Schlagwort: Bryan Cranston

Kritik: Isle of Dogs (USA 2018)
Animation, Filme, Kritiken

Kritik: Isle of Dogs (USA 2018)

We're a pack of scary indestructible alpha dogs. Vielleicht liegt bereits im Titel von Wes Andersons neuem Film schon der erste augenzwinkernde Scherz verborgen. Ausgesprochen klingt Isle of Dogs - Ataris Reise sicherlich nicht zufällig genauso wie I love dogs, was die massive Abwesenheit von Katzen erklären könnte. Die werden in Andersons zweitem Stop-Motion-Animationsfilm nach seinem beglückenden Meisterwerk Der fantastische Mr. Fox von 2009 zu großen Teilen mit sträflichem Desinteresse behandelt, während die Vierbeiner, die gerne als der beste Freund des Menschen bezeichnet werden, im Fokus der Geschichte stehen. Für Isle of Dogs - Ataris Reise entwirft der amerikanische Regisseur, der sich über den Verlauf seiner Karriere eine unverwechselbare, eigenständige Handschrift erarbeit...
Kritik: Trumbo (USA 2015)
Filme, Heimkino, Slider

Kritik: Trumbo (USA 2015)

Friends? What friends? Who the hell has the luxury of friends? I've got allies and enemies. There's no room for anything else. Im Amerika der 40er Jahre fand ein politischer sowie gesellschaftlicher Umschwung statt. Prominente Mitglieder der Kommunistischen Partei wurden vor das Komitee für unamerikanische Umtriebe (HCUA) geladen und sahen Bestrafungen entgegen, sollten sie ihre Aussage verweigern. Eine dieser bekannten Persönlichkeiten war Dalton Trumbo, ein erfolgreicher Hollywood-Autor, der auf der sogenannten "Black List" von Hollywood landete. Für Menschen, ob Schauspieler, Regisseure, Autoren oder Musiker, deren Namen auf dieser Liste standen, war es nahezu unmöglich, noch Arbeit zu finden. Fortan musste Trumbo unter Pseudonymen Drehbücher schreiben, um weiterhin Anstellung zu fin...
Unsere Tipps für die Golden Globes 2016!
News

Unsere Tipps für die Golden Globes 2016!

verfasst von Leonhard Balk und Patrick Kunze Es ist ein mehr schlecht als recht gehütetes Geheimnis, dass die großen Preisverleihungen Hollywoods nicht ganz mit rechten Dingen zugehen. Neben Berichten von Bestechungen und Bevorzugung, werden zudem nur eine stark eingeschränkte Anzahl an Filmen berücksichtigt. Um diese Situation einigermaßen verständlich darzustellen, haben wir unsere Picks in drei Kategorien unterteilt: 1. Wer gewinnen wird. 2. Wer gewinnen sollte. 3. Wer in einer perfekten Welt,  den Preis gewinnen sollte oder auf jeden Fall eine Nominierung in dieser Kategorie verdient hätte. So fällt einem auf, was für eine bestimmende Rolle Insider-Politik bei der Golden Globe Preisverleihung spielt. Jon Hamm hat in der letzten Staffel Mad Men eine grandiose Performance geliefert, ...
Kritiken

"Godzilla" (JP/US 2014) Kritik – Ein Herz für Monster

Autor: Jan Görner „Es wird uns alle in die Steinzeit schicken!“ Selten lässt sich ein Kult genau datieren. Doch im Falle von "Godzilla" begann alles am 01. März 1954 als die Besatzung des japanischen Fischerbootes "Glücklicher Drache V" unweit des Bikini-Atolls in das Einflussgebiet eines US-amerikanischen Nuklearwaffentests tags zuvor geriet. Menschen und Boot wurden schwer verstrahlt. Ein Besatzungsmitglied starb noch im selben Jahr, weitere sechs an den Spätfolgen. In Japan, das immer noch mit dem Schrecken von Hiroshima und Nagasaki zu kämpfen hatte, löste der Fall eine Welle der Empörung aus, die sich schließlich in Ishirô Hondas Überraschugserfolg "Godzilla" niederschlug. Mit der eilig heruntergekurbelten Fortsetzung zum Vorjahreshit "Godzilla kehrt zurück" wurde schließlich ein ...
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"Detachment" (USA 2011) Kritik – Adrien Brody auf der Suche nach sich selbst

Autor: Pascal Reis "A child's intelligent heart can fathom the depth of many dark places, but can it fathom the delicate moment of its own detachment?" Bei seinem Debütfilm aus dem Jahre 1998, kann der britische Regisseur Tony Kaye auch gleichzeitig vom persönlichen und bis dato einzigen Höhenflug in der Filmwelt sprechen. Die Rede ist dabei natürlich vom intensiven Neonazi-Drama „American History X“, bei dem Kaye auch Edward Norton – unvergesslich mit stählerner Physis und demonstrativen Hakenkreuz auf der Brust – zum großen Durchbruch verhalf, um seiner Karriere nur ein Jahr später in David Finchers „Fight Club“ bereits die frühzeitige Krone aufzusetzen. Kaye hat sich jedoch auch in einem anderen Fall im Filmgeschäft einen Namen gemacht: Der Engländer hatte das Privileg, mit dem unant...
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“Argo” (USA 2012) Kritik – Ben Afflecks Geschichtsstunde der etwas anderen Art

„Argo fuck yourself.“ Nach seinem Meisterwerk „Gone Baby Gone“ und dem überdurchschnittlichen Cop-Thriller „The Town“ waren die Erwartungen an Ben Afflecks neuen Film hoch. Wie würde er ein eher kleines Kapitel amerikanischer Außenpolitik erzählen und dabei die Spannung zwei Stunden lang halten können? Affleck zeigt uns mit „Argo“ wie einfach das doch ist und serviert uns einen der besten Polit-Thriller der letzten Jahre, der primär als Lob- und Abgesang auf die Traumfabrik und auf zwischenstaatliche Beziehungen zu verstehen ist. Bei Afflecks offensichtlicher Leichtigkeit im Geschichten erzählen, der durchgehend anhaltenden Spannung und dem detailgetreuen Nachempfinden der späten 70er und frühen 80er sieht man dann auch sehr gerne über den ein oder anderen überdramatisierten Moment hinw...
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"Contagion" (USA 2011) Kritik – Wer sich die Hände wäscht, der überlebt

"Wenn Sie morgens um 3 aufwachen und sich fragen, warum mache ich diesen Job eigentlich? – Rufen Sie mich an." Nachdem eine Frau (Gwyneth Paltrow) nach einer Auslandsreise an einem mysteriösen Virus stirbt und ähnliche Fälle auf dem ganzen Planeten auftreten, ist schnell klar: eine Epidemie breitet sich aus, die schnell weltweit immer größere Teile der Bevölkerung hinwegrafft. Während die Wissenschaftler des amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention Dr. Ellis Cheever (Laurence Fishburne), Dr. Erin Mears (Kate Winslet) und Dr. Ally Hextall (Jennifer Ehle) versuchen mehr über das Virus herauszufinden und ein Heilmittel zu entwickeln, reist Dr. Leonora Orantes (Marion Cotillard) von der Weltgesundheitsbehörde in Genf nach Hongkong, wo man den Ursprung der Krankheit vermutet...
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"Total Recall" (USA 2012) Kritik – Was ist real? Colin Farrell im Erinnerungschaos

"If I'm not me, then who the hell am I?" Im Jahr 2084, nach dem dritten Weltkrieg, ist die Erde, mit Ausnahme von der „Vereinigten Föderation von Großbritannien“ und der „Kolonie“ Australien, komplett verseucht und unbewohnbar. Durch die neueste Technik kann man aber in gerade mal 17 Minuten mit einem Transporter, der „The Fall“ genannt wird und am Erdkern vorbeiführt, von der einen Nation zur anderen reisen. Zwischen den beiden Nationen besteht aber keineswegs ein freundschaftliches Verhältnis, denn für die Föderation ist die Kolonie Abschaum. Aus diesem Abschaum stammt auch Douglas Quaid, und so fristet er Tag für Tag dasselbe Leben. Er ist Fabrikarbeiter, weswegen er jeden Tag in die Föderation reisen muss, seine Aufstiegschancen stehen dort aufgrund seiner Herkunft bei Null. Daher b...
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"Rock of Ages" (USA 2012) Kritik – Sex, Drugs and Rock ’n‘ Roll

"This place is about to become a sea of sweat, ear-shattering music and puke." Über Modegeschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, dementsprechend auch über die Outfits von Anhängern der Glam-Metal-Szene, die in den achtziger Jahren ihren schrillen Höhepunkt erreichte. Lange toupierte Haare, hautenge Tops und Glitzerhosen, hier war einfach alles erlaubt, was frech, anders und provokant war. Natürlich grenzte man sich damit auch ganz bewusst von der raubeinigen Heavy-Metal-Fraktion ab, die nur wenig schöne Worte für die Paradiesvogel-Rocker übrig hatten. Aber ganz egal, wie man nun zu den schrillen Outfits stehen mag, eins lässt sich wohl kaum verleugnen: In dieser Zeit haben Bands wie „Poison“, „Guns N’ Roses“ und die „Twisted Sisters“ die Konzerthäuser dieser Welt zum kochen gebrach...
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"Drive" (USA 2011) Kritik – Wenn Gewalt zur Symphonie wird

  Do you remember this? Das Filmjahr 2012 hat nun endlich auch für mich begonnen. Angefangen mit dem hochgelobten Genre-Mix 'Drive'. Nicolas Winding Refn hat sich längst einen zwar eigenwilligen, aber auch besonderen Ruf geschaffen. Nicht zuletzt durch sein hypnotisches Meisterwerk Walhalla Rising. Nun ist Refn in Amerika angekommen, doch wer nun denkt, dass er sich für das Unterhaltungspublikum opfert, könnte falscher kaum liegen. Meine Erwartungen an 'Drive' waren schier unermesslich, doch Refn blieb sich treu und das Ergebnis ist unglaublich beeindruckend. 'Drive' besitzt eine der besten Atmosphären überhaupt. Zu verdanken ist das an erster Stelle Kameramann Newton Thomas Sigel, der den Film wirklich perfekt fotografiert. Die umwerfend stilsicheren und satten Bilder zählen z...