Schlagwort: Daniel Radcliffe

Kritik: Die Unfassbaren 2 (USA, CHN, CAN, UK 2016)
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Kritik: Die Unfassbaren 2 (USA, CHN, CAN, UK 2016)

We are going out with a show people will never forget. Bühnenmagie kann nicht auf die Leinwand übertragen werden, jedenfalls nicht im eigentlichen Sinne. Dem Zuschauer durch vorgegebene Kameraeinstellung die Illusion zu nehmen, einen untrügbaren Blick auf das Geschehen zu besitzen, sprich Herr der Lage zu sein, ist der Tod jeder Leinwand-Zauberei. Höchstens als Gleichnis, wie in Christopher Nolans wunderbarem Drama Prestige kann der magische Funke auf den Zuschauer überspringen. Auch als an Effekten reicher Blockbuster lässt sich Bühnenmagie schwer verkaufen, da das Publikum nicht über die Magie als solche in Erstaunen versetzt werden kann, denn wer lässt sich schon durch ein paar am Computer erzeugte Zaubertricks aus dem Sessel reißen? 2013 versuchte sich Louis Leterrier (Der ung...
Kritik: Imperium (USA 2016)
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Kritik: Imperium (USA 2016)

For evil to triumph, it only takes good men... to do nothing. Imperium vereint sämtliche Vorzüge und Reize in sich, die man von einem Undercover-Thriller, eine der potentiell spannungsgeladendsten Varianten des Genres, erwarten darf. Daniel Radcliffe hat sich vom Image des milchgesichtigen Zauberlehrlings mittlerweile freigespielt und besticht hier in der Hauptrolle als von Idealen geleiteter, eher schüchterner FBI-Agent, der sich hinter einem Computerbildschirm vergraben und mit Kopfhörern durch Musik abgelenkt am wohlsten fühlt. Für einen überraschenden Auftrag muss Nate Foster sein bisheriges Verhalten allerdings von Grund auf umkrempeln, denn eine Vorgesetzte will ihn verdeckt in ein terroristisches Netzwerk einschleusen, das aus Neo-Nazis besteht und demnächst eine Anschlagsser...
Kritik: Victor Frankenstein (US 2015)
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Kritik: Victor Frankenstein (US 2015)

There is no Satan. No God. Only Humanity. Only ME! Weniger ist mehr. In diesem beliebten Ratschlag steckt einiges an Wahrheit. Wirklich beherzigen tun ihn jedoch wenige. Hier dürfte mehr also schon mehr sein. Manchmal gilt auch das ironisch verdrehte „Mehr ist eben doch mehr“, was aber nicht die Wahrheit hinter dem Ursprungsspruch diskreditiert, denn eigentlich heißt „Weniger ist mehr“ nichts anderes, als das richtige Maß zu finden. Es ist ein Gebot zur Konzentration. Und wenn ein Film reich, ja geradezu überquellend reich, an (nützlichen) Ideen ist, dann verstößt das überhaupt nicht gegen dieses oberste Credo. Mehr ist manchmal mehr, aber zu viel mehr ist es eben nicht. Leider lässt sich der neueste Revitalisierungsversuch von Mary Shelleys ikonografischem Frankenstein eher in let...
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"Horns" (CA/US 2013) Kritik – Wenn das Gute nicht hilft, muss eben das Böse herhalten

Autor: Pascal Reis „I'm gonna love you for the rest of my life.“ - „Just love me for the rest of mine.“ Dass sich hinter dem Pseudonym 'Joe Hill' der Sohnemann von Literaturikone Stephen King verbirgt, lässt sich auf dem Papier vielleicht noch verheimlichen, sieht man sich dem Mann jedoch ins Gesicht, ist die physiognomische Ähnlichkeit zu seinem renommierten Vater doch frappierend. Selbstredend verdient sich Joe Hill den Mammon ebenfalls als Schriftsteller und dass er Romane zwar toll einführen, aber nicht adäquat zum Ende bringen kann, soll er passenderweise von seinem Erzeuger geerbt haben. Stephen King ist natürlich auch in der Filmwelt seit vier Dekaden kein unbeschriebenes Blatt mehr und geschätzte Regisseure wie Brian De Palma („Carrie – Des Satans jüngste Tochter“), Stanley Kubri...
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"Harry Potter"-Retrospektive (USA/GB 2001-2004) Kritik – Von Steinen, Kammern und Gefangenen

"Harry Potter und der Stein der Weisen" (USA/GB 2001) „It does not do to dwell on dreams and forget to live, remember that.” Und wahrscheinlich ein letztes Mal zurück an die Startlinie. Alles auf Anfang. Wenn ich noch einmal die Chance hätte, „Harry Potter und der Stein der Weisen“ durch die unschuldigen Augen des überwältigten 9 Jährigen zu sehen, ich würde die Chance sofort ergreifen und mich wie im Jahre 2001 mit Sicherheit durchgehend verzaubern lassen. Heute sieht das alles natürlich ganz anders aus. Die kleineren Schwächen fallen schnell auf und leiten wieder ganz andere, schwerwiegendere Makel ein. Dabei muss man jedoch vorher erst einmal Regisseur Chris Columbus („Kevin – Allein zu Haus“) für seine Romanadaption in Schutz nehmen: Dass er mit seiner gut 150 minütigen Adaption ni...
Kritiken

"Die Frau in Schwarz" (GB 2012) Kritik – Glaubt ihr an Geistergeschichten?

"I believe the most rational mind can play tricks in the dark." Blickt der Horror-Fan auf die letzten Jahrzehnte zurück, muss er mit Bedauern feststellen, dass das Kino nur wenige sehenswerte Spukfilme hervorgebracht hat. An aller erster Stelle würden die meisten natürlich Tobe Hoopers Klassiker "Poltergeist" aus dem Jahre 1982 nennen. Vielleicht würden auch noch die Namen "The Others" oder "Bis das Blut gefriert" fallen. Und dann, ja dann hat man bereits Schwierigkeiten, weitere gelungene Spukfilme aufzuzählen. Eine Ausnahme bildet nun ausgerechnet der Film, der im vornherein mit einer schlechten Erwartungshaltung bedacht wurde, was vor allem daran liegen dürfte, dass "Harry Potter"-Mime Daniel Radcliffe die Hauptrolle in "Die Frau in Schwarz" übernommen hat. Jeder, der diese Einstellu...
Kritiken

Top Soundtrack "The Woman in Black" by Marco Beltrami

Lange genug ist es her, dass man einen guten und vor allem ein wenig innovativen Horror-Soundtrack hören durfte. Ab dem 29. März werden wir dann sehen, ob nicht nur der Soundtrack überzeugend ist, sondern uns der komplette Film das Fürchten lehren kann. Hier zwei kurze Eindrücke zu Marco Beltramis neuester Komposition.