Schlagwort: Jason Schwartzman

Kritiken

"Saving Mr. Banks" (GB/AU/USA 2013) Kritik – Walt Disney hält seine Versprechen

Autor: Pascal Reis "You think Mary Poppins is saving the children, Mr. Disney?" Dass man seine Versprechen nicht brechen darf, wusste auch schon der große Walt Disney, als er seinen Töchtern bereits in den 1940er Jahren versprach, eine Verfilmung ihres Lieblingsbuches „Mary Poppins“ in die Wege zu leiten. Der Zeichentrickmogul allerdings hat seine Rechnung ohne die Engstirnigkeit der Autorin P.L. Travers gemacht, die sich nach langwierigen Verhandlungen erst im Jahre 1961 nach Hollywood begibt und eine ganz und gar vorlagengetreue Adaption erwartet: Nur mit großem Widerwillen kann sie sich damit arrangieren, dass aus ihrer „Mary Poppins“ eine Musicalinterpretation werden soll, doch bei jeder weiteren winzigen Abweichungen können sich Walt Disney und seine Crew um Drehbuchautor Don DaG...
Kritiken

"Charlies Welt – Wirklich nichts ist wirklich" (USA 2012) Kritik – Charlie Sheen und die Schmerzen einer verflossenen Liebe

Autor: Pascal Reis "I don't need some guy in wingtips to tell me I'm suffering!" Der Fall Charlie Sheen wird für die Filmwelt wohl nie ad acta gelegt, dafür ist er einfach zu herausfordernd und populär. Eigentlich hätte man damit rechnen müssen, dass Sheen nach seinem lauten Rauswurf aus der Hit-Sitcom „Two and a Half Men“ keine Angebote mehr an Land ziehen könnte, denn seine privaten Eskapaden konnten nun wirklich nie geheim gehalten werden und die exzessiven Partykatastrophen, angetrieben von Drogen, Alkohol und Prostituierten, die sich seit seinen legendären Ausflügen in die Playboy Villa zutragen, in der Sheen den Pool als leibeigene Spielwiese gebrauchte, wanderten seit jeher breitgrinsend und mit weit geöffneter Hose durch die Medien. Ja, Charlie Sheen ist ein Chaot, der viel zu ...
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt (USA 2010)

"Spüre den Zorn der Liga der teuflischen Ex-Lover!" Scott Pilgrim (Michael Cera) ist 22 Jahre alt, lebt in Toronto und weiß nichts mit sich anzufangen. Als er auf Ramona Flowers (Elizabeth Winstead) trifft, verliebt er sich Hals über Kopf in sie, doch mit ihr zusammen zu sein, muss er zuerst ihre 7 teuflischen Ex-Lover besiegen. Fight! Was haben Filme wie die Prequel-Trilogie von „Star Wars“ oder Doug Limans „Jumper“ gemeinsam? Sie alle ähneln in ihrer Dramaturgie dem Level- oder Missionsdesign eines Videospiels. „Jumper“ war dazu noch so schlecht, dass man sich den Film nur als besseres Computerspiel denken konnte. Lucas Filme dagegen trugen noch den ursprünglichen Geist des Blockbuster-Kinos inne und hatten genug Kult-Basis, um nicht vollends filmisch zu versagen, wobei der dritte Te...
Kritiken

"Darjeeling Limited" (USA 2007) Kritik – Mit Wes Anderson durch Indien

"Er hat diese Krankheit, bei der einem der Kopf geschoren wird. Nur dass er ihn nicht scheren muss, weil ihm überhaupt keine Haare mehr wachsen. Erwähne das nicht in seiner Gegenwart, es verletzt ihn womöglich." Wes Anderson, den man unter keinen Umständlichen mit dem Kollegen Paul Thomas Anderson verwechseln sollte, ist ein ganz besonderer Regisseur in der großen Filmwelt. Mit seiner Eigenart hat er sich eine treue Fanbasis aufgebaut, die seinen skurrilen und absurden Filmen mit Herz und Freude bedingungslos folgen und ein Fest nach dem anderen serviert bekommen. 1998 machte Anderson mit 'Rushmore' auf sich aufmerksam um seinen Ruf 2001 mit 'The Royal Tenenbaums' und 2004 mit 'Die Tiefseetaucher' noch richtig zu festigen. Denn wenn auf einem Film Wes Anderson draufsteht, dann ist in je...
Kritiken

"Moonrise Kingdom" (USA 2012) Kritik – Exzentriker unter sich

"I'll be outback. I'm gonna find a tree to chop down." Über die letzten Jahre hat sich Wes Anderson vom Independent-Geheimtipp zum etablierten Hollywood-Regisseur gemausert, wozu besonders der finanzielle Überraschungserfolg von „The Royal Tenenbaums“ einen großen Teil beigetragen hat. Natürlich stiegen mit diesem Box-Office-Hit auch die Erwartungen an den Regisseur, eine Aufgabe, die Anderson jedenfalls unter finanziellen Gesichtspunkten nicht erfüllen konnte. Besonders schlimm erwischte es hierbei die starbesetzte Komödie „Darjeeling Limited“, die in den USA gerade einmal 11 Millionen Dollar einspielte. Doch der Erfolg an den Kinokassen sagt ja bekanntermaßen rein gar nichts über die Qualität der Filme aus, denn gerade Andersons letzte Werke, die Indien-Odyssee „Darjeeling Limited“ un...