Schlagwort: Jean-Luc Godard

Kritik: Außer Atem (FR 1960) – Wo Paris, der Existenzialismus und die Nouvelle Vague vereint sind
Drama, Französischer Film, Heimkino, Kritiken

Kritik: Außer Atem (FR 1960) – Wo Paris, der Existenzialismus und die Nouvelle Vague vereint sind

Nach was streben Sie in Ihrem Leben am meisten? - Nach Unsterblichkeit. Unsterblich werden und dann sterben. Was ist Liebe...? Eine Illusion? Ein nicht endender Dialog? Eine Strafe? Mit seinem ersten Werk in Spielfilmlänge schrieb Jean-Luc Godard 1960 Filmgeschichte. Seine Erzähltechnik mit Hilfe der Jump Cuts garantiert ein bis heute nur selten dagewesenes Tempo. Keine Sekunde scheint zu langweilen, kein Dialog überflüssig. Was allerdings wäre "À bout de souffle" ohne den um sein Leben spielenden Jean-Paul Belmondo und ohne Jean Seberg, die einen Charme und eine Präsenz an den Tag legen, welches ich bis heute kaum in dieser Ausprägung erlebt habe? Jean-Luc Godard liefert uns natürlich mehr als genug Gründe, warum man den Film auch hassen könnte. Erzählt "À bout de souffle" nur ei...
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"Alphaville – Lemmy Caution gegen Alpha 60" (FR/IT 1965) Kritik – Godard und die gegenwärtige Zukunft

Autor: Pascal Reis "I refuse to become what you call normal." Jean-Luc Godard spaltet die Gemüter mit provokativer Vorliebe. Dabei stellt er für den Großteil der Filmliebhaber so etwas wie den eindrucksvollsten Virtuosen der Filmgeschichte dar, der durch sein gezieltes Vorstoßen gegen herkömmliche Sehgewohnheiten nicht nur an die Fiktion der Illusion des Kinos erinnert und dadurch auf jede tradierte Regel gepfiffen hat, sondern auch durch sämtliche (Re-)Zitierungen und Referenzen aus den verschiedensten Kunstbereichen seinen Platz als unantastbarer Visionär im Herzen der Cineasten gesichert hat. Auf der anderen Seite steht allerdings ein Haufen stirnrunzelnder Zweifler, die Godards filmhistorische Bedeutung ohne Wenn und Aber in ihrem vollem Ausmaß akzeptieren, die Gegenliebe des Publi...
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Klassiker-Tipp der Woche "Die Verachtung" (FR 1963) Kritik – Godards geschliffener Scherbenhaufen

"Zu wissen, was man nicht weiß, ist die Gabe des höheren Geistes." Jean-Luc Godard ist eines der prägendsten Gesichter der Filmgeschichte, und das nicht nur in Bezug auf das französische Kino. Nicht wenige Menschen halten ihn für die Speerspitze der Filmkunst. Nachvollziehbar und verständlich, wobei Godard in jedem Fall absolute Geschmackssache ist und nicht selten mehrere Anläufe braucht. Eine Sache ist jedoch unumstritten und glasklar: seine Filme sind immer etwas ganz besonderes und absolut einzigartig. Dieses Mal geht es in das Jahr 1963 und zu seinem vierten Langfilm 'Die Verachtung'. Jean-Luc Godard inszenierte ein künstlerisches Drama und zeigt darin seine Leidenschaft zum Kino und offenbart die Kraft des mächtigsten, aber auch brüchigsten Gefühls: der Liebe. Filmproduzent Jerem...
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Die 10 besten Regisseure aller Zeiten – dexter-morgan stellt seine Lieblinge vor

Nachdem vor einiger Zeit unser Autor Souli seine Top 10 Regisseure vorgestellt hat, möchte ich das natürlich auch tun. Eines schon mal vorweg: Wer Namen wie Alfred Hitchcock, Christopher Nolan, Stanley Kubrick, David Lynch, Roman Polanski oder David Fincher erwartet, der möge bitte nicht enttäuscht sein, denn diese Regisseure sind nun mal meiner Meinung nach überbewertet, auch wenn sie das ein oder andere Meisterwerk geschaffen haben. Jetzt aber genug des Geschwafels, hier ist meine persönliche Top 10 der besten Regisseure aller Zeiten. Platz 10: Woody Allen Der vielleicht beste Drehbuchautor Hollywoods. Ein Romantiker, ein Dichter, ein Künstler, was nicht alles in ihm steckt. Das zeigt sich auch in seinen Filmen, die zwar nicht unbedingt jedermanns Geschmack treffen, aber durch ihre L...
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"Elf Uhr nachts" (FR 1965) Kritik – Ein weiterer Geniestreich Jean-Luc Godards

Autor: Philippe Paturel Vier Namen, nur folgende vier Namen und ihr könnt euch gewiss sein, dass es sich um ein Meisterwerk handeln muss. Aus der Zusammenarbeit von Regisseur Jean-Luc Godard, Kameramann Raoul Coutard und den beiden Protagonisten Jean-Paul Belmondo und Anna Karina entstand eine farbenfrohe Mixtur aus Crime-Story, Musical, Melodrama und grotesker Komik, hinter deren Fassade sich die eigentliche Handlung abspielt. Narrheiten der Gesellschaft, das unabdingbare Scheitern der Liebe, die Suche nach dem Glück, Romantik und Existenzialismus sind die Hauptthemen, denen dieses Kunstwerk auf den Grund geht. Dabei schuf Godard ein Zitat, welches als eine der berühmtesten Hommagen an das Kino gilt: "Der Film ist wie ein Schlachtfeld. Liebe, Hass, Action, Gewalt, Tod. In einem Wort: E...