Schlagwort: Michael Douglas

Kritik: Ant-Man and the Wasp (USA 2018)
Action, Filme, Heimkino, Kritiken, Science Fiction / Fantasy

Kritik: Ant-Man and the Wasp (USA 2018)

Do you guys just put 'quantum' in front of everything? Mit Ant-Man and the Wasp bewegen sich die Verantwortlichen aus dem Marvel Cinematic Universe (MCU) atmosphärisch sofort wieder aus jenen unerwartet dunklen Sphären heraus, die Avengers 3: Infinity War zuletzt heraufbeschworen hat. Vollständig von der Bildfläche verschwunden ist der Titan Thanos, welcher die Zukunft des MCU nach einem weitestgehend ernsten Blockbuster, in dem Leben ebenso auf dem Spiel standen wie beendet wurden, mit einem gewaltigen Cliffhanger in purer Ungewissheit hinterließ. Dramatisch wird es zu Beginn der Ant-Man-Fortsetzung höchstens, wenn dem von Paul Rudd erneut sympathisch gespielten Scott Lang die Ideen ausgehen, wie er sich die Zeit während seines gerichtlich angeordneten Hausarrests vertreiben soll. Die ...
Kritik: Unlocked (GB 2017)
Filme, Heimkino, Kritiken, Slider

Kritik: Unlocked (GB 2017)

We are all in god's hands now. Die Angst vor Terrorismus überwiegt in Deutschland. Das jedenfalls möchte eine Langzeitstudie ermittelt haben. Dass es sich dabei mit Sicherheit nicht um eine aus der Luft gegriffene Erkenntnis handeln mag, macht sich selbstverständlich nicht nur in Deutschland bemerkbar, sondern auf der ganzen Welt, indem Landesoberhäupter an die Spitze gewählt werden, die nur äußerst wenig von Diplomatie verstehen, dafür aber mit verschärfter Rhetorik versprechen, die eigenen Ängste durch ihre Regierungsadministration entschieden zu reduzieren. Angst allerdings ist nicht nur Nährboden für Gewalt und Trotzreaktionen, sondern auch eine Quelle der Inspiration, wie das Kino seit jeher bewiesen hat. Und der Terrorismus spielt dort innerhalb des Kinos natürlich schon seit ...
Kritiken

„Last Vegas“ (USA 2013) Kritik – Robert De Niro und Co lassen die Fetzen fliegen

Autor: Jan Görner „I’m gonna go find some water, take all my damn pills then we’re gonna get this damn party started.“ Dass sich die Generation 60 Plus schon lange zur marktrelevanten Zielgruppe gemausert hat, erkennt auch, wer sich die Kinospielpläne der letzten Jahre ansieht. Neudeutsch als „Bestager“ bezeichnet genießen Senioren in „Best Exotic Marigold Hotel“ den Ruhestand oder zeigen als Weltraumveteranen dem Astronautennachwuchs in Clint Eastwoods „Space Cowboys“ was sie noch auf dem Kasten haben. In Jon Turteltaubs („Duell der Magier“) Rentner-Comedy „Last Vegas“ dürfen sich nun vier Oscar-Gewinner im Spielerparadies nochmal auf die Pauke hauen. Seit ihrer gemeinsamen Kindheit in Brooklyn waren Paddy (Robert De Niro), Billy (Michael Douglas), Archie (Morgan Freeman) und Sam (Kevi...
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Kritik: Liberace (USA 2013)

Autor: Conrad Mildner"I want to be everything to you, Scott. I want to be father, brother, lover, best friend." Gestern Nacht wurden die Emmys, Amerikas bedeutendster Fernsehpreis, verliehen und in den Kategorien der Mini-Serien und Fernsehfilme gab es einen klaren Gewinner, Steven Soderberghs Biopic über den legendären Show-Pianisten Liberace (Michael Douglas), der seine Homosexualität zeitlebens verheimlichte und zahlreiche Beziehungen mit jüngeren Männern einging. Einer von ihnen war Scott Thorson (Matt Damon), den Liberace nicht nur adoptierte, sondern sogar mithilfe von Schönheitsoperationen in sein jüngeres Ebenbild verwandeln wollte. Früher gehörte es zum guten Ton jedes Jahr einen Soderbergh-Film im Kino zu sehen und in manchen Jahren wurde uns diese Möglichkeit sogar zweimal gesch...
Kritiken

"Die WonderBoys" (USA 2000) Kritik – Wunderknaben im Chaos

"Als ob es wichtig wäre, was ich denke. Es spielt keine Rolle, was irgendein Mensch denkt. Die meisten Menschen denken gar nicht." Vielschichtigkeit sollte bei einem Regisseur an oberste Stelle stehen. Natürlich gibt es auch einige Filmemacher, die sich auf ein bestimmtes Genre spezialisiert haben und in diesem ihre Wege gehen, zwar auch immer hochwertig, aber mit dem gleichen Grundtonus, der die Berechenbarkeit des jeweiligen Regisseurs nur verdeutlicht, als das es wirklich noch zu kreativen Überraschungen und Horizonterweiterungen kommen könnte. Viel interessanter ist es, wenn sich ein Regisseur in vielen Genres heimisch fühlt und immer neue Themen in Angriff nehmen kann, ohne sich damit zu überheben oder zu verkalkulieren. Einer der abwechslungsreichen Filmemacher ist mit Sicherheit ...
Kritiken

"The Game" (USA 1997) Kritik – David Fincher zwischen Jubel und Enttäuschung

"Amüsieren Sie mich mit ein paar Einzelheiten." Mit dem dritten Teil der legendären Alien-Sage wählte David Fincher nicht gerade den günstigsten Einstieg in die Filmwelt aus. Eigentlich konnte er mit 'Alien³' nur enttäuschen, denn 'Alien' und 'Aliens – Die Rückkehr' das was Wasser zu reichen, schien in dieser Form eine Unmöglichkeit. Es kam wie es kommen musste und Fans wie Kritiker schlugen nicht selten die Hände über dem Kopf zusammen. Doch seine Zeit sollte kommen und im Jahr 1995 kehrte Fincher mit dem Psycho-Thriller 'Sieben' direkt mit einem der besten und unvergesslichsten Filme zurück. Nun lag die Messlatte, anders als vor seinem Debüt, in extremen Höhenlagen. 1997 kam Finchers nächster Film in die Kinos. Ein erneuter Psycho-Thriller mit dem Titel 'The Game'. Und auch hier schaf...