Schlagwort: Krimi

Kritiken

"Hollywood Cops" (USA 2003) Kritik – Diese Cops kann man vergessen

"I don't wanna be a cop anymore." Joe Gavilan und K.C. Calden sind beides Polizisten und Partner. Ihr Arbeitsgebiet: Hollywood, Los Angeles. Da wo die Stars und Sternchen residieren, die Sonne aus allen Portemonnaies strahlt und sich eine Villa an die nächste prachtvolle Villa reiht. Aber natürlich geht es in dieser glamourösen Ecke auch nicht immer sorgenfrei her, denn das Verbrechen kennt auch dort keine Gnade und zieht seine Wellen. Eine Rapgruppe kommt bei einem Attentat schrecklich ums Leben und Joe und K.C. müssen die Drahtzieher ausfindig machen, doch das ist gar nicht so einfach, denn die beiden unterschiedlichen Cops haben auch noch Nebenjobs, bei denen sie auch immer ansprechbar sein müssen: Joe ist Immobilienmakler und K.C. verdient nebenbei noch Geld als Yogatrainer, möchte ...
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"Angel Heart" (US/CA/GB 1987) Kritik – Eine diabolische Suche nach der Wahrheit

"Das Fleisch ist schwach, Johnny, nur die Seele ist unsterblich." Wenn man an einen Superstar denkt, der seine extreme Karrierebruchlandung selbst verursacht hat, dann hämmert sich sofort Mickey Rourke ins Gedächtnis. In den 80er Jahren ein Vorbild, von der Frauen umschwärmt, von den Männern als kerniger Draufgänger akzeptiert und von den Kritikern für seine Präsenz und Authentizität hochgelobt. Doch Rourke hatte noch eine andere Leidenschaft neben dem schauspielern: Das Boxen. Und mit dem Kampfsport begann dann auch sein Fall. Er ließ sich sein Gesicht immer wieder aufs Neue demolieren, wollte sich dieses dann durch unzählige Schönheitsoperationen wieder richten lassen und erkannte sich kurze Zeit darauf selber nicht mehr im Spiegel wieder. Ein straffer Rourke, dessen Gesicht jegliche ...
Klassiker-Tipp der Woche „Lautlos wie die Nacht“ (FR/IT 1963) Kritik – Der letzte Coup
Französischer Film, Krimi, Kritiken

Klassiker-Tipp der Woche „Lautlos wie die Nacht“ (FR/IT 1963) Kritik – Der letzte Coup

Es fällt dir wohl schwer, ein bisschen nett zu sein. Wenn man seinen Blick einmal durch die vergangene Filmgeschichte laufen lässt, dann kann man in jedem Jahrzehnt ganz große Sternstunden vorfinden. Wenn man sich allerdings das Land Frankreich herauspickt und sich auch mit den großen Filmen dieses Landes in der Vergangenheit beschäftigt hat, dann wird man schnell beeindruckt sein, welch kontinuierliche Qualität uns die Regisseure und Schauspieler immer wieder gezeigt haben. Man muss dazu natürlich noch sagen, dass Frankreich nach wie vor immer wieder Meisterwerke auf die Welt loslässt und nicht wie Deutschland, die Klasse ihrer Regisseure und Filme in den Anfängen der 1990er Jahre vollkommen aus den Augen verlor und sich inzwischen mit Til Schweiger und Matthias Schweighöfer selb...
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"Tödliche Entscheidung" (USA 2007) Kritik – Sidney Lumet verabschiedet sich mit einem meisterhaften Knall

"May you be in heaven half an hour, before the devil knows you're dead. Am 9. April 2011 wurde die Filmwelt von tiefer Trauer und Bestürzung überdeckt, denn eine der großen Regielegenden der Geschichte unterlag ihrem Lymphdrüsenkrebs und starb im stolzen Alter von 86 Jahren. Die Rede vom unvergesslichen Sidney Lumet, der uns einige unsterbliche Klassiker schenkte und immer ein Teil des Filmes bleiben wird, auch nach seinem Tod. Zu seinen großen Meisterwerken zählt sein Debütfilm "Die zwölf Geschworenen", das Polizisten-Drama "Serpico", das Drama "Hundstage" und der Polit-Thriller "Network". Wer diese Filme gesehen hat, der wird wohl bedingungslos zustimmen, dass Lumet sein Handwerk exzellent verstand und sich nie vor kritischen Themen gescheut hat. Lumet konnte gesellschaftlichen Proble...
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"From Hell" (USA 2001) Kritik – Johnny Depp auf der Suche nach Jack the Ripper

"Wir befinden uns hier an der extremsten Grenze des menschlichen Verstandes. Einem strahlend hellen Abgrund, wo der Mensch sich selbst begegnet." Legenden um den berühmt berüchtigten Serienmörder Jack the Ripper gibt es unzählige. Während des 19. Jahrhundert hat ein bis heute unbekannter Mann mehrere Prostituierte in London bestialisch umgebracht. Der Name Jack the Ripper kam durch einen anonymen Brief zustande, der an die Central News Agency geschrieben wurde, der Verfasser des Briefes betitelte sich selbst als Mörder und das legendäre legte Pseudonym er sich dabei selber auf. Bis heute zählen die Ripper-Morde, genau wie der Jimmy Hoffa-Fall und die Vorfälle in Hinter Kaifeck zu den interessantesten und meistdiskutiertesten Kriminalfällen überhaupt. Verdächtige gab es unzählige, Identit...
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"Die nackte Kanone" (USA 1988) Kritik – Der speziellste Polizist der Spezialeinheit

"Wenn ich das nächste Mal auf jemanden schießen will, darf ich das nur noch in meinen eigenen vier Wänden machen. Ich hoffe, es wird dann ein Einbrecher sein und kein Bekannter wie bei meinem Polterabend." Polizisten, Cops, Bullen, Polypen, Gesetzes- und Ordnungshüter und für viele auch Spielverderber. Man kann sie nennen, wie man will, doch ohne sie wäre die Filmwelt nicht die, die sie heute ist. Polizisten sind seit jeher ein wichtiger Bestandteil der Filmgeschichte und ihr Auftreten lässt sich immer wieder aufnehmen und in die verschiedensten Charaktergruppen einordnen. Die großen Helden des Genres sind wohl Bruce Willis als John McClane in 'Stirb langsam', Al Pacino als Frank Serpico in 'Serpico', Clint Eastwood als Harry Callahan in 'Dirty Harry', Steve McQueen als Frank Bullitt in...
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"Der Name der Rose" (FR/IT/DE) Kritik – Theologie, Philosophie und Ketzerei

"Glaubt Ihr, dass dies ein von Gott verlassener Ort ist?" - "Kannst du mir einen Ort nennen, an dem Gott sich je zuhause gefühlt hätte?" Jeder Romanautor würde sein eigenes Werk ohne lange zu überlegen als unverfilmbar bezeichnen. Einfach weil die Schreiber der Meinung sind, ihre eigenen Worte und Gedanken lassen sich nicht in die Lichtspielhäuser aller Welt übertragen und würden im schlimmsten Film sogar noch das Buch besudeln. Man muss dementsprechend immer eine klare Trennlinie zwischen Buch und Film ziehen, doch man darf Filme nicht von vornherein zerreißen, nur weil man großer Anhänger des Buches ist. Im Gegenteil, denn oft genug wurde man schon eines besseren belehrt, selbst wenn es sich nur um Kurzgeschichten oder Novellen dreht. 'Uhrwerk Orange', 'Eyes Wide Shut', 'Into the Wild...
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"Cruising" (USA 1980) Kritik – Tolle Atmosphäre, lahme Story

"Es steckt eine Menge in mir, was du nicht weißt..." William Friedkin und Al Pacino machen zusammen einen Film. Das konnte ja eigentlich nur gut werden, so dachte man sich wegen der großen Namen 1980 jedenfalls, als sich der gemeinsame Thriller 'Cruising' ankündigte. Friedkin war längst ein namhafter Könner der Branche und hatte vorher mit 'Der Exorzist' und 'French Connection' zwei Meilensteine inszeniert. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen an seinen neuen Film. Dazu noch der grandiose Charakterdarsteller Al Pacino, der sich mit 'Der Pate I' & 'Der Pate II', 'Serpico' oder 'Hundstage' in die Ewigkeit spielte. Schiefgehen konnte doch eigentlich nichts. Oh doch, und zwar so einiges. 'Cruising' ist mit Sicherheit kein schlechter Film, doch für die Verhältnisse eines William Friedk...
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"Zodiac" (2007) Kritik

Vielen, vielen Dank Herr Fincher für eine Runde genüsslichen Halbschlafs! Diese 2,5 Stunden hätte ich wirklich besser investieren können. Das war mal wieder nichts, niente, nada. "Zodiac" fängt zwar mit toll ausgeleuchteten und sehr atmosphärische Szenen an, ich dachte sogar kurze Zeit, ich würde gleich Zeuge von etwas Großartigem werden. Leider verliert sich die anfangs vielversprechende Geschichte sehr schnell in bedeutungsarmen Dialogen, solidem Schauspiel, langweiligen Sets und einer Menge Langatmigkeit und Langeweile. Das komische daran ist, dass Fincher doch eigentlich wissen müsste, wie man für Spannung sorgt, da er es 12 Jahre zuvor mit "Se7en" eindrucksvoll bewiesen hat. Anstattdessen drehen sich die Ermittler im Kreis auf der Suche nach dem Serienkiller Zodiac, der die amerika...