Grübeln anregt.

Die Grundidee ist schnell zusammengefasst. Mitten im New Yorker Bahnhof erscheint wie aus dem Nichts ein Mann namens Port (Kevin Spacey), der behauptet vom Planeten K-Pax zu stammen. Logische Schlussfolgerung: Er wird in eine Psychiatrie eingeliefert. Von nun an bemüht sich Dr. Mark Powell (Jeff Bridges) für Ports Zustand eine Erklärung zu finden. Währenddessen geschehen immer seltsamere Dinge in der Psychiatrie, bis keiner mehr weiss, was nun Wahrheit und was Unsinn ist.

Die Story ist einfach grandios. Der Film setzt sich mit dem Verstand des Menschen auseinander, mit seinem Glauben an das Unmögliche. Die Dialoge sind sehr schön, von witzig bis dramatisch bekommt der Zuschauer hier alles geboten. Die Technik ist herausragend, ganz besonders die eingefangenen Bilder wissen zu begeistern. Die Schauspieler bieten ebenfalls eine grandiose Leistung, allen voran jedoch Kevin Spacey, der hier selbst Jeff Bridges an die Wand spielt. Und letztendlich dieser wunderschöne Soundtrack, der die perfekte Untermalung für dieses sich zwischen Mystery, Sci-Fiction und Drama abwechselnde Werk bietet. Dass sich dabei kleinere Längen einschleichen und die Lösung am Ende etwas leicht zu erklären ist, sehe ich zwar als negative Punkte, jedoch vermögen diese den Gesamteindruck kaum zu trüben.

‚K-Pax‘ ist ein intelligenter Film, welcher zwei gefüllte Stunden Spass und Kopfkino zu bieten hat und nebenbei einige unumstößliche Wahrheiten über die geistige Einstellung der Menschheit aufzeigt. Ach Gott, ich bin schon über der Zeit. Muss euch daher jetzt leider verlassen, denn ich habe einen Lichtstrahl zu erwischen!

Bewertung: 8/10 Sternen