Schlagwort: Groteske

Kritik: War Dogs (USA 2016)
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Kritik: War Dogs (USA 2016)

Everyone's fighting over the same pie and ignoring the crumbs. I live off crumbs. Es gibt eine emblematische Szene in War Dogs, die die Tonalität des Filmes adäquat auf den Punkt bringt. Während eines Ausfluges zur Waffenmesse von Las Vegas, ein regelrechtes Schlaraffenland für Narren großkalibriger Gebrauchsgegenstände, treffen die beiden Hauptakteure, Efraim Diveroli (Jonah Hill, Das ist das Ende) und David Packouz (Miles Teller, Whiplash) auf Henry Girard (Bradley Cooper, American Hustle), einem in der Branche ikonengleichen Waffenschieber, der es sogar auf die Terrorliste der Vereinigten Staaten geschafft hat. Efraim jedenfalls stellt diese sinistre Erscheinung aus dem Off als jene Person vor, die 2006 den Strick für Saddam Husseins Hinrichtung besorgt hat. Hier geht es nicht mehr ...
Kritik: The Comedy (USA 2012)
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Kritik: The Comedy (USA 2012)

I didn't realize you were so funny! Man kann teilweise kaum hinschauen, schüttelt sich, weil man von den Szenen angewidert ist und sich irgendwann am liebsten irgendwo in Sicherheit flüchten möchte. Es sind Gefühle, die so sonst nur von extremen Horrorfilmen erzeugt werden, doch Rick Alversons Werk ist ein Drama, mit dem noch dazu frech-provokanten Titel The Comedy. Der Regisseur mutet dem Betrachter einen Blick ins momentane Williamsburg zu, der Hipster-Hochburg New Yorks, in der sich zwischenmenschliche Abgründe auftun. Die von Tim Heidecker grandios und beängstigend zugleich gespielte Hauptfigur ist ein 35-jähriger Mann, der mit dem Geld des im Koma liegenden Vaters täglich, und damit ist wirklich jeder Tag gemeint, durch die Gegend schlendert, auf einem Boot übers Meer schippert, A...
Kritik: Yakuza Apocalypse: The Great War of the Underworld (JP 2015)
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Kritik: Yakuza Apocalypse: The Great War of the Underworld (JP 2015)

There was a time when being a man meant being Yakuza. Takashi Miike zählt unbestritten zu den extremsten und unkonventionellsten Filmemachern unserer Zeit. Das japanische Enfant-Terrible des Kinos hat sich in seiner jahrzehntelangen Regie-Karriere, beginnend Anfang der 90er Jahre, in einen regelrechten Rausch gearbeitet und Film auf Film abgedreht. Dabei ist es nicht nur die schwindelerregende Produktivität, die Miike auszeichnet, sondern auch sein ungeahnter Facettenreichtum, mit dem er durch die verschiedensten Genres wütet und beispielsweise unterhaltsame Kinderfilme schuf, aber auch rasende Splatter-Fantasien, die einem mit ihrer schrillen Absurdität gehörig den Kopf verdrehten. Auch nach ungefähr hundert Arbeiten gibt sich der Regisseur so unermüdlich wie eh und je und zeigt l...