Schlagwort: Liam Neeson

Filme, Filmkritiken, Heimkino

Kritik: 96 Hours – Taken 2 (FR 2012)

"Hör mir bitte zu Kim! Deine Mutter und ich werden entführt." Es kommt nicht oft vor, dass man einen Film sieht, der die eigenen Erwartungen mehr als übertrifft. „96 Hours“, oder schlicht „Taken“, war damals so ein Film. Wer hätte gedacht, dass der bisher einzig auf Charakterrollen adressierte Liam Neeson glaubhaft zum Sly Stallone der Gegenwart avanciert. Die klare Regie und ein Drehbuch ohne viel Firlefanz machten den astreinen, schlanken, aber äußerst kompromisslosen Vigilante-Thriller erst möglich. Der Erfolg war enorm, eine Fortsetzung wohl unausweichlich. Der Ironie des Schicksals ist es nun auch geschuldet, dass meine Erwartung dem zweiten Teil gegenüber weit untertroffen wurde. Nicht, dass ich etwas genauso gutes vermutet hätte, aber dass „96 Hours - Taken 2“ genauso unbeholfen ...
Kritik: Tatsächlich… Liebe (GB 2003) Kritik – All you need is Love
Filmkritiken, Komödie

Kritik: Tatsächlich… Liebe (GB 2003) Kritik – All you need is Love

Weißt du, ich habe gemerkt, dass ich mich irgendwie... zu dir hingezogen fühle. - Unglaublich. Zwei Minuten bei Elton John und du bist schwul wie zehn Friseure. Und wieder einmal sind wir bei dem elendigen Thema der romantischen Komödien angekommen, die sich für Dates sicher eignen, doch darüber hinaus rein gar nichts abliefern. Jedoch muss man zwischen den verhassten RomComs und den Filmen über die Liebe klar unterscheiden, und damit sind jetzt nicht mal Sachen wie Blue Valentine oder 500 Days of Summer gemeint, die sowohl die Vorteile und schönen Dinge in einer Beziehung zeigen, als auch die Schattenseiten beleuchten, Blue Valentine natürlich einige Ecken konsequenter und zermürbender. Ein interessanter Mann aus dem RomCom-Bereich, der dennoch nicht in der nervigen Liga spielt, ist de...
Filmkritiken

"Gangs of New York" (USA 2002) Kritik – Amerika wurde in den Straßen geboren

"Wenn man einen König ermordet, dann erdolcht man ihn nicht in einer finsteren Ecke. Man tut es da, wo der gesamte Hofstaat ihm beim Sterben zusehen kann." Im Jahre 2002 durfte die Filmwelt den Anfang einer großen Zusammenarbeit erleben, die die Welt noch einige Male begeistert hat und auch begeistern wird. Die Rede ist von Regisseur Martin Scorsese und dem Schauspieler Leonardo DiCaprio. Heute zählen beide zu den bedeutendsten Akteuren in ihren Bereichen, Scorsese natürlich auch schon im Jahre 2002, denn mit Filmen wie "Taxi Driver" und "GoodFellas" machte er sich schon zur Legende, bei DiCaprio war das jedoch ein bisschen anders. Die Meisterleistung in "Gilbert Grape" lag schon einige Jahre zurück und DiCaprio eignete sich ein Schönling-Image an, welches ihn durch die Filme "Romeo & J...
Filmkritiken

"The Mission" (GB 1986) Kritik – Robert De Niro und Jeremy Irons im Kampf um die Menschenwürde

"Keine Buße ist hart genug für mich." Der britische Regisseur Richard Joffé mit französischen Wurzeln, zählt zu den unkonventionellen Filmemachern, die dem breiten Publikum eigentlich kein Begriff sein sollte. Das liegt an seiner Art Filme zu inszenieren, denn mit Werken wie dem Anti-Kriegsfilm "The Killing Fields", dem Polit-Thriller "Der Schattenmacher" und der Romanverfilmung "Der scharlochrote Buchstabe", hat sich Joffé nie in den Vordergrund gedrängt und sich zum Publikumsmagneten gemausert, dafür aber die Kritiker mit seinen ganz eigenen Inszenierung zufriedengestellt. Sein großes Jahr als Regisseur hatte Joffé jedoch im Jahre 1986, als er seinen Film "Mission" herausbrachte. Es regnete Nominierungen für große internationale Filmpreise, darunter gleich 7 Stück für den Oscar, 5 für...
Filmkritiken

"Zorn der Titanen" (USA 2012) Kritik – Götter im Familienstress

"Götter sterben nicht." – "Inzwischen schon." 'Kampf der Titanen' war 2010 zwar ein kommerziell recht erfolgreicher Film, doch als unterhaltender Blockbuster ein Totalausfall und gleich einer der miestesten der letzten Jahre. Die Kritiker verhassten und verteufelten ihn und das Publikum ging mit einem großen Gähnen und hämmernden Kopfschmerzen aufgrund des furchtbar schlechten 3D-Effektes aus dem Kino. Alles in allem war das ein schwerer Griff in die Keramikschüssel und hatte rein gar nichts mit Titanen zu tun. 2 Jahre später kam der Nachfolger mit 'Zorn der Titanen' in die Kinos und nicht nur der Titel hat sich verändert, sondern auch ein anderer Regisseur durfte auf dem Stuhl platznehmen, nachdem der Franzose Louis Leterrier 'Kampf der Titanen' so richtig verbockt hatte. Nun war er der ...
Filmkritiken

"Kampf der Titanen" (USA 2010) Kritik – Von Titanen ist hier keine Spur

"Befreit den Kraken!" Blockbuster sind genau die richtigen Filme, die man sich im Kino anschauen sollte. Aber was versteht man überhaupt unter dem Begriff Blockbuster und welche Filme sind Teil von ihm? Ein Blockbuster ist vor allem ein Film, der Unmengen von Produktionskosten verschlingen kann und Special-Effects zeigt, die nicht nur atemberaubend sind, sondern auch revolutionär. Filme, die das Mainstream-Publikum dienen, die allein der Unterhaltung wegen gemacht sind und niemanden nach dem Ende noch wirklich nachdenklich stimmen oder gar in irgendeiner Form verletzten oder beschäftigten. Ein prophezeiter Kassenschlager und Publikumsmagnet, der die Kosten ohne Probleme wieder einspielen wird und sicher auch noch übertrifft. Vertreter dieser Blockbuster sind zum Beispiel Filme wie 'Ince...
Filme, Filmkritiken, Heimkino

Kritik: 96 Hours USA/FR 2008)

"... aber was ich habe, sind ganz besondere Fähigkeiten." Bryan Mills (Liam Neeson) ist Geheimagent im Ruhestand. Als seine Tochter bei einem Paris-Ausflug verschleppt wird, fliegt er nach Europa und macht sich auf die Jagd nach den Tätern. Liam Neeson spielt so als hätte man ihn nie in anderen Rollen gesehen. Souverän verkörpert er den Actionhelden als verletzliche Gestalt. Ein Schwarzenegger und Stallone hätten das nicht spielen können, allein von der Statur. Neesons Figur löst seine Probleme mit Intuition, Schnelligkeit und Erfahrung, selten mit Kraft. Den Muskelbepackten Actionstars der Alt-Zeit hätte man den gebrochenen CIA-Agenten im Ruhestand nicht abgekauft. Neeson dagegen ist schlank wie eine Gräte, drahtig möchte man sagen. Sein Gesicht ist verhärmt, schmal und faltig. Ein Be...
Filmkritiken

"Battleship" (USA 2012) Kritik – Die nächste Alien-Invasion naht, nur hat sie dieses Mal Erfolg?

"Wir werden alle sterben...jeder von uns wird sterben...wir alle werden es: Sterben. *pause* Aber nicht heute!" *BOOOOM* Wer liebt das Spiel nicht, Schiffe versenken. Bis heute ein toller Zeitvertreib, geprägt durch Spannung und Spass und eine Prise Scharfsinn sollte man auch mit an Bord haben. Diese drei S lässt "Battleship" jedoch nicht nur schmerzlich missen, sondern es wird einem zudem eine hanebüchene Szene nach der anderen aufgetischt. Das Grauen findet leider erst nach zähen 130 Minuten Actioneinerlei in einem von Pathos durchtränkten Finale und einer anschließenden Navy-Ehrung ein Ende. Aber mal von vorne. Nachdem ich das grottigste Intro des Jahres ertragen hatte, so dachte ich zumindest, würde der Film noch ein bisschen besser werden. Allerdings schafft es Regisseur Peter Ber...
Filmkritiken

"The Grey" (USA 2012) Kritik – Liam Neeson im Kampf um das Überleben

"Once more into the fray, into the last good fight I’ll ever know. Live and die on this day…" Von Regisseur Joe Carnahan weiß man nie so genau, was einen als nächstes erwartet. Sein bester Film, der Cop-Thriller 'Narc', liegt nun auch schon bald 10 Jahre zurück. Danach kamen das hyperaktive Feuerwerk 'Smokin' Aces' und die Serienverfilmung von 'Das A-Team'. Sehenswert waren beide nicht wirklich und außer viel Geballer gab es nichts zu sehen. Jetzt steht das heißerwartete Survival-Drama 'The Grey', basierend auf der Kurzgeschichte von Ian McKenzie Jeffers, vor der Tür. Carnahan inszeniert endlich wieder einen guten Film, schöpft aber nicht seine ganzen Möglichkeiten aus. An erster Stelle muss man sagen, ohne dabei zu übertreiben: 'The Grey' ist exzellent fotografiert. Die Aufnahmen der ...