Schlagwort: Luke Evans

Kritik: Fast & Furious 8 (US 2017)
Kritiken

Kritik: Fast & Furious 8 (US 2017)

Ich habe die dritte Regel verstanden. Es gibt keine Regeln. Schon längst ist aus fast, faster, fastest ein bulliges big, bigger, biggest geworden. Teil 8 macht da keine Ausnahme. Es regnet Autos zu dutzenden von Dächern, italienische Sportwagen schlittern über sibirisches Eis und die „Familie“ liefert sich ein Wettrennen mit einem Atom-U-Boot. Dass die Reihe längst keine Grenzen mehr kennt ist klar und wird hier erneut unter Beweis erstellt. Diesmal übernahm Regie-Handwerker F. Gary Gray das Regiezepter. Er drehte bereits in The Italian Job mit Jason Statham und Charlize Theron zusammen und auch mit Vin Diesel sammelte er Erfahrungen bei dem wenig erinnnerungswürdigen Thriller Extreme Rage. Dank Gray auf dem Regiestuhl wirkt der Film wesentlich kompakter, konzentrierter und katalytisch...
Kritik: Die Schöne und das Biest (USA 2017)
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Die Schöne und das Biest (USA 2017)

Eine Geschichte so alt wie die Zeit und die einfach nicht tot zu kriegen ist. Die Anzahl der Adaptionen der klassischen Märchengeschichte vom Biest und der Schönen hat in den letzten Jahren spürbar zugenommen. Wirklich im (filmischen) Gedächtnis geblieben, sind allerdings nur Disneys Zeichentrickversion von 1991 und Jean Cocteaus La Belle et la Bête aus dem Jahr 1946, der wiederum alle nachkommenden Verfilmungen, inklusive des Disneyfilms, stark beeinflusste. So gesehen befinden wir uns bereits in einem engen Netz von sich aufeinander beziehenden Texten, das so deutlich mit dem Kino verwoben ist wie bei keiner anderen Märchengeschichte. Nüchtern betrachtet sollte eine weitere Verfilmung des Stoffes keine großen Erschütterungen erzeugen. Bill Condons "Real"-Verfilmung ist aber keine weite...
Kritiken

"Dracula Untold" (USA 2014) Kritik – Zahnlose Geburtsstunde des Fürsten der Dunkelheit

Autor: Pascal Reis „What kind of man crawls into his own grave in search of hope?“ Mit weit über 250 Auftritten in den verschiedensten Filmen zählt Graf Dracula wenig überraschend zu den prominentesten Literaturfigur, die jemals ihr Unwesen auf der Leinwand treiben durften. Die Qualität der jeweiligen Werke lässt sich wohl in jeder Güteklasse antreffen, vom miserablen Trash, zur zielgruppenorientierten Nullnummer bis hin zur fundierten Meisterleistung. Den Grafen respektive den Fokus der Narration jedoch erleben wir immerzu in einer Phase, in der die Metamorphose vom Menschen zum Fürsten der Dunkelheit längst abgeschlossen scheint. Es ist die mühsame Akzeptanz der eigenen Untersterblichkeit, den der dramaturgischen Effekt ins Visier nimmt, Gesetz dem Fall, man manifestiert Dracula als ei...
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"Fast & Furious 6” (USA 2013) Kritik – Schneller und wilder als jemals zuvor

Autor: Philippe Paturel „You don't turn your back on family, even when they do." So schnell kann es also gehen. 12 Jahre nach dem Franchise-Auftakt "The Fast and the Furious" startet nun bereits der sechste Teil der beliebten Car-Chase-Reihe in den Kinos. Nachdem Justin Lin mit den letzten beiden Teilen jedoch das Franchise wieder in Freude bringende Bahnen lenkte, ist "Fast & Furious 6" nun wieder ein kleiner Rückschritt geworden, nicht minder unterhaltsam, aber mit 130 Minuten für einen Actionfilm deutlich zu lang geraten. Eigentlich hatten sich Toretto (Vin Diesel) und O'Conner (Paul Walker) fest vorgeschrieben, ihre kriminelle Vergangenheit an den Nagel zu hängen. Doch wie es das Schicksal so will, erscheint FBI-Agent Luke Hobbs (Dwayne Johnson) bei Toretto. Mit dabei hat er ein Phot...
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"The Raven" (HU/ES/US 2012) Kritik – John Cusack wird zu Edgar Allan Poe

"Wie es scheint, diente meine Erzählung als Inspiration für ein reales Verbrechen." In jedem künstlerisch wertvollen Bereich gibt es die unumgänglichen Vorbilder, an denen sich jeder aufstrebende Stern orientiert und gerne auch ein stückweit abkupfert, um seinen eigenen Horizont mit den Gedanken der alten Helden zu verknüpfen und im besten Fall seinen ganz eigenen Stil zu finden. Im filmischen Bereich würden da zum Beispiel Namen wie F.W. Murnau („Nosferatu“), Luis Buñuel („Ein andalusischer Hund“) und Alfred Hitchcock („Psycho“) genannt werden. Begeben wir uns in die Sparte der großen Weltliteratur, dann dauert es nicht lange, bis uns Gesichter wie Johann Wolfgang von Goethe, Charles Baudelaire und Ernest Hemingway entgegenblicken. Dabei darf jedoch ein Mann ebenfalls nicht vergessen ...