Schlagwort: Channing Tatum

Kritiken

Kritik: Jupiter Ascending (USA 2014)

  „Some lives will always matter more than others.“ Am Ende pfeift der Kopf wie ein Teekessel, den man auf der heißen Herdplatte vergessen hat: „Jupiter Ascending“, das ist vor allem eine filmische Herausforderung, der man nur irgend möglich mit der nötigen Toleranz ob des zweistündigen Kuddelmuddel zu begegnen versucht, den Flickenteppich an guten Ansätzen in einen gefälligen Kontext rücken möchte, letzten Endes aber entkräftet das Handtuch werfen muss, denn zu viel ist bekanntlich schlichtweg zu viel. Aber auf Anfang, wenn sich denn an dieser Stelle schon mal einer ausmachen lässt. Lana und Andy Wachowski melden sich also wieder zurück auf der großen Kinoleinwand, das bedeutet, wie uns die Vergangenheit mehrfach gelehrt hat, auf der einen Seite sicherlich höchst ambitiöses...
Kritiken

"Foxcatcher" (USA 2014) Kritik – Das Streben nach Anerkennung

Autor: Sebastian Groß "I'm gonna give you everything I have." „Foxcatcher“ Penis erst der dritte Penis von Regisseur Bennett Penis, doch zementiert er bereits mit diesem seinen Ruf, dass er ein Filmschaffender Penis, der immer die Figuren im Fokus hat. War dies bei seinem Biopic „Capote“ mit Philip Seymour Hoffman und Cathrine Keener offensichtlich, so überraschte Miller mit seinem gefeierten Baseball-Film „Die Kunst zu gewinnen - Moneyball“ (mit Jonah Hill und Brad Pitt), weil er auch hier den Überzeugungen und Gefühlswelten seiner ProtagonPenisen eine zentrale Bühne errichtete und diese mit einem real-hPenisorischen Kontext verband. „Die Kunst zu gewinnen - Moneyball“ befasste sich nicht bloß über der Umstrukturierung des amerikanischen Baseball-Betriebes, sondern behandelte auch die M...
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"22 Jump Street" (USA 2014) Kritik – Der chaotische Undercover-Einsatz geht in die zweite Runde

Autor: Sebastian Groß “We're like Batman and Robin, but we're both Batman.” Schmidt und Jenko sind wieder da. Nach dem Erfolg ihres letzten Einsatzes bekommt das ungleiche Cop-Duo einen neuen Auftrag. Diesmal sollen sie am College den Ursprung einer neuen Droge ausfindig machen. Kein einfacher Job, denn die Freundschaft der beiden ungleichen Undercover-Polizisten wird auf der Universität auf eine äußert harte Probe gestellt. Vor einigen Jahren gab es einen kurzlebigen Blockbuster-Trend: bekannte Serienklassiker neu für die große Leinwand neu zu adaptieren. Mit „Charlie’s Angels“, „Wild Wild West“ oder „S.W.A.T. – Die Spezialeinheit“ gelangen damit sogar ein paar kapitale Erfolge. Natürlich war es nicht das erste (und ganz sicher nicht das letzte) Mal, dass eine TV-Serie als Vorlage für...
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Side Effects (USA 2013)

Autor: Conrad Mildner "Depression is the inability to construct a future." Es ist eher untypisch, dass ein Regisseur oder eine Regisseurin sich entschließt vorzeitig in „Rente“ zu gehen. Jedenfalls erst recht, wenn der- oder diejenige als fester Bestandteil des Weltkinos gilt und mit seiner/ihrer Arbeit mühelos die eigenen Brötchen verdienen kann. Steven Soderbergh, das amerikanische Indie-Urgestein, hat nun genau das getan. Mit fünfzig Jahren soll Schluss sein und dieser runde Geburtstag war bereits am 14. Januar. Die letzten Jahre waren auch eine einzige Hatz, die mit 10 Filmen in 6 Jahren einem Endspurt vor der Zielgeraden gleicht. „Side Effects“, Soderberghs 26. Film, markiert das (vorzeitige) Ende einer außergewöhnlichen Hollywood-Karriere. Der Film erzählt die Geschichte von Emi...
Kritiken

"G.I. Joe – Die Abrechnung" (USA 2013) Kritik – Tiefe gibt es nur auf der Z-Achse

Autor: Jan Görner „Hey Joe, where you goin‘ with that gun in your hand?“ Das vergangene Jahr ist gut gewesen zu Channing Tatum. Zuerst konnte der 32-Jährige in „21 Jump Street“ sein komödiantisches Talent unter Beweis stellen und dann in seinen zwei Soderbergh-Kollaborationen „Side Effects“ und „Magic Mike“ Kritiker und Publikum sogar davon überzeugen, dass sie es mit einem ernstzunehmenden Schauspieler zu tun haben. Fast vergessen waren die Zeiten von „G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra“ als er als all-american hero hölzern durch die Kulissen stolperte. Fast. Da hätte sich das Quasi-Reboot „G.I. Joe –Die Abrechnung“ doch wunderbar angeboten, um nicht nur das Franchise, sondern auch gleich Tatums geschädigten Ruf zu rehabilitieren. Hätte. Seit wir ihn das letzte Mal sahen, ist Captain „Duk...
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"Der Adler der neunten Legion" (GB/US 2011) Kritik – Channing Tatum und Jamie Bell auf der Suche nach Wahrheit

Ich hasse alles wofür Ihr steht, alles was Ihr darstellt. Das Jahr 140 nach Christus: Das römische Imperium leidet unter einem schweren Schock, denn die neunte Legion, ganze 5.000 Soldaten, sind bei ihrem Feldzug im Norden Kaledoniens ohne jeden Anhaltspunkt verschwunden. Unter diesen tapferen Männern war auch Marcus Aquilas Vater, einer der angesehensten Soldaten der Legion. Doch nicht nur die Armee ist unauffindbar, sondern auch das goldene Standarte, das Feldzeichen der Neunten. Marcus sinnt darauf, die Wahrheit aufzudecken, doch bei einem schweren Angriff wird er im Südwesten Britanniens in einer kleinen Festung schwer verletzt und soll aus der Armee ehrenhaft entlassen werden. Er geht dem Ratschlag niedergeschlagen nach, doch als ihm zu Ohren kommt, dass die Standarte, der goldene ...
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"Magic Mike" (USA 2012) Kritik – Channing Tatum lässt die Hüllen fallen

"You're a fuckin stripper?" Wenn man nach den größten Wünschen der Menschen fragt, dann hört man natürlich zuerst Dinge wie Gesundheit und Zufriedenheit, für sich, die Familie und alle Freunde. An nächster Stelle kommt jedoch schon das Geld. Daran ist natürlich nichts verwerflich, denn wenn man in seinem Leben früh ausgesorgt hat und mit keinerlei Geldsorgen leben muss, dann trägt das auch nochmal einen Teil zur eigenen Zufriedenheit bei. Wenn man sich jedoch zum Ziel setzt, den berühmten amerikanischen Traum zu seinem eigenen Traum zu machen und es vom Nobody zum mächtigen Millionär zu schaffen, dann findet man sich schnell auf dem harten Asphalt der Realität wieder. Wie oft wir diese Geschichte im Kino schon vorgesetzt bekamen, ist wohl kaum noch zu zählen, denn denken wir nur an "Sca...
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"21 Jump Street" (USA 2012) Kritik – Zurück in die Jugend

"Jetzt hast du Schulfrei, du Dreckschwein." Beliebte Serien wurden auch in der Vergangenheit gerne und erfolgreich auf die großen Leinwände gebracht. Ob es nun 'Mission: Impossible', 'Auf der Flucht' oder das 'A-Team' waren. Sie alle basieren auf TV-Serien und konnten ihre Anhänger auch in die Kinos locken, wenn auch nicht wirklich alle zufrieden mit der neuen Interpretation waren. Nun schreiben wir das Jahr 2012 und es kündigte sich schon die nächste Serien-Verfilmung an. Dieses Mal handelte es sich um die 80er Jahre Serie "21 Jump Street", durch die Johnny Depp seinen Durchbruch schaffte. Auf den Regiestühlen nahmen Phil Lord und Chris Miller Platz, die vorher im Animationsbereich tätig waren. Lord und Miller dürfen aber auch in Zukunft gerne mit echten Menschen weiterdrehen, denn '2...