Schlagwort: Horror

Kritik: Der weiße Hai (USA 1975) – Der Schrecken der Meere jetzt im Mediabook
Abenteuer, DVD & Bluray, Horror, Kritiken

Kritik: Der weiße Hai (USA 1975) – Der Schrecken der Meere jetzt im Mediabook

Sie werden ein größeres Boot brauchen. Fragt man nach den erfolgreichsten Regisseuren aller Zeiten, dann kommt man an einem Namen nicht vorbei: Steven Spielberg. Spielberg war immer ein Qualitätsname, auch wenn diese Qualität sich mehr als nur einmal auf der visuellen Ebene breiter entfachen konnte, als auf der Filmischen. Schaut man sich die Karriere des einstigen Meisterregisseurs an, dann wird man feststellen, dass Spielberg nicht nur einen Hit in einem Jahrzehnt ablieferte, sondern gleich eine ganze Handvoll und war dabei nie nur auf ein Genre spezialisiert, sondern auf mehreren, die er für Groß und Klein dementsprechend inszenierte. Da hätten wir seine Sci-Fi-Filme Unheimliche Begegnung mit dritten Art, E.T. - Der Ausserirdische, A.I. - Künstliche Intelligenz und Minority Repor...
Klassiker-Kritik: Wenn die Gondeln Trauer tragen (GB/IT 1973)
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Klassiker-Kritik: Wenn die Gondeln Trauer tragen (GB/IT 1973)

Christine is dead. She is dead! Dead! Dead! Dead! Dead! Dead! John Baxter (Donald Sutherland) kommt mit seiner Frau Laura (Julie Christie) nach Venedig. Beide trauern um ihre Tochter, die erst kürzlich ertrunken ist. Als sie zwei mysteriösen Schwestern begegnen, geraten beide in den Bann unheimlicher Visionen. Daphne du Maurier sollte jedem Filmfan ein Begriff sein, schuf die britische Autorin doch die Vorlagen zu zahlreichen Filmklassikern, vornehmlich Hitchcock-Werke, von Rebecca (1940) bis Die Vögel (1963). Für die Verfilmung ihrer Erzählung Don't Look Now (zu Deusch: "Dreh dich nicht um") wurde allerdings der aufstrebende Regisseur und ehemalige Kameramann Nicolas Roeg verpflichtet, der aus der symbolreichen Geschichte einen okkultistischen Fieberalptraum schuf, der mit Alfred ...
Podcast: The House That Jack Built (DK 2018)
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Podcast: The House That Jack Built (DK 2018)

Zum frischen Einstieg ins neue Jahr gibt es mal wieder einen Podcast aus dem Hause Longtake mit Lucas Barwenczik und meiner Wenigkeit. Wir diskutieren über Lars von Triers selbstkritisches Serienmörder-Psychogramm The House That Jack Built mit Matt Dillon in der Hauptrolle. Diskussionspunkte sind nicht nur die vom Film selbst aufgeworfene Frage, inwieweit Mord Kunst sein kann, sondern auch der wahre Provokationsgehalt dieses gewollt provokativen Films. Hat Lars von Trier mittlerweile seinen Biss verloren? Sind seine neueren Filme letztendlich nur noch altbackene Powerpoint-Präsentationen? Oder gehen wir dem ehemaligen enfant terrible des europäischen Films mal wieder völlig auf den Leim? Für Feedback oder Fragen schreibt uns auf facebook.com/longtakepodcast oder @longtakepodcast. Wir ...
Kritik: Halloween (USA 2018)
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Kritik: Halloween (USA 2018)

I have prayed every night that he would escape Pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum von John Carpenters stilbildendem Slasher-Klassiker Halloween - Die Nacht des Grauens hat sich Regisseur David Gordon Green mit seinen Co-Autoren Jeff Fradley und Danny McBride zusammengetan, um die große Horror-Ikone Michael Myers noch einmal auf der Kinoleinwand zu entfesseln. Dabei werden im neuesten Film der Reihe alle anderen Teile des Halloween-Franchise ignoriert. Nur die Ereignisse von John Carpenters Original sind von Bedeutung und hallen als Echo durch eine Gegenwart, die in vielerlei Hinsicht in einem traumatischen Schockzustand gefangen ist. Schon der atmosphärische Vorspann, in dem sich ein zermatschter Halloween-Kürbis zu den dezent modernisierten Klängen von John Carpenters unverkennbar...
Kritik: A Quiet Place (USA 2018)
Filme, Horror, Kritiken

Kritik: A Quiet Place (USA 2018)

We have to protect them. In A Quiet Place ist die Welt zu einer postapokalyptischen Todeszone verkommen, in der schon das kleinste Geräusch, das einen bestimmten Lärmpegel überschreitet, zu einem schnellen Ableben führt. John Krasinski, der in der Vergangenheit als Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent tätig war, hat mit diesem Werk seinen ersten Horrorfilm gedreht und doch zeugt sein Debüt innerhalb dieses Genres von einem ausgereiften Verständnis für die Mechanismen des Horrors, die Krasinski regelrecht souverän beherrscht. Der Regisseur, der neben Bryan Woods und Scott Beck auch am Drehbuch des Films mitgeschrieben hat und eine der Hauptrollen spielt, beginnt die Geschichte an Tag 89. Was zuvor geschehen ist, wird dem Zuschauer erst langsam klar, als er eine fünfkö...
Kritik: Ghostland (FR/CA 2018)
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Kritik: Ghostland (FR/CA 2018)

„They broke me. And now they’re playing with you.“ Mit seinem höchst umstrittenen Werk Martyrs schuf Regisseur Pascal Laugier eine Art konsequenten Endpunkt der grob zwischen 2003 und 2008 kursierten Terrorfilm-Welle aus Frankreich. Neben bekannten Vertretern wie High Tension oder Frontier(s) führte Laugier das Ausmaß des psychisch sowie physisch erfahrbaren Terrors geradezu in neue Dimensionen, indem er nichts weniger als die vollständige Transzendenz innerhalb des filmischen Mediums anstrebte. Anhand der Philosophie von Bataille und de Sade entwarf der Regisseur nicht nur einen unvergleichlichen Terrorfilm, der explizite Extreme auslotete, sondern eine grenzüberschreitende Auseinandersetzung mit der Leidensfähigkeit des Menschen. In der Geschichte des Films wird dieser in Gestalt...
Kritik: 47 Meters Down (GB/DO/US 2016)
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Kritik: 47 Meters Down (GB/DO/US 2016)

Trust me, once you go down there you wouldn't wanna come back up again. Idyllische, reingewaschene Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und strahlender Sonnenschein. Es ist ein hochglanzpoliertes Postkartenmotiv, welches wir alle bestens kennen. Und 47 Meters Down bedient sich diesem ganz gezielt: Die beiden Schwestern Lisa (Mandy Moore, Nur mit dir) und Kate (Claire Holt, H2O – Plötzlich Meerjungfrau) sollen vor der paradiesischen Mexiko-Kulisse noch einmal richtig Kraft tanken, bevor sie weit über ihre Grenzen hinausgeführt werden. Dass diese Prämisse irgendwie bekannt vorkommt, liegt wohl daran, dass vor nicht allzu langer Zeit mit The Shallows – Gefahr aus der Tiefe ein Film in die Kinos kam, der sich einem ähnlichen Konzept bediente. Hier war es Surfer Babe Blake Lively, die nich...
Kritik: Happy Death Day (USA 2017)
Filme, Heimkino, Horror, Komödie, Kritiken

Kritik: Happy Death Day (USA 2017)

'Groundhog Day'? Zeitschleifen-Filme, also Geschichten, in denen ein oder gleich mehrere Protagonisten einen Tag oder Moment immer wieder erleben, sind in unzähligen Genres anzutreffen. Meistens beinhalten sie aber eine komödiantische Komponente, die sich seit dem Klassiker Und täglich grüßt das Murmeltier von 1993 nicht wirklich verändert hat. Wenn Tom Cruise also in Edge of Tomorrow immer wieder den Tod findet, dann verläuft dies nach fast exakt dem selben Muster wie im Film von Harold Ramis. Filme, in denen Zeitschleifen vorkommen und die sich dabei fernhalten von Komik, sind eine Rarität – selbst im Horror-Genre. Auch Happy Death Day, der in den USA zum diesjährigen Kinohit der Halloween-Saison wurde, vertraut darauf seine Geschichte komödiantisch anzugehen. Regisseur Christopher B...
Kritik: The Autopsy of Jane Doe (GB 2016)
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Kritik: The Autopsy of Jane Doe (GB 2016)

Jede Leiche hat ihr Geheimnis. Dass die Arbeit von Austin (Emile Hirsch, Into the Wild) und Tommy (Brian Cox, Manhunter) der Tod höchstselbst ist, hat das Vater-Sohn-Gespann merklich zusammengeschweißt. Als Leichenbeschauer verdienen sie sich ihr täglich Brot damit, Menschen erst zu objektivieren und anschließend in ihre Einzelteile zu zerlegen. Todesursachen müssen aufgeklärt und Ungereimtheiten ins Reine gebracht werden. Tatsächlich möchte man sich anhand dieser Ausgangssituation von The Autopsy of Jane Doe einigen Assoziationen hingeben, die geradewegs in Richtung HBO und Six Feet Under schnellen. Dass es sich bei dem Betrieb, in dem Austin und Tommy tätig sind, auch noch um ein Familienunternehmen handelt, verhärtet jene reflexartige Gedankenkette. Trollhunter-Regisseur André Øvreda...
Kritik: The Night of the Virgin (ES 2016)
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Kritik: The Night of the Virgin (ES 2016)

Roberto San Sebastíans Langfilmdebüt La noche del virgen reiht sich mit ungestümen Nachdruck in die jüngste Reihe aufsehenerregender, provozierender Filme wie Tenmos la carne, The Greasy Strangler oder Kuso aus den Randgebieten der herkömmlichen Filmindustrie ein. Dem unabhängig sowie mit wenig Budget produzierten Werk ist von Anfang an anzumerken, dass sich der Regisseur und seine Crew in jeder einzelnen Einstellung keine Sekunde lang Gedanken darüber machten oder überhaupt machen mussten, was ihr Publikum von ihnen erwartet. Gleichzeitig ist La noche del virgen aber auch ein Film, der brachial und liebevoll zugleich für ein Publikum maßgeschneidert wurde, das sich im prall gefüllten Kinosaal bei schmuddeligen, vulgären und fortwährend komplett aus dem Ruder laufenden Ekel-Exzessen am w...