"21 Gramm" (2003) Kritik

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Und wieder so ein Film, der sich schlauer präsentieren möchte, als er eigentlich ist!

Eine Frau (Naomi Watts), die ihre 2 Töchter und ihren Ehemann verloren hat, ein Mann, der daraus profitiert (Sean Penn) und ein weiterer Mann (Benicio del Toro), der der Schuldige für den Verlust der Frau ist. Daraus wird ein absolut absurdes, vorhersehbares, langatmiges und klischeehaftes Drama aus Schicksal, Zufall und Trauer gesponnen, dass ich gewillt war nach spätestens 90 Minuten auszuschalten. Ich habe trotzdem brav ausgeharrt, nur kam da nichts mehr erwähnenswertes.
Was mich jetzt am meisten verwundert ist, dass so viele auf diesen Film abfahren und gar als Meisterwerk feiern. Ich frage mich doch tatsächlich was an einer 0815-Story so toll sein soll, die sich auf einem Papierdeckel zusammenfassen lässt, vermischt mit pseudo-religiöser und -moralischer Botschaft, dass es einem ganz anders wird, dann einer möchte-gern-Erzählstruktur aus Filmen wie Memento, Pulp Fiction und Magnolia, hallo, was ist das? Die Punkte gehen allesamt an Naomi Watts, die hier wirklich großartig spielt, Sean Penn hingegen wirkt mir den ganzen Film über abwesend, Benicio del Toro spielt solide, mehr aber auch nicht.
Die Story ist, wie bereits erwähnt Quatsch mit Soße. Hier werden alle möglichen Schicksalsszenarien schön miteinander vermischt, nur vergass Regisseur Inarritu dabei vollkommen, dass er nichts Neues zu erzählen hat. Wahrscheinlich dachte er deswegen, es sei schlau aus dem Film ein Puzzle zu machen. Falsch gedacht, zwei Stunden Langeweile, Kamera, die von Traffic geklaut scheint, Vorhersehbarkeit und eine Story, wie man sie an jeder Ecke kaufen kann. Nein danke, das ist vielleicht etwas für andere, aber sicher nicht für mich! Eine riesen Enttäuschung für mich, da hier doch zwei meiner Lieblingsschauspieler mitspielen.

Fazit: Ist mir unbegreiflich, wie dieses achso tiefsinnige Drama so hoch gelobt werden kann. Meine Meinung: Vergeudet nicht eure Zeit damit, sondern schaut euch stattdessen ein wahres Meisterwerk der Komplexität, des Geschichtenerzählens und über Schichsale an. Ja, ich meine damit „Magnolia“!

Bewertung: 3/10 Sterne