"Number 23" (USA 2007) Kritik – Die Qual der Zahl

„Natürlich ist die Zeit nur ein System von Zahlen. Ziffern denen eine Bedeutung zugewiesen wird. Oder?“

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Joel Schumachers ‚Number 23‘ ist ein streckenweise spannender Mystery-Thriller, der uns wieder einen Jim Carrey in einer ernsten Rolle zeigt. Der Film kann aber nicht an Schuhmachers große ‚Falling Down‘-Zeiten anknüpfen, was vor allem am Filmende liegt.

Die Comichaften Bilder, wenn Sparrow sich in Fingerling versetzt, sind stark überzeichnet und mach einiges an Optik her. Auch der Film-Score von Harry Gregson-Williams ist gut gewählt uns passt sich den wechselnden Sequenzen ohne Probleme an.

Jim Carrey, der zum einen den Familienvater Walter Sparrow darstellt und auf der anderen Seite die Romanfigur Fingerling, bringt weitestgehend eine gute Leistung. Aber die Szenen, in denen Carrey als Fingerling zu sehen ist, sind doch des Öfteren unfreiwillig Komisch und nehmen einiges an Stimmung. Man sieht Carrey aber in den Szenen an, das er deutlich spaß an der Rolle des harten Ermittlers hatte. Walter Sparrow, der immer mehr den Boden unter den Füßen verliert, wird durchgehend überzeugend von Carrey dargestellt. Sein Gegenbild wird von Virgina Madsen gespielt. Sie verkörpert die Romanfigur Fabrizia und seine Frau Agatha Sparrow. Madsen spielt bodenständig und ist das genaue Gegenteil zum immer mehr durchdrehenden Carrey.

Schumachers ‚Number 23‘ ist wieder einer seiner stärkeren Filme. Er inszeniert solide einen spannenden Paranoia-Thriller, der sich leider am Ende voll der breiten Masse widmet. Dem Film wird alles mysteriöse genommen, da Schumacher die Handlung vollständig auflöst und nichts zum Grübeln lässt. Schade. Dennoch sind die beiden Handlungsstränge gut verschnörkelt und bieten fast 1 1/2 Stunden Spannung. Schumacher lässt dem Zuschauer auch kaum Zeit zum Nachdenken und bindet ihn immer wieder in neue Verschwörungen ein, die eine wunderbar finstere Atmosphäre erzeugen.

Fazit: Joel Schumachers düsterer Psycho-Thriller ‚Number 23‘ ist 80 Minuten spannendes Mystery-Kino. Die letzten 10 Minuten fallen wegen der genannten Auflösung leider ab. Dennoch ist der Film optisch stark und Carrey bringt weitestgehend eine gute Leistung. Sehenswert bleibt der Film, obwohl viel mehr drin gewesen wäre.

Bewertung: 7/10 Sternen