Schlagwort: Julianne Moore

Kritiken

"Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1" (USA 2014) Kritik – Das Gesicht der Revolution

Autor: Pascal Reis „If we burn, you burn with us!“ Am Firmament tut er sich auf, wie ein Funken, der einem Feuerstein vergeht, der Hoffnungsschimmer, der leise säuselt, aber doch klar vernehmbar bleibt: Vielleicht findet die „Die Tribute von Panem“-Reihe nun doch noch in eine kinematographische Spur, die einem erwachsenen, einem weniger an Poster-Boy-&-Girl-Attitüden gelegenen Publikum durchaus gefällt. Nachdem „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ (2012) und „Die Tribute von Panem – Catching Fire (2013) zwar kommerziell die Kinokassen zum Zerbersten brachten und somit den florierenden Trend der Young-Adult-Dystopien durch ihren immensen Erfolg ebenfalls in den Lichtspielhäusern dieser Welt etablierte (Epigonale Frustration: „Seelen“, „Divergent – Die Bestimmung“, „Hüter der Erinner...
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Maps to the Stars (CA, US 2014)

Autor: Conrad Mildner "Niemand tritt zufällig in unser Leben. Wir rufen ihn vielmehr." Scheinbar minütlich werden neue Sterne geboren. Klatschmagazine, Promizeitschriften und Boulevardsendungen sind bevölkert von allerhand „Stars“. Sie laufen förmlich über. Deswegen ist es auch wichtig stetig zu erneuern. Newcomer kommen, andere stürzen ab, werden ausgesiebt, für tot erklärt, nur um dann an bei ihrem wirklichen Tod eine frenetische Überhöhung zu erfahren. Dabei gibt es gar keine Stars mehr. Aus den Halbgöttern sind Avatare, Marken und Images geworden. Wer himmelt denn noch Menschen auf der Leinwand an? Wer himmelt überhaupt noch die Leinwand an? Digitale Bilder auf weißen Laken kann man doch auch zuhause haben. Der Trailer zur Adaption des Buchbestsellers „Fifty Shades of Grey“ erlangt ...
Kritiken

"Auf der Flucht" (USA 1993) Kritik – Tommy Lee Jones jagt Harrison Ford

"Ich verlange von jedem, dass er jede Tankstelle, jedes Haus, jedes Lagerhaus, jeden Bauernhof, jeden Hühnerstall, jeden Schuppen und jede Hundehütte in dieser Gegend gründlich durchsucht. Alle 15 Meilen werden Kontrollpunkte eingerichtet. Der Name des Flüchtigen ist Dr. Richard Kimble. Schnappt ihn euch!" Die 1990er Jahre waren natürlich nicht nur aus musikalischer Sicht ziemlich interessant, wegweisend und nicht selten auch etwas schräg, sondern auch in der Filmwelt tat sich mal wieder so einiges. Meilensteine wurden geboren, die heute nicht umsonst als moderne Klassiker gelten, insbesondere im Action- und Thriller-Genre wurden doch gewaltige Schritte nach vorne gemacht. Man denke nur an Werke wie "Terminator 2", "Sieben", "Mission: Impossible", "Speed", "Heat", "Face/Off", "Leon –...
Kritiken

"Crazy, Stupid, Love." (USA 2011) Kritik – Love is all around

"Sag ihr, sie ist die perfekte Mischung aus sexy und süß, Arschloch." Romantische Komödien sollten den Kinogängern inzwischen eigentlich überdeutlich aus dem Halse hängen, denn in dem Ausmaß, in dem wir heutzutage mit diesen „RomComs“ konfrontiert wird, sollte allmählich Schluss sein mit der konstruierten Langeweile, die einfach rein gar nichts neues bietet und sich in den alten, schmalzigen Klischees verliert, um sich dann auch noch mit Kitsch zu bedecken. Ein Graus für jeden männlichen Kinobesucher, ein Fest für die Frauenwelt und das offensichtliche Erfolgsrezept für das erste Date, um den Arm langsam um die Begleitung zu legen und den Verlauf des Weiteren abends ebenfalls in rosige Aussicht zu stellen. Frischer Wind muss also endlich hier, wobei die Liebesthemen gar nicht das Proble...
Kritiken

"Hannibal" (USA 2001) Kritik – Ein letztes Wiedersehen mit dem genialen Kannibalen

"Unsere Narben haben die Angewohnheit uns daran zu erinnern, dass die Vergangenheit Realität war!" Mit 'Das Schweigen der Lämmer' gelang Jonathan Demme 1991 einer der größten Erfolge überhaupt. Seine Verfilmung des gleichnamigen Bestseller um den inzwischen bekanntesten Kannibalen der Filmgeschichte gewann die fünf wichtigsten Oscars und gilt heute bereits längst als Klassiker. 1986 verfilmte Michael Mann mit 'Manhunter' zwar den zweiten Teil der Hannibal-Reihe, blieb damit aber leider viel zu unbeachtet. Dann kam das Jahr 2001 und der nächste Hannibal-Film, der auch gleichzeitig den letzten Teil der Buchreihe darstellte, stand vor der Tür. Mit 'Hannibal' musste sich der britische Regisseur Ridley Scott natürlich den klaren Qualitätsvergleichen mit 'Das Schweigen der Lämmer' unterziehen...
Kritiken

"Boogie Nights" (USA 1997) Kritik – Aufstieg und Fall in der Welt des Pornos

"Jeder Mensch ist mit etwas Besonderem gesegnet!" Im Jahr 1992 konnte ein Mann endlich richtig auf sich aufmerksam machen. Paul Thomas Anderson, der mit seinem durchaus gut besetzten Debütfilm 'Last Exit Reno' noch nicht eingeschlagen konnte, sorgte mit 'Boogie Nights' für viel Aufsehen und wurde zu Recht von allen Seiten reichlich gelobt. Anderson inszeniert mit seinem zweiten Langfilm einen authentischen und ehrlichen Blick in die Pornoindustrie der 70er und 80er Jahre und mischt dabei gekonnt Humor mit Tragik. Was 'Boogie Nights' wirklich meisterhaft gelingt, ist das Erzeugen von Atmosphäre und das Einfangen der Stimmung der 70er und 80er Jahre. Dazu tragen natürlich die exzellenten Fotografien von Robert Elswit an erster Stelle bei, die das Flair dieser Jahre in jeder Szene voll au...