Schlagwort: Pablo Larrain

Kritik: Jackie (CL, FR, US 2016)
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Jackie (CL, FR, US 2016)

I don’t smoke Wirft man nur einen oberflächlichen Blick auf Jackie, so droht man schnell ein völlig falsches Bild des jüngst gestarteten Films zu bekommen. Obgleich die Vorzeichen zähes Gefälligkeitskino versprechen und auch einige Oscarnominierungen in diese Richtung deuten, stemmt sich das Werk bei näherer Betrachtung vehement gegen diese Vorurteile. Auch Jackie befeuert den jüngst entstandenen Trend zur Rundumerneuerung von Filmbiografien und was wir in den letzten Jahren etwa bei Steve Jobs oder Vor der Morgenröte bestaunen durften, findet auch hier seine Anwendung. Vorbei sind die Zeiten, in denen Biopics die formal belanglose Bebilderung eines Wikipedia Artikels darstellten und ausschweifend von den Taten einer mehr oder weniger interessanten Persönlichkeit erzählten. Hauptaugenme...
TIFF 2016 – Kurzkritiken und Rückblick
Festivals, Kritiken, Slider, Specials, Werner Herzog

TIFF 2016 – Kurzkritiken und Rückblick

Dreißig Filme in sieben Tagen und währenddessen viel ermüdendes In-der-Schlange-Stehen, um noch einen Platz in den Vorstellungen der zahlreichen, heiß erwarteten Filme zu ergattern. Am Ende konnte ich jedoch nicht all meine Wunschfilme sehen und habe beispielsweise Park Chan-wooks The Handmaiden, Paul Verhoevens Elle und Olivier Assayas Personal Shopper verpasst. Das ist aber kein Grund traurig sein zu müssen. Denn erstens habe ich so weiterhin ein paar Filme, denen ich ungeduldig entgegenfiebern kann. Und zweitens durfte ich auch so einige wunderbare cineastische Schaffenswerke auf dem 41. Toronto International Film Festival sehen, darunter Damien Chazelles Musical-Meisterwerk La La Land oder Julia Ducournaus Raw, meine Horror-Entdeckung des Jahres. Da ich zeitbedingt leider nicht viele...
Kritiken

"¡No!" (CE/FR/US 2012) Kritik – Ein pragmatischer Marketingfeldzug durch die Mechanismen der Diktatur

Autor: Pascal Reis "Ein Regenbogen?" Steht das nicht für die Schwuchteln?" Dass das politisch-engagierte Kino nicht nur kontinental große Bestätigung erhält, sondern auch auf dem globalen Filmmarkt immer wieder neuen Zuwachs beim Gedeihen bestaunen darf, zeigt sich an dem internationalen Output. Natürlich sind die 1970er Jahre schon lange vergangen und kinematographische Großkaliber à la „Die drei Tage des Condor“ (Sydney Pollack, 1975), „Die Unbestechlichen“ (Alan J. Pakula, 1976) oder „I wie Ikarus“ (Henri Verneuil, 1979) rühmen sich heute als echtes Kulturgut, dessen Qualitäten nur noch schwerlich erreicht werden – Von der damaligen Kontinuität darf lediglich im stillen Kämmerlein geträumt werden. Aber auch heutzutage gibt es cineastische Genre-Glücksgriffe wie „Carlos – Der Schakal...