Meine Lieblingssoundtracks 2012 – Filmmusik, die bewegt und Tore in eine andere Welt öffnet

Musik hat für mich einen genauso großen Anteil am Gelingen eines Films wie das Schauspiel, die Kameraarbeit oder das Drehbuch. Schade nur, dass das heutzutage irgendwie oft vergessen wird. Wenn ich Leute frage, wie ihnen der Soundtrack aus dem und dem Film gefallen hat, dann bekomme ich nicht selten „Keine Ahnung, welcher Soundtrack?“ zu hören. Das ist schade und deswegen möchte ich euch auch dieses Jahr wieder meine zehn Lieblingssoundtracks vorstellen.

null

Platz 10: “Take Shelter” by David Wingo

Wie der Film ist auch der Soundtrack keine leichte Kost. Trotzdem hat er es verdient, in so einer Liste aufzutauchen. Die Musik könnte nicht minimalistischer sein, aber sie sorgt gerade deswegen für eine dermaßen gelungene Atmosphäre, wie man sie in diesem Kinojahr nur selten erlebt hat.

Platz 9: “Snow White and the Huntsman” by James Newton Howard

Wenn sich James Newton Howard im Fantasy-Genre austoben darf, kommt nicht selten ein Soundtrack heraus, der einen förmlich in eine andere Welt zieht. Das kann man vom Film selbst zwar nicht behaupten, aber zum Glück kann man Filmmusik ja auch abseits vom Film hören.

Platz 8: “Die Hüter des Lichts” by Alexandre Desplat

Desplat macht einen auf John Powell war mein erster Gedanke als ich hörte, das ser für “Die Hüter des Lichts” die Filmmusik schreiben würde. Wir sehr man sich doch manchmal täuschen kann. Desplat ist Desplat und niemand anders, und das bringt er auch hier wieder einmal voll zur Geltung. Wunderschön!

Platz 7: “Breaking Dawn Part 2” by Carter Burwell

Bereits letztes Jahr hat es Carter Burwells Soundtrack zu „Breaking Dawn Part 1“ knapp nicht in meine Top 10 geschafft. Dass es der zweite Teil nun schafft, gilt für beide, denn bei Titeln wie „Bella’s Lullaby“ oder „Plus que ma propre vie“ muss sogar der größte Twilight-Verachter gestehen, dass die Musik ganz großes Kino ist.

Platz 6: “The Artist” by Ludovic Bource

Über die Wiederverwertung von Bernard Herrmanns “Vertigo”-Soundtrack lässt sich streiten, nicht aber über den Rest des Scores, der meiner Meinung nach nicht ohne Grund den Oscar 2012 bekommen hat.

Platz 5: “Hugo Cabret” by Howard Shore

Einige werden in dieser Top 10 Aufzählung mit Sicherheit den Hobbit-Soundtrack vermissen. Ein Soundtrack, der hauptsächlich auf Nostalgie setzt und kaum neue Akzente setzt, hat für mich aber nun mal nichts in einer Top-Liste zu suchen. Erst recht nicht, wenn der Komponist Howard Shore im gleichen Jahr ein Glanzstück abgeliefert hat, welches vor lauter Innovationsreichtum von Anfang bis Ende verzaubert. Das hat Shore zuletzt bei mir geschafft, als ich das erste Mal seinen Herr der Ringe Soundtrack hören durfte.

Platz 4: “Anna Karenina” by Dario Marianelli

Für “Abbitte” hat Dario Marianelli bereits den Oscar bekommen, und auch für “Anna Karenina” hätte er ihn mehr als verdient. Keinem anderen Komponisten wäre es so gut wie ihm gelungen, das Gefühl im Film wirklich in Russland zu sein zu vermitteln.

Platz 3: “Ziemlich beste Freunde” by Ludovico Einaudi

Filmmusik muss nicht immer pompös sein. Besser als Ludovico Einaudi hat das dieser Jahr kein anderer verdeutlicht. Einzig mit Klaviermelodien schafft er es den Zuschauer zu packen, so gut wie zuletzt nur Carter Burwell mit seiner Musik zu „Brügge sehen… und sterben?“

Platz 2: “Gefährten” by John Williams

An dieser Stelle braucht man eigentlich nicht viel sagen, außer: Wenn John Williams einen Soundtrack für Steven Spielberg komponiert, ist Gänsehaut vorprogrammiert.

Platz 1: “Life of Pi” by Mychael Danna

Mychael Danna hat mit “Life of Pi” bei mir für die Überraschung des Jahres gesorgt. Niemals hätte ich gedacht, dass ich Zeuge eines Ausnahmesoundtracks werden würde. Allein das Vermengen von französischen Musette und indischer Musik ist unfassbar und rechtfertigt meinen diesjährigen ersten Platz.

Ihr könnt von Bestenlisten nicht genug bekommen? Dann schaut doch mal HIER bei unseren 10 Lieblingsfilmen des Jahres rein.