Schlagwort: Gary Oldman

Kritiken

"Planet der Affen: Revolution" (USA 2014) Kritik – Die Affen blasen zum Angriff

Autor: Stefan Geisler "Apes not kill apes!" Die „Planet der Affen“-Serie ist ein Spiel von Licht und Schatten. Während Franklin J. Schaffners ("Papillon") Sci-Fi-Klassiker "Planet der Affen" aus dem Jahre 1968 das Genre neu definierte und insbesondere insbesondere durch seine intelligent eingebundene Sozialkritik begeisterte, verkamen die Nachfolger zusehends zu billigen Trash-Spektakeln, die lediglich die billigen Affenkostüme mit dem Original gemeinsam hatten. Nach „Die Schlacht um den Planet der Affen“ war die Reihe endlich in den Annalen der Filmgeschichte verschwunden, daran konnte auch 2001 der klägliche Versuch einer Wiederbelebung durch Meisterfantast Tim Burton („Ed Wood“) wenig ändern. Entsprechend groß war dementsprechend die Skepsis, als 2011 ausgerechnet ein Prequel dem Sci-...
Kritiken

"Paranoia – Riskantes Spiel" (USA/FR 2013) Kritik – Starbesetzte Industriespionage zum Einschlafen

Autor: Pascal Reis „I'm gonna make you rich.“ Im Keller seiner in Brooklyn lebenden Eltern hat sich Adam Cassidy einen Namen in der florierenden Computerszene gemacht und arbeitete sich durch sein enormes Können zu einem echten Spezialisten – man darf ihn auch als Hacker bezeichnen – in diesem diffizilen Fach hoch. Adam steckt sich hohe Ziele und möchte möglichst viel Geld scheffeln, um dadurch nicht nur für sein eigenes Wohl, sondern auch für das seines Vaters zu sorgen. Seinen Job bei dem Großkonzern Wyatt Corporation setzt Adam aber aufs Spiel, nachdem eine Präsentation nicht nach seinen Vorstellungen verlief und er eine ausufernde Party auf Firmenkosten bezahlte. Nicholas Wyatt, Chief Executive Officer der Wyatt Corporation, setzt Adam dennoch nicht direkt auf die Straße, sondern sch...
Filme, Kritiken, Retro, Specials

"Harry Potter"-Retrospektive (USA/GB 2001-2004) Kritik – Von Steinen, Kammern und Gefangenen

"Harry Potter und der Stein der Weisen" (USA/GB 2001) „It does not do to dwell on dreams and forget to live, remember that.” Und wahrscheinlich ein letztes Mal zurück an die Startlinie. Alles auf Anfang. Wenn ich noch einmal die Chance hätte, „Harry Potter und der Stein der Weisen“ durch die unschuldigen Augen des überwältigten 9 Jährigen zu sehen, ich würde die Chance sofort ergreifen und mich wie im Jahre 2001 mit Sicherheit durchgehend verzaubern lassen. Heute sieht das alles natürlich ganz anders aus. Die kleineren Schwächen fallen schnell auf und leiten wieder ganz andere, schwerwiegendere Makel ein. Dabei muss man jedoch vorher erst einmal Regisseur Chris Columbus („Kevin – Allein zu Haus“) für seine Romanadaption in Schutz nehmen: Dass er mit seiner gut 150 minütigen Adaption ni...
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"Red Riding Hood" (USA 2011) Kritik – "Twilight" Reloaded

"Ich hab nicht das Gefühl, dass ich heirate. Ich hab das Gefühl, dass ich verkauft werden." Valerie ist leidenschaftliche Trägerin eines roten Umhangs, der ihr zu dem Spitznamen „Red Riding Hood“ verhilft. Doch das hübsche Mädchen steht kurz vor ihrer Hochzeit, die von ihren Eltern arrangiert wurde und die Wahl des Bräutigams fiel auf den gutbetuchten Henry, damit ein sorgloses Leben endlich in Aussicht steht. Valerie ist jedoch nicht ganz so begeistert von der bevorstehenden Ehe, denn ihr Herz schlägt in Wahrheit für den einsamen Außenseiter Peter, der Valerie schon lang den Kopf verdreht hat. Es gibt also nur einen Ausweg: Die Flucht vor der aufgezwungenen Ehe. Als es jedoch zu einem schrecklichen Zwischenfall kommt und Valeries Schwester Lucie von einem mysteriösen Werwolf umgebracht...
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"Lawless" (AT 2012) Kritik – Tom Hardy und Shia LaBeouf im Sumpf der Prohibition

"It is not the violence that sets men apart. It is the distance that he is prepared to go." Seit unzähligen Jahrzehnten gibt es ein ganz besonderes Genre, welches sich unsterblich durch die Filmgeschichte schlängelt und wohl niemals daraus vertrieben werden kann: Der Gangsterfilm und alles was damit zu tun hat. Aber wer will dieses wunderbare Thema schon vertreiben, denn diese Filme offenbaren uns doch einen gnadenlosen, spannenden und gerne auch informativen Blick in die dunkle Machenschaften der falschen Seite des Gesetzes und des organisierten Verbrechens. Regisseure wie Martin Scorsese, Brian De Palma und Francis Ford Coppola haben sich ihre Heiligsprechung in diesen Fällen schon gesichert, denn Werke wie "GoodFellas", "Scarface" oder die "Der Pate"-Trilogie sind nicht nur Klassiker...
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"Léon – Der Profi" (USA/FR 1994) Kritik – Blut, Rache und eine einzigartige Liebe

"Du hast gesagt, keine Frauen, keine Kinder. Wen glaubst du wird das Zeug töten? Esel und Affen?" Luc Besson ist ein französischer Markenname. Ob als Regisseur von Filmen wie 'Nikita', 'Im Rausch der Tiefe' und 'Das fünfte Element' oder als Produzent von Sachen wie '96 Hours', 'Ghettogangz', 'Kiss oft he Dragon' und 'The Transporter'. Besson steht für Qualität, früher zwar mehr als heute, denn die Mitarbeit an Werken wie 'Transporter 3' oder 'Colombiana' standen nicht gerade für die große Kunst und haben seinen Ruf als „französischer Spielberg“ noch weiter gefestigt, eben weil er nicht mehr das ist, was er einmal war und sich an Streifen beteiligt, die eigentlich nicht seinem Niveau entsprechen. Wenn wir uns aber dem besten Film des französischen Multitalentes widmen wollen, dann finde...
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"True Romance" (USA 1993) Kritik – Eine blutige Liebe

"Ich lese sehr viel, besonders so Sachen über Geschichte. Ich finde dieses Zeug faszinierend und ich weiß wahrscheinlich was, was sie nicht wissen. Sizilianer sind Ableger von Niggern." Tony Scott ist ein Regisseur, der für astreine und stylische Action steht. Ob 'Last Boy Scout', 'Man on Fire' oder 'Top Gun'. Man weiß, was man bekommt, wenn man sich einen Film von ihm anschaut. Sicher keine hochintelligenten und komplexen, aber unterhaltsame, bleihaltige und spannende Geschichten. Im Jahr 1993 ging Scott dann jedoch einen anderen Weg und entschied sich dazu, seinen filmischen Horizont als Regisseur zu erweitern. Mit 'True Romance' brachte er einen Gangsterfilm in die Kinos, wie man ihn so von ihm eigentlich nie erwarten hätte dürfen. Allerdings war diese Neuorientierung kein voller Er...
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"Hannibal" (USA 2001) Kritik – Ein letztes Wiedersehen mit dem genialen Kannibalen

"Unsere Narben haben die Angewohnheit uns daran zu erinnern, dass die Vergangenheit Realität war!" Mit 'Das Schweigen der Lämmer' gelang Jonathan Demme 1991 einer der größten Erfolge überhaupt. Seine Verfilmung des gleichnamigen Bestseller um den inzwischen bekanntesten Kannibalen der Filmgeschichte gewann die fünf wichtigsten Oscars und gilt heute bereits längst als Klassiker. 1986 verfilmte Michael Mann mit 'Manhunter' zwar den zweiten Teil der Hannibal-Reihe, blieb damit aber leider viel zu unbeachtet. Dann kam das Jahr 2001 und der nächste Hannibal-Film, der auch gleichzeitig den letzten Teil der Buchreihe darstellte, stand vor der Tür. Mit 'Hannibal' musste sich der britische Regisseur Ridley Scott natürlich den klaren Qualitätsvergleichen mit 'Das Schweigen der Lämmer' unterziehen...
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"The Dark Knight" (USA 2008) Kritik – Der dunkle Ritter kehrt zurück

"Einige Menschen wollen die Welt einfach nur brennen sehen." Nach dem großartigen Neustart der Batman-Saga mit 'Batman Begins' waren die Erwartungen und die Vorfreude an den zweiten Teil von Christopher Nolans Batman-Reihe natürlich dementsprechend riesig. Mit 'The Dark Knight' kann Nolan zwar nicht zu 100% mit 'Batman Begins' mithalten, inszeniert aber trotzdem einen fantastischen und vor allem würdigen Nachfolger. Auf den Straßen von Gotham City herrscht noch immer keine Ruhe. Ein Haufen selbsternannter Batman-Imitatoren macht Jagd auf das organisierte Verbrechen und muss dabei ein ums andere Mal vom Original gerettet werden. Die Polizei ist deshalb gar nicht gut auf den Mann im Fledermauskostüm zu sprechen, der die Justiz einfach in die eigenen Hände nimmt. Als ein neuer Stern an Go...
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"Batman Begins" (USA 2005) Kritik – Die Auferstehung der berühmtesten Fledermaus

"Mein Zorn überdeckt meine Schuld." Acht Jahre nach der letzten Batman-Verfilmung, wurde es 2005 Zeit für den nächsten Schritt. Der neue Batman stand vor der Tür und die Erwartungen waren mehr als hoch. Christopher Nolan, der bis dahin eher als Indie-Regisseur gefeiert wurde, brachte mit 'Batman Begins' einen Neubeginn der Saga und toppte alle Erwartungen. Nichts ist von Schumachers bunter Version über und ein düsterer, realistischer und tiefgründiger Batman wurde erschaffen. Nach dem Mord an seinen Eltern, macht sich Millionen-Erbe Bruce immer noch Vorwürfe und gibt sich die Schuld an den Morden. Um dieses Erlebnis zu verarbeiten wandert Bruce durch die Welt und sucht nach Antworten und landet in Ra's Al Ghul's Tempel in Tibet. Dort wird er zu einem Krieger der League of Shadow ausgeb...