Kriegsfilm

Komm und sieh (UdSSR 1985) – Elem Klimovs Antikriegsmeisterwerk erstmalig restauriert auf Blu-ray
DVD & Bluray, Kriegsfilm, Kritiken

Komm und sieh (UdSSR 1985) – Elem Klimovs Antikriegsmeisterwerk erstmalig restauriert auf Blu-ray

Here I am... here. I want to love... I want to have children... Do you hear?  Weißrussland, 1943: Fljora, noch mehr Kind als Jugendlicher, buddelt am Strand nach alten Gewehren, um endlich Partisan werden zu können. Als er fündig wird, lässt er sich trotz Flehens seiner Mutter rekrutieren und zieht stolz in den Kampf. Der kindliche Traum von Heldentaten und Abenteuer zerplatzt allerdings schon bei der Ankunft im Truppenlager, denn der Kommandant will ihn beim Einsatz nicht dabeihaben. Und so beginnt für ihn auf seinem Rückweg eine Odyssee, die ihn in nur wenigen Tagen mitten in die Hölle des Zweiten Weltkriegs führt. Elem Klimovs letzter Spielfilm, dessen Drehbuch von der sowjetischen Zensur wegen seiner angeblich zu schmutzigen und naturalistischen Ästhetik sieben Jahre blockiert wurd...
Kritik: Full Metal Jacket (USA 1987) – Kubricks Antikriegsmeisterwerk jetzt in 4K
Kriegsfilm, Kritiken

Kritik: Full Metal Jacket (USA 1987) – Kubricks Antikriegsmeisterwerk jetzt in 4K

Die tödlichste Waffe der Welt ist ein Marine mit seinem Gewehr! Es ist euer Killerinstinkt, der voll da sein muss, wenn ihr im Kampf überleben wollt! Euer Gewehr ist nur ein Instrument! Töten kann nur ein Herz aus Stahl! Der Krieg hat viele Gesichter, doch allesamt sonnen sie sich in Sinnlosigkeit und unbeschreiblicher Gewalt. Viele große Regisseure widmeten sich schon dieser Bestie, einige von ihnen mussten sie selbst durchleben. Die filmischen Ergebnisse sind dabei immer unterschiedlich. Mal durchwachsen, schwach und täuschend, mal meisterhaft und erschreckend ehrlich. Wenn sich eine Legende wie der einzigartige Stanley Kubrick diesem Thema, hier dem Vietnamkrieg, annimmt, dann darf man etwas Besonderes erwarten. Wie in jedem Kubrick-Film gibt es an der Atmosphäre rein gar nichts...
Netflix-Reviews: Olivier Megatons The Last Days of American Crime & Spike Lees Da 5 Bloods
Action, Kriegsfilm, Kritiken, Netflix

Netflix-Reviews: Olivier Megatons The Last Days of American Crime & Spike Lees Da 5 Bloods

The Last Days of American Crime von Olivier Megatan, mit Michael Pitt und Édgar Ramírez Auch noch eine Woche später ärgere ich mich über den neuen Film von Olivier Megaton. Der neue Actionfilm des französischen Regisseurs, und das hätte ich vorher echt nicht für möglich gehalten, ist noch weitaus übler, als seine bisherigen Actionflops wie Transporter 3 (2008) und Taken 2 (2012). Der durchschnittliche Colombiana (2011), ebenfalls von Olivier Megaton, wirkt dagegen fast schon wie ein zeitloses Genremeisterwerk. Olivier Megatan macht in The Last Days of American Crime im Prinzip alles falsch, was daneben gehen könnte. Eine durchaus interessante Grundprämisse wird auf einen unsinnigen zweieinhalbstündigen Plot ausgedeht, der durchzogen ist von ekligem Sexismus, schwachsinnigen Dialogen ...
Kritik: 1917 (US/GB 2019) jetzt im Heimkino
DVD & Bluray, Kriegsfilm, Kritiken

Kritik: 1917 (US/GB 2019) jetzt im Heimkino

They're walking into a trap. Your orders are to deliver a message calling off tomorrow morning's attack. If you fail, it will be a massacre. Eine kuriose Anziehungskraft scheint dem Kriegsfilm inne zu wohnen. So gut wie jeder vornehmlich männliche Starregisseur hat sich bereits an ihm versucht. Insbesondere die Todesmaschinerien des Ersten und Zweiten Weltkriegs haben eine gar unmittelbare Strahlkraft. Während der Vietnamkrieg im Hollywoodkino bereits durch die Postmoderne reichlich verzerrt wird (Apocalypse Now, Full Metal Jacket) und aktuelle Kriege im Kino teilweise zu Nebenschauplätze geraten (Jarhead, The Hurt Locker), scheinen nur die alten, großen Kriege den wahrhaftigen Schrecken bieten zu können. Zuletzt ist Christopher Nolan mit Dunkirk den ungeschönten Texturen des Zweite...
Kritik: Apocalypse Now (USA 1979) – Gefangen im Grauen
Amazon Prime, Kriegsfilm, Kritiken

Kritik: Apocalypse Now (USA 1979) – Gefangen im Grauen

Zwei Seelen wohnen in dir. Eine, die tötet. Und eine, die liebt. Die 70er Jahre könnte man gut und gerne als das Jahrzehnt von Francis Ford Coppola bezeichnen. Angefangen mit dem Mafiaepos Der Pate von 1972. Coppola ging in die Filmgeschichte ein. Zwei Jahre später setzte er mit Der Pate 2 dieses einmalige Familienepos gleichwertig fort und schrieb zum zweiten Mal Filmgeschichte. Nun begeben wir uns in das Jahr 1979, in dem Francis Ford Coppola mit seinem Antikriegsfilm Apocalypse Now zum dritten Mal einen cineastischen Meilenstein drehte. Apocalypse Now ist ohne weiteres einer der besten Kriegsfilme überhaupt, thematisiert dabei allerdings den Krieg im inneren der Soldaten. Auf dem Höhepunkt des Vietnamkrieges erhält Captain Willard (Martin Sheen) den gefährlichen Auftrag, gemeinsam m...
Kritik: Der Pianist (PL/FR/GB/DE 2002) – Polanskis persönlichstes Meisterwerk
Amazon Prime, Drama, Kriegsfilm, Kritiken

Kritik: Der Pianist (PL/FR/GB/DE 2002) – Polanskis persönlichstes Meisterwerk

Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen? Die NS-Zeit ist das schwärzeste Kapitel unserer Geschichte. Mit dieser Zeit müssen wir uns jedoch beschäftigen und auseinandersetzen, ob wir wollen oder nicht. Mit Filmen, Dokumentationen und dem verhassten Geschichtsunterricht wird uns geholfen, dieser Zeit näher zu kommen und die Grausamkeit zu erkennen. Roman Polanski, der selbst Teil dieser Zeit wurde, inszeniert mit 'Der Pianist' einen Film, der sich auf schonungslose und unglaublich emotionale Weise der Judenverfolgung widmet. Warschau 1939: Mit dem Einmarsch der Deutschen in Polen beginnt auch für den gefeierten polnisch-jüdischen Pianisten Wlady...
Kritik: Der Soldat James Ryan (USA 1998) – Steven Spielberg im Kampf um Ehre und Mut
Kriegsfilm, Kritiken

Kritik: Der Soldat James Ryan (USA 1998) – Steven Spielberg im Kampf um Ehre und Mut

What I mean by that, sir, is if you was to put me and this here sniper rifle anywhere up to and including one mile from Adolf Hitler... with a clean line of sight... Pack your bags, fellas. War's over. Amen. Normandie, Omaha Beach, 6. Juni 1944: Die Invasion der Amerikaner gegen die deutschen Truppen. Nach einem unerbittlichen Strandkampf bekommt die kleine Soldatentruppe rundum John Miller (Tom Hanks) den brisanten Sonderauftrag den Gefreiten James Ryan hinter den feindlichen Linien zu finden und zu retten, denn dessen drei Brüder sind allesamt auf dem Schlachtfeld ums Leben gekommen. Eine nicht nur gefährliche Aufgabe, sondern auch eine beinahe Unlösbare, mitten im Herz der Finsternis. Die acht Männer ziehen los und versuchen zu verstehen, wieso sie alle ihr Leben für einen einzigen S...
Kritik: Jarhead (USA 2005) – Jeder Krieg ist anders. Jeder Krieg ist gleich.
Filme, Kriegsfilm, Kritiken

Kritik: Jarhead (USA 2005) – Jeder Krieg ist anders. Jeder Krieg ist gleich.

Eine Geschichte: Ein Mann feuert viele Jahre mit seinem Gewehr, und zieht schließlich in den Krieg. Danach gibt er sein Gewehr in der Waffenkammer ab und denkt, dass er ab jetzt nichts mehr mit dem Gewehr zu tun hat. Doch ganz egal was er ab jetzt mit seinen Händen tut, ob er eine Frau liebt, ein Haus baut oder die Windeln seines Sohnes wechselt, seine Hände vergessen das Gewehr nie. Nachdem Sam Mendes mit seinem Debütfilm 'American Beauty' 1999 nicht nur bei Kritikern für Jubelstürme gesorgt hat, sondern auch bei den Kinogängern einschlug und unzählige Preis einstecken konnte, war jedem bewusst, dass Mendes eine der großen des Geschäfts werden könnte. Mit 'Road to Perdition' konnte er die Klasse zwar nicht nochmal erreichen, einen guten Mafiafilm inszenierte er trotzdem und gab vor...
Kritik: Rescue Dawn (USA 2006) – Der Schrei nach Freiheit
Drama, Filme, Kriegsfilm, Kritiken, Werner Herzog

Kritik: Rescue Dawn (USA 2006) – Der Schrei nach Freiheit

Leg dich nicht mit denen an, du wirst es bereuen. Wir schreiben das Jahr 2006. Wir erleben die Auferstehung von Werner Herzog im Spielfilm-Bereich. Nach der gefeierten Dokumentation 'Grizzly Man' kehrt Werner Herzog zurück in seine Welt: dem Dschungel. In 'Rescue Dawn' sehen wir das Aufeinandertreffen zweier Größen aus dem Filmbereich: der Vietnamkrieg und Werner Herzog. Und wenn Herzog sich einem Film annimmt kann man davon ausgehen, dass es (meistens) ein besonderer Film wird. 'Rescue Dawn' erfüllt diese Erwartungen, nach letzteren Enttäuschungen, mit Leichtigkeit, ist aber keines der ganz großen Meisterwerke wie wir sie von Herzog früher Regelmäßig erleben durften. Und ewig ruft der Dschungel. Diesem Ruf gibt Herzog sich nur zu gern geschlagen und dafür können wir uns wohl alle ...