Schlagwort: Kurt Russell

Kritik: Fast & Furious 8 (US 2017)
Kritiken

Kritik: Fast & Furious 8 (US 2017)

Ich habe die dritte Regel verstanden. Es gibt keine Regeln. Schon längst ist aus fast, faster, fastest ein bulliges big, bigger, biggest geworden. Teil 8 macht da keine Ausnahme. Es regnet Autos zu dutzenden von Dächern, italienische Sportwagen schlittern über sibirisches Eis und die „Familie“ liefert sich ein Wettrennen mit einem Atom-U-Boot. Dass die Reihe längst keine Grenzen mehr kennt ist klar und wird hier erneut unter Beweis erstellt. Diesmal übernahm Regie-Handwerker F. Gary Gray das Regiezepter. Er drehte bereits in The Italian Job mit Jason Statham und Charlize Theron zusammen und auch mit Vin Diesel sammelte er Erfahrungen bei dem wenig erinnnerungswürdigen Thriller Extreme Rage. Dank Gray auf dem Regiestuhl wirkt der Film wesentlich kompakter, konzentrierter und katalytisch...
Filmkritiken zu „Mechanic: Resurrection“, „Ben Hur“ und „Deepwater Horizon“
Filme, Kritiken

Filmkritiken zu „Mechanic: Resurrection“, „Ben Hur“ und „Deepwater Horizon“

  Mechanic: Resurrection (USA 2016) Im Kino hat Mechanic: Resurrection mal rein gar nichts zu suchen, denn besser als ähnlich gepolte DTV-Reißer sieht Jason Stathams zweiter Auftritt als Arthur Bioshop keinesfalls aus. Der deutsche Filmemacher Dennis Gansel, der in der Vergangenheit, beispielsweise mit Wir sind die Nacht, durchaus bewiesen hat, in der Lage zu stimmungsvollem Genre-Kino zu sein, agiert hier in Sachen schöpferischer (Spreng-)Kraft auf Sparflamme und spult das ab, was das Statham-Vehikel nun mal von ihm verlangt: James Bond'eske Set Pieces, idyllische Postkartenmotive und natürlich Jason Statham, der knurrt, Schellen verteilt und mal wieder zeigt, dass er der Beste in Allem ist. Was Mechanic: Resurrection aber angenehmer als den Vorgänger gestaltet, ist, dass er ...
Kritik: The Hateful Eight (USA 2015)
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Kritik: The Hateful Eight (USA 2015)

    "You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang." Autor: Sebastian Groß Ja, man kann sich „The Hateful Eight“ auch in der digitalen Fassung anschauen, so lange der Kinobetreiber es versteht den Projektor richtig einzustellen. Auch in der proletarischen, anti-cineastischen und anti-materiellen Fassung ist Quentin Tarantino ein sehenswerter Film gelungen, der aber mit großer Sicherheit seine Zuschauerschaft spalten wird. Denn noch nie verübte der Kult-Regisseur so verbittert und gleichzeitig doch so hoffnungsvoll eine Aussage über die Differenz des Menschen. Bereits in „Django Unchained“ erzählte Tarantino über Rassismus, Vorurteile und – natürlich – Rache. „The Hateful Eight“ nimmt sich dieser Thematiken erneut an, anders als bei seinem ersten Weste...
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"Fast & Furious 7 – Zeit für Vergeltung" (USA 2015) Kritik – Vollgas mit einem Kloß im Hals

Autor: Pascal Reis "I don't have friends, I got family." Man muss es sich einfach nochmal auf der Zunge zergehen lassen: Das einst so reizlose „The Fast and the Furious“-Franchise rast in diesem Jahr mit quietschenden Reifen tatsächlich schon in die siebte (!) Runde. Wer hatte nach dem desaströsen „The Fast and the Furious – Tokyo Drift“ schon eine Ahnung von dem qualitativen Quantensprung haben können, der sich in „Fast & Furious – Neues Modell. Originalteile“ schon leise anbahnte, in „Fast & Furious 5“ dann aber wie entfesselt aus allen Nähten platzte. Inzwischen hat sich die Reihe zu einem wahren Happening entwickelt, welches nicht nur Autofanatiker anlockt, sondern auch den Action-Fans der alten Schule das Bäuchlein pinselt. Wenngleich der immer noch durchaus gelungene „Fast & Furiou...
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"Die Klapperschlange" (USA 1981) Kritik – Kurt Russell im Gefängnis der Zukunft

"Ich kenne dich, hab aber gehört du wärst tot." - "Bin ich auch." Geht es nach den meisten Regisseuren und Autoren, dann erwartet uns Menschen keine besonders rosige Zukunft. An erster Stelle dürfte da Ridley Scotts "Blade Runner" genannt werden, der uns eine Welt offenbarte, in die Frage nach Menschlichkeit einen ganz neuen Kern geschenkt bekam und wir in eine Umgebung gezogen wurden, in der es weder Sonnenlicht und Wärme gibt, sondern nur Dreck, Hoffnungslosigkeit und prasselnden Dauerregen. Ebenso erwähnenswert ist auch Terry Gilliams pessimistischer "12 Monkeys", in dem der exzentrische Regisseur Bruce Willis durch die Zeit schickte, um einen Virus aufzuhalten und die Verseuchung der Menschheit zu retten. Und auch James Camerons "Terminator" darf noch genannt werden, in dem der Kana...
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"Dark Blue" (USA 2002) Kritik – Die Farbe der Korruption

"Es muss erst hässlich werden, bevor es besser werden kann." Ron Shelton hat sich mit Filmen wie 'Weiße Jungs bringen's nicht' und 'Tin Cup' nicht gerade einen großen Namen gemacht. Ein Händchen für gute Besetzungen hatte er dabei hingegen schon mehrmals bewiesen. Mit seinem Thriller 'Dark Blue' aus dem Jahr 2002 inszeniert Shelton einen spannenden Korruption-Thriller mit tollen Darstellern. 'Dark Blue' fängt die Atmosphäre der 90er zu dem Zeitpunkt der Rassenunruhen stark ein. Die Großstadtaufnahmen von Los Angeles wurden in rauen und gleichermaßen stilsicheren Bildern verpackt. Blanchards Soundtrack überzeugt ebenfalls durchgehend durch seinen emotionalen und doch anspannenden Unterton und unterstreicht die Szenen passend. Wie ich es schon erwähnte, ist 'Dark Blue' mit guten Schausp...
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"Death Proof" (USA 2007) Kritik – Tarantino und das 70er Jahre Trash-kino

"Es sollte beeindruckend sein… Und unheimlich beeindruckt unheimlich!" Meisterregisseur Quentin Tarantino, der ein Meisterwerk nach dem anderen abliefert, bringt mit 'Death Proof' eine Hommage an das Schmuddelkino der 70er Jahre. Tarantinos Film erfüllt seinen Zweck und ist ein dreckiger, spaßiger und brutaler Ausflug ins Trash-Genre, der das Mainstream-Publikum, vor allem wegen seiner Dialoglastigkeit, zu Tode langweilen könnte. Der Film besteht aus zwei Handlungssträngen: Im ersten geht es um eine Runde Mädchen auf dem Weg in ein Ferienhaus sind. Sie halten in einer Bar und machen die Bekanntschaft mit dem harmlos erscheinenden Stuntman Mike. Auf dem Heimweg stellen sie fest, welche Absichten Stuntman Mike wirklich hegte und ein Kampf um Leben und Tod beginnt. Ein Jahr später: Wieder...
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"Poseidon" (USA 2006) Kritik – Der Untergang Petersen’s

"Weißt du, wer überlebt und wer stirbt, das ist niemals gerecht. Durch dich hatte Elena eine Chance, wie alle anderen auch" Der deutsche Regisseur Wolfgang Petersen, der in Hollywood in Sachen Patriotismus kein unbekannter sein dürfte, lässt auch in 'Poseidon' aus dem Jahre 2006 nichts anbrennen. Der Film ist ein Remake des Klassikers 'Poseidon Inferno' mit Gene Hackman aus den 70ern und reiht sich ohne Probleme in die Liste der schlechten Remakes ein. Zu Recht floppte der Film an den Kinokassen und spielte nicht mal die Hälfte seiner 140 Millionen Dollar Produktionskosten ein. Am Silvesterabend wird das Luxus Kreuzfahrtschiff Poseidon von einer riesen Welle erfasst und dreht das Schiff mit dem Kiel nach Oben. Dieses Unglück fordert bereits das Leben vom Großteil der Besetzung. Nur Glü...
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"Das Ding aus einer anderen Welt" (USA 1982) Kritik

Childs: I just cannot believe any of this voodoo bullshit. Palmer: Childs, it happens all the time, man. They're falling out of the sky like flies. Government knows all about it, right, Mac? Childs: You believe any of this voodoo bullshit, Blair? Palmer: Childs, Childs... Chariots of the Gods, man. They practically own South America. I mean, they taught the Incas everything they know. Einer dieser Filme, welche man immer und immer wieder sehen kann, ist John Carpenters 'The Thing' aus dem Jahr 1982. Eklig, trashig, nervenzerfetzend, unvorhersehbar, originell sind nur einige vieler Adjektive, welche diesem Science-Fiction-Horrorklassiker absolut gerecht werden. Die Story dreht sich um eine abgelegene US-Basis in der Antarktis, welche eines Tages von einem außerirdischen Parasiten he...