Schlagwort: Amy Seimetz

Kritik: Alien: Covenant (USA 2017)
Heimkino, Kritiken, Slider

Kritik: Alien: Covenant (USA 2017)

Ich bin dein Schöpfer. Prometheus – Dunkle Zeichen sollte eigentlich das Alien-Franchise wieder gen Himmel heben. Doch viele (vielleicht sogar die meisten) waren vom Prequel enttäuscht. Logikfehler und offene Fragen wurde dem Epos vorgeworfen. Das Regisseur Ridley Scott mit dem Film eines der atmosphärisch stärksten Sci-Fi-Werke der letzten Jahre erschaffen hatte, wurde dagegen oftmals verschwiegen. Nun soll Alien: Covenant diesen Film ausbügeln, weil die Fans ihn nicht mochten. Okay. Sei es drum. Aber was Scott hier erschuf ist ein lustloses Geraffel. Ohne ein wirkliches Gespür für Flair klatscht er und seine Autoren den philosophischen Ansatz von Prometheus – Dunkle Zeichen an den müden Versuch den Horror des ersten Teils zu erzeugen und flanscht obendrauf noch ganz viel Blut, Ge...
Festivals, Specials

57. Londoner BFI Filmfestival – 3. Recap: "The Sacrament", "All Cheerleaders Die" und "Sarah prefers to Run"

Autor: Conrad Mildner Das Festival erreicht seinen Zenit und mein vorletztes Recap ist da. Es geht um böse Sekten, untote Cheerleader und eine Frau, die es vorzieht zu laufen, also alles was das Filmherz begehrt. Mehr Spannbreite geht einfach nicht! „The Sacrament“ von Ti West Es bleibt unglaublich was für einen Genre-Doppelschlag Ti West in den letzten Jahren vollführt hat. Zuerst seine beeindruckende 80er-Horror-Replik „The House of the Devil“ und gleich danach der meisterhafte Haunted-House-Film „The Innkeepers“. Die Erwartungen an seinen neuen Film konnten nicht höher sein und vielleicht hat sich der Genre-Auteur (Regie, Buch, Schnitt) mit der absichtlichen Distanzierung zu den vorherigen Filmen durch Thema und Found-Footage-Setting auch einen Gefallen getan, so dass er eben nich...
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Upstream Color (USA 2013)

Autor: Conrad Mildner "I have to apologize. I was born with a disfigurement where my head is made of the same material as the sun." An diesem Wochenende war ich mit unserem Co-Autor Florian im Kino um mir den angeblich schlechtesten Film aller Zeiten anzusehen. „The Room“ von Tommy Wiseau aus dem Jahre 2003 genießt spätestens seit dem halbstündigen Video-Verriss des NostalgiaCritic Kultstatus, inklusive mitternächtlicher Screenings und Rituale wie bei „The Rocky Horror Picture Show“. Mit Fug und Recht kann ich mich nun „glücklich“ schätzen „The Room“ gesehen zu haben, der wahrlich so schlecht ist, wie alle sagen, aber dadurch auch besonders viel Spaß gemacht hat. Nur warum beginne ich meine Kritik zu „Upstream Color“ mit einem Absatz über Tommy Wiseaus Filmdebakel? Zwei Gründe: Erstens, ...
Festivals, Specials

4. Berlinale-Recap: "Side Effects", "Das merkwürdige Kätzchen", "Don Jon’s Addiction", "Gold", "Interior. Leather Bar.", "Closed Curtain" & "Upstream Color"

Autoren: Conrad Mildner, Philippe Paturel Seit gestern ist die 63. Berlinale vorüber. Es gab viele gute und wenig schlechte Filme zu sehen. Nun folgt unser letzter Berlinale-Recap. Viel Spaß! „Side Effects“ von Steven Soderbergh Angstzustände, Schweißausbrüche, Herzklopfen machen Emily Taylor das Leben zur Hölle. Dabei sollte sich die junge Frau eigentlich freuen, wird doch ihr geliebter Mann bald aus dem Gefängnis entlassen. Nach seiner Rückkehr verschlimmert sich ihr Gemütszustand jedoch zusehends. Die verschriebenen Psychopharmaka stabilisieren sie, führen aber zu geistigen Abszenzen. Zu sehr sollte man sich nicht über „Side Effects“ informieren. Soderberghs allerletzter(?) Film ist ein waschechter Thriller mit zahlreichen Wendungen dessen stilistisches Vorbild ganz deutlich Alfred ...