"Planet der Affen: Prevolution" (2011) Kritik

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Einige Monate ist es her, als die Neuigkeit die Runde machte, dass ein Prequel des Klassikers ‚Planet der Affen‘ gedreht werden würde. Mein Aufschrei war laut, meine Skepsis umso größer.

Umso überraschender ist das Ergebnis, denn ‚Planet der Affen: Prevolution‘ ist ein super Film. Mehr aber auch nicht, denn der Neuverfilmung fehlt in ein paar entscheidenden Momenten leider das gewisse Fingerspitzengefühl. Rupert Wyatt ist eben kein Peter Jackson. Das zeigt sich nicht nur in den Effekten, welche zwar mit Sicherheit toll sind, ganz besonders die Mimik der Affen ist absolut überragend. Sobald es jedoch zum Kontakt Affe – Mensch kommt, kommen leichte Makel beim Übergang von Schauspielern und CGI-Affen ans Tageslicht.

Stark ist auch das Drehbuch, welches sehr viel Substanz und Anspielungen auf den Original ‚Planet der Affen‘ besitzt. Trotzdem fehlt auch dem Skript in der Entwicklung der Charaktere immer wieder die letzte Genauigkeit, ganz besonders zu dem Zeitpunkt, an dem sich der Affe Caesar (Andy Serkis) von seinem Ziehvater (James Franco) abwendet.

Der Anfang hingegen ist super gelungen. Mit sehr viel Liebe, Emotionen, Humor und Dramatik wurde hier und dort gespielt. Nach dem Mittelteil, welcher, wie oben beschrieben, kleinere Mängel aufweist, kommt es schließlich zu einem gigantischen Finale, in der das Special-Effects-Team zeigen darf, was es drauf hat. Darunter wiederum leiden die Emotionen, welche für die Effekte fast komplett weichen müssen. Der Respekt gebührt auch keinesfalls den menschlichen Darstellern, sondern CGI-Mime Andy Serkis, ohne den der Film nie so gut funktionieren würde.

Patrick Doyles Score ist einer der Besten des Kinojahres, die Kameraaufnahmen sind wunderschön. Das Endresultat ist also ein kurzweiliges Action-Drama, dessen Laufzeit man für mein Empfinden durchaus hätte ausbauen können. So bekommt man knappe 105 Minuten intelligentes Blockbuster-Kino geboten, welches seinem Original in fast nichts nachsteht. Die Fortsetzung darf kommen, denn mit der „Prevolution“ ist es den Machern, trotz der genannten Schwächen, gelungen, den Grundstein für eine großartige Trilogie zu legen.

Bewertung: 7,5/10 Sternen

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