Schlagwort: Leonardo DiCaprio

Kritik: Romeo + Julia (USA 1996) – William Shakespeare in modernem Gewand
Drama, Kritiken

Kritik: Romeo + Julia (USA 1996) – William Shakespeare in modernem Gewand

Um Hass geht es hier, doch mehr um Liebe noch. Zänkische Liebe, Liebe voller Hass, du alles aus dem nichts zuerst erschaffen. Oh schwere Leichtigkeit. Oh ärmste Tändelei. Entstelltes Chaos, scheinbar wohlgeformt. Wenn man sich mit den prägendsten und bekanntesten Personen der Weltliteratur beschäftigten will, dann stößt man auf die üblich Verdächtigen, was in diesem Fall jedoch in keiner Weise negativ gemeint ist, denn hier besteht die Ausnahme, das Popularität wirklich gleichbedeutend mit Qualität ist. Wir sprechen also von Menschen wie Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Lord Byron, Edgar Allan Poe, Charles Baudelaire und John Keats. Männer, deren Ruf als Dramatiker, Philosophen, Lyriker, Dichter, Denker oder ganz einfach Autoren auf der ganzen Welt zu Recht bekannt ist. J...
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"Blood Diamond" (USA 2006) Kritik – Blutiger Diamantenhandel in Sierra Leone

"Wenn du mein Leben noch einmal derart gefährdest, dann werde ich dir das Gesicht nach hinten über den Kopf ziehen." Das uns heute bereits schon im Kindesalter eingeredet wird, wir müssten uns politisch engagieren und dem Staat bei seinen Entscheidungen folgen, um später vielleicht auch etwas zu bewirken und zu verändern zu können, ist mit Sicherheit nicht falsch. Gerade weil sich unzählige Bürger auf Aussagen stürzen wie: „Ich allein kann ja sowieso nichts bewirken.“ Wenn man sich nicht einsetzt oder auch mindestens wählen geht, dann kann man nichts erreichen, das stimmt, und wenn jeder zweite Mensch so denkt, dann wird es nie zu Veränderungen kommen, sondern nur zu größeren sinnlosen Aufständen der Bürger. Ebenso wichtig wie diese Auseinandersetzung mit der Politik, ist es auch, die...
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"Aviator" (US/JP 2004) Kritik – Leonardo DiCaprio steigt auf in den Schauspielolymp

"The way of the future." Zwei Jahre nachdem Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio ihr für 10 Oscars nominiertes Historien-Epos "Gangs of New York" 2002 in die Kinos brachten, kehrte das Dreamteam 2004 zurück in die Kinos. Ihre erste Zusammenarbeit war nicht das erhoffte Meisterwerk, welches auch dazu diente, Leonardo DiCaprio wieder zu einem ernstzunehmenden Darsteller zu machen, erwies sich aber dennoch als äußerst sehenswerter und kraftvoller Film. Nun standen DiCaprio und Scorsese mit "Aviator" vor den Türen, eine Biografie über die amerikanische Legende Howard Hughes (1905-1976). Die Sorge, dass eine Biografie von einem Regisseur nich passend auf die Leinwand gebracht wird, ist immer groß, doch Scorsese bewies in der Vergangenheit Gegenteiliges. An erster Stelle steht natürlich sei...
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"Gangs of New York" (USA 2002) Kritik – Amerika wurde in den Straßen geboren

"Wenn man einen König ermordet, dann erdolcht man ihn nicht in einer finsteren Ecke. Man tut es da, wo der gesamte Hofstaat ihm beim Sterben zusehen kann." Im Jahre 2002 durfte die Filmwelt den Anfang einer großen Zusammenarbeit erleben, die die Welt noch einige Male begeistert hat und auch begeistern wird. Die Rede ist von Regisseur Martin Scorsese und dem Schauspieler Leonardo DiCaprio. Heute zählen beide zu den bedeutendsten Akteuren in ihren Bereichen, Scorsese natürlich auch schon im Jahre 2002, denn mit Filmen wie "Taxi Driver" und "GoodFellas" machte er sich schon zur Legende, bei DiCaprio war das jedoch ein bisschen anders. Die Meisterleistung in "Gilbert Grape" lag schon einige Jahre zurück und DiCaprio eignete sich ein Schönling-Image an, welches ihn durch die Filme "Romeo & J...
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"Shutter Island" (USA 2010) Kritik – Im Angesicht des Wahnsinns

"Was wäre schlimmer, zu leben wie ein Monster, oder als guter Mann zu sterben?" Die gemeinsamen Jahre zwischen Martin Scorsese und Robert De Niro sind lang vorbei. Doch der Meisterregisseur hat einen neuen Stammschauspieler gefunden: Leonardo DiCaprio. Die Qualität von De Niro hat er zwar noch nicht ganz erreicht, doch das ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. Nach 'Gangs of New York', 'Aviator' und 'Departed' kam es 2010 zur vierten und bis lang letzten Zusammenarbeit des Traumgespanns in 'Shutter Island'. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Dennis Lehane erweist sich als nervenzerrender und äußerst vielschichtiger Psycho-Thriller. Kameramann Robert Richardson leistet vorzügliche Arbeit. Die Bilder sind unheimlich düster und ein unwohles und angespanntes Gefühl tritt durchgeh...
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"This Boy’s Life" (USA 1993) Kritik – DiCaprios erster großer Auftritt

"Das ist mein Haus und ich hab das Sagen! Verstanden?!" Welcher 18 Jährige Junge hat schon das große Privileg, in seinem ersten großen Filmauftritt, an der Seite von einer Schauspielgröße wie Robert De Niro zu spielen? Tja, niemand geringere als Leonardo DiCaprio. In Michael Caton-Jones Jugend-Drama 'This Boy's Life' aus dem Jahre 1993, begeistern nicht nur die Darsteller, sondern auch Caton-Jones' emotionale und starke Inszenierung. David Watkins Bilder, die das 50er Jahre Leben in Amerika einfangen, sind schön stimmig und nostalgisch. Dabei verzichtet Watkins auf unnötige Sperenzchen und fängt das Geschehen in standhaften und unaufgeregten Aufnahmen ein. Auch der unaufdringliche und gefühlvolle Score von Carter Burwell trägt seinen Teil zur tollen Atmosphäre bei und schafft es, den Z...
Kritik: Catch Me If You Can (USA 2002)
Filme, Heimkino, Kritiken, Retro

Kritik: Catch Me If You Can (USA 2002)

Frank, look. Nobody's chasing you. Man hatte die Hoffnungen ja schon irgendwie aufgegeben, dass Steven Spielberg mal wieder Interesse daran zeigt, das Herz der Zuschauer in den Sälen der Lichtspielhäuser in den höchsten Tönen schlagen zu lassen. Sein Eskapismus war nicht mehr locker-leicht konzipiert, er war von einer entsättigten Düsternis gezeichnet, die den Kleinen der Familie konsequent den Riegel vorschob: Auf „Schindlers Liste“ folge das Sklaven-Drama „Amistad“, nach „Der Soldat James Ryan“ kam die hervorragende Dystopie „Minority Report“. Zwischendurch durfte zwar „A.I. - Künstliche Intelligenz“ noch einmal etwas Magie versprühen, doch von dem federleichten Gestus eines „E.T. - Der Außerirdische“, „Jurassic Park“ oder der „Indiana Jones“-Trilogie waren seine Werke bis zum Jah...
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"J. Edgar" (USA 2011) Kritik – DiCaprio at his best

"Do I kill everything that I love?" Ganz groß, aber nicht ohne den einen oder anderen Makel, so lässt sich "J. Edgar" wohl am besten resümieren. Was der mittlerweile 81-jährige Clint Eastwood aus Leonardo DiCaprio herauskitzelt, ist unfassbar, nur die epische Erzählweise dürfte einige Zuschauer in den Tiefschlaf versetzen. Das allerdings ist keineswegs böse gemeint, denn die Inszenierung ist perfekt, nur muss man sich für historische, speziell amerikanische Themen interessieren, um an dem neuesten Werk des Altmeisters gefallen zu finden. "J. Edgar" erzählt den Aufstieg des, wie aus dem Titel bereits erkennbar sein dürfte, FBI-Gründers J. Edgar Hoover (Leonardo DiCaprio) und die damit verbundene Entwicklung der amerikanischen Kriminalgeschichte und das damit einhergehende Privatleben vo...
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"Departed" (USA 2006) Kritik – Eine Ratte kommt selten allein

"Die Kirche will das Du gehorchst: Niederknien, aufstehen, niederknien, aufstehen. Wenn dir das gefällt, weiß ich nicht wie ich dir helfen kann. Ein Mann geht immer seinen eigenen Weg. Niemand schenkt dir was...Du musst es dir nehmen! Non serviean!" Martin Scorsese ist eine der lebenden Legenden der Filmgeschichte. Nach Meisterwerken wie 'Taxi Driver', 'GoodFellas' und 'Wie ein wilder Stier' fehlte ihm nur noch die Oscar-Trophäe auf dem Kaminsims. Nach 5 Nominierungen für die beste Regie fand Scorsese endlich den Weg zum goldenen Jungen und gewann mit seiner sechsten Nominierung für 'Departed' 2006 endlich die mehr als verdiente Auszeichnung. Auch den Oscar für den besten Schnitt, das beste adoptierte Drehbuch und den wohl wichtigsten Oscar für den besten Film konnte der harte Gangster-...
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"Der Mann, der niemals lebte" (USA 2008) Kritik – Kampf um Leben und Tod

"You Americans, you are incapable of secrecy because you are a democracy." Meisterregisseur Ridley Scott, der Filmgeschichte mit Filmen wie 'Alien', 'Blade Runner' und 'Gladiator' geschrieben hat, bringt nach drei zusammenarbeiten mit Russel Crowe, einen neuen Film, wieder mit Crowe in der Besetzungsliste. 'Der Mann, der niemals lebte' ist eine Romanverfilmung mit Superstar Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle. Zwar ist der Film spannend und durchgehend unterhaltsam, hat aber eine große Schwäche in Sachen Glaubwürdigkeit. Der Film sieht, wie alles von Ridley Scott, hervorragend aus. Die klaren und düsteren Bilder sind ein Hochgenuss und der geniale Sound macht den Film zu einem absolutem Highlight. Leonardo DiCaprio, einer der besten Schauspieler unserer Zeit, spielt den eiskalten und ...