Schlagwort: James Gandolfini

Kritiken

"Violet & Daisy" (USA 2011) Kritik – Hanni und Nanni: Die Todesengel von morgen

Autor: Pascal Reis "Wir sind nicht hier um ihre Badewanne zu schrubben." Es sorgt immer wieder für großes Aufsehen, setzt man Schauspieler auf einen Rollentypus an, der für ihr Alter weder passend, noch aus pädagogischer Sicht in irgendeiner Art und Weise angebracht scheint. Man erinnert sich da an Wes Andersons filmgewordene Prätention „Moonrise Kingdom“, in dem ein Mädchen, mit den Zehen quasi noch in den Kinderschuhen steckend, für ihren Fluchtkumpanen und Herzallerliebsten, ebenfalls noch reichlich bubenhaft, vor idyllischem Strandpanorama als Fotomodell posiert und agiert. Für noch mehr Trubel und Furore zeigte sich Matthew Vaughns in der Realität angesiedelten Comic-Adaption „Kick-Ass“ aus dem Jahre 2011 verantwortlich, in dem sich die damals 11-jährige Chloe Grace Moretz im haut...
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Zero Dark Thirty (USA 2012)

Autor: Conrad Mildner "I'm the motherfucker that found him." Wo waren sie am Tag als Osama Bin Laden starb? Eine Frage die ähnlich bedeutend erscheint, wie das oftmalige Rekapitulieren des 11. Septembers 2001. Eine Katastrophe, die buchstäblich die Welt erschütterte und fast jeder kann sich daran erinnern, wo er an diesem Tag die ersten Bilder gesehen hat. Danach war vieles anders. Das globale Feindbild des islamistischen Terrors war geboren und zwei Angriffskriege folgten. Der Islam rückte urplötzlich in ein unrühmliches Licht. Islamophobie und Sarrazin waren die schreckliche Folge. All diesen komplexen, politischen und gesellschaftlichen Ereignissen zollt Kathryn Bigelows neuer Film „Zero Dark Thirty“ zu keiner Sekunde Tribut. Es interessiert ihn nicht. Der Film erzählt stringent und ä...
Kritiken

"Killing Them Softly" (USA 2012) Kritik – Brad Pitt rechnet ab

"I like to kill them softly..." Andrew Dominik gehört wohl zu den unterschätztesten Filmemachern unserer Zeit. Nach dem psychodelischen Gefängnisthriller „Chopper“ mit einem großartigen Eric Bana in der Hauptrolle, folgte Dominiks eigentlicher Geniestreich, denn mit „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ lieferte der junge Regisseur einen vielschichtig wie handwerklich perfekten Western ab, der zwar an den Kinokassen floppte, jedoch im Nachhinein zum Western-Geheimtipp avancierte. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an Andrew Dominiks neustes Werk „Killing Them Softly“, zumal dieser harte Gangster-Thriller auf dem Roman „Cogan's Trade“ des legendären Krimi-Autoren George V. Higgins basiert. Ideale Voraussetzungen also für den australischen Regisseur und auch...