"Nightmare – Mörderische Träume" (1984) Kritik

„Come to Freddy!!!“

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„One, two, Freddy’s coming for you. Three, four, better lock your door. Five, six, grab your crucifix. Seven, eight, gonna stay up late. Nine, ten, never sleep again.“

Ein Zitat, dem in der Kindheit wohl ohne Frage ein Albtraum gefolgt wäre. Leider habe ich den Film erst jetzt das erste Mal gesehen. Und dennoch muss ich sagen, dass er nach seinen fast 30 Jahren, die er inzwischen auf dem Buckel hat, nichts von seiner Faszination verloren hat. Klar, das Alter bringt ein wenig Langatmigkeit mit sich und auch die Dialoge wirken mittlerweile ein wenig angestaubt, aber trotzdem überwiegen die tollen Ideen, die gruselige Atmosphäre und die sehr interessanten sozialkritischen Aspekte (Erziehung der Kinder).

‚Nightmare – Mörderische Träume‘ ist einer dieser wenigen Horrorfilme, die meiner Meinung nach den Status „Klassiker“ verdient haben. Die Schauspieler sind überzeugend (dabei ist der Auftritt vom jungen Johnny Depp zu erwähnen), die Effekte eklig bis schockierend, auch wenn sie über die Jahre ein wenig an Wirkung eingebüßt haben. Schwarzhumorig, düster, blutig, Freddy (Robert Englund) verspricht in seiner genial abgedrehten Art Spass und Angst in gleichen Maßen.

Zum Inhalt möchte ich nicht allzuviel verraten, die Gesellschaftssatire ist zu jedem Zeitpunkt anwesend, die Schockeffekte stehlen der tollen Atmosphäre und den Schauspielern nie die Show. Ein tolles Gleichgewicht aus allen erdenklichen Facetten des Horror-Genre ist also gegeben. Und „Nightmare – Mörderische Träume“ zählt mit Sicherheit zu den wenigen Filmen überhaupt, welche dieses Gleichgewicht erreicht haben. Wes Craven hat kurz gesagt einen Meilenstein des Horrorgenres geschaffen.

Bewertung: 8/10 Sternen