Schlagwort: Ridley Scott

Kritik: Alien: Covenant (USA 2017)
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Kritik: Alien: Covenant (USA 2017)

Ich bin dein Schöpfer. Prometheus – Dunkle Zeichen sollte eigentlich das Alien-Franchise wieder gen Himmel heben. Doch viele (vielleicht sogar die meisten) waren vom Prequel enttäuscht. Logikfehler und offene Fragen wurde dem Epos vorgeworfen. Das Regisseur Ridley Scott mit dem Film eines der atmosphärisch stärksten Sci-Fi-Werke der letzten Jahre erschaffen hatte, wurde dagegen oftmals verschwiegen. Nun soll Alien: Covenant diesen Film ausbügeln, weil die Fans ihn nicht mochten. Okay. Sei es drum. Aber was Scott hier erschuf ist ein lustloses Geraffel. Ohne ein wirkliches Gespür für Flair klatscht er und seine Autoren den philosophischen Ansatz von Prometheus – Dunkle Zeichen an den müden Versuch den Horror des ersten Teils zu erzeugen und flanscht obendrauf noch ganz viel Blut, Ge...
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Kritik: Die Duellisten (GB/USA 1977)

"Ich fordere eine Entschuldigung." Die Geschichte einer Männerfeindschaft zur Zeit der Napoleonischen Kriege, aus eher nichtigen Gründen werden die beiden Husarenoffiziere d’Hubert (Keith Carradine) und Feraud (Harvey Keitel) zu erbitterten Gegnern. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege und jedesmal kommt es dabei zum Duell auf Leben und Tod. Ridley Scott gehört ohne Zweifel zu den interessantesten Hollywood-Regisseuren, eben weil er auch ein auteur ist. Seine Filme kann man allerdings schwerlich katalogisieren und thematisch einordnen. Noch stärker als Spielberg hat es Scott darauf angelegt, möglichst viele unterschiedliche Filme zu drehen. Das war schließlich auch der Grund warum er sich für "Alien" entschied. Nach "The Duellists" bot man ihm einen weiteren Kostümfilm an. Er lehnte ab ...
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"Prometheus" (USA 2012) Kritik – Ridley Scott auf der Suche nach dem Anfang

"My God, we were so wrong..." Hätte man vor einigen Jahren gesagt, dass Ridley Scott sich wieder seiner "Alien"-Welt widmen würde, wäre man wohl mit schiefen Augen angeschaut worden. Aber hier ist es nun, das im Vorfeld als gigantisches Werk angekündigte Prequel zur "Alien"-Quadrilogie, und auch wenn der Film sich bestimmte Kritikpunkte gefallen lassen muss, so hat Ridley Scott hier doch etwas enorm Komplexes geschaffen und erzählt nicht nur vage die Vorgeschichte zu "Alien", sondern wirft viele neue Fragen auf. Dabei hat er ohne Frage den besten Sci-Fi-Horror seit seinem Baby geschaffen. Nachdem ein Forscherteam auf verschiedenen Kontinenten dieselbe Sternenkarte entdeckt, schickt Weyland im Jahr 2091 die beiden leitenden Forscher und einige Astronauten auf eine 2-jährige Reise durch ...
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"Hannibal" (USA 2001) Kritik – Ein letztes Wiedersehen mit dem genialen Kannibalen

"Unsere Narben haben die Angewohnheit uns daran zu erinnern, dass die Vergangenheit Realität war!" Mit 'Das Schweigen der Lämmer' gelang Jonathan Demme 1991 einer der größten Erfolge überhaupt. Seine Verfilmung des gleichnamigen Bestseller um den inzwischen bekanntesten Kannibalen der Filmgeschichte gewann die fünf wichtigsten Oscars und gilt heute bereits längst als Klassiker. 1986 verfilmte Michael Mann mit 'Manhunter' zwar den zweiten Teil der Hannibal-Reihe, blieb damit aber leider viel zu unbeachtet. Dann kam das Jahr 2001 und der nächste Hannibal-Film, der auch gleichzeitig den letzten Teil der Buchreihe darstellte, stand vor der Tür. Mit 'Hannibal' musste sich der britische Regisseur Ridley Scott natürlich den klaren Qualitätsvergleichen mit 'Das Schweigen der Lämmer' unterziehen...
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"American Gangster" (USA 2007) Kritik – Die Ballade vom Aufstieg und vom Fall

"Der lauteste in einem Raum, ist auch immer der Schwächste." Wenn man auf Ridley Scotts Karriere zurückblickt, dann sieht man vor allem eines: hochwertige Filme. Von 'Alien' über 'Blade Runner' bis zum Oscar-Erfolg 'Gladiator'. Natürlich hat Scott auch gelegentlich mal etwas daneben getreten, aber trotzdem zählt er zu den ganz großen der Branche. Diesmal gehen wir zurück in das Jahr 2007 und widmen uns dem Cop/Gangster-Epos 'American Gangster'. Scott liefert wieder einmal einen grandiosen Genre-Beitrag ab, der leider dann doch nicht ganz das Zeug zum richtigen Meisterwerk hat. An erster Stelle beeindruckt 'American Gangster' durch seine wirklich perfekte Ausstattung und die grandiosen Kulissen. Das New York der 70er Jahre, insbesondere Harlem, wurde exzellent wiederbelebt und von Harri...
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"Alien" (USA 1979) Kritik – Die Geburtsstunde des berühmtesten Weltraummonsters

"Ich kann Ihnen nichts vormachen, was Ihre Chancen angeht. Aber: Sie haben mein Mitgefühl." Es war das Jahr 1979. Science-Fiction war wieder total angesagt, wobei, war sie je abgesagt? Naja! Jedenfalls war sie wieder der absolute Renner, zwei Jahre zuvor erleuchtete George Lucas mit 'Krieg der Sterne' die Kinos und bereitete den Weg für eine grandiose Weltraum-Oper vor. Doch ein junger Regisseur, auch nach seinem Erstlingswerk noch unbekannt, eröffnet uns eine völlig andere Welt des Weltraums und gleichzeitig die Liebe dafür. Die Rede ist natürlich von Ridley Scott und seinem Durchbuch 'Alien'. Zu Recht genießt der Film heute Kult und Klassikerstatus, denn mit 'Alien' schuf Scott einen der besten Sci-Fi-Filme aller Zeiten, der aber nicht ganz ohne Schwächen auskommt. Das Ridley Sott es...
Kritik: Blade Runner (USA 1982) – Die Klingen der Menschlichkeit
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Kritik: Blade Runner (USA 1982) – Die Klingen der Menschlichkeit

All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen... Sci-Fi-Filme gibt es viele. Zu viele könnte man meinen, dabei kann es gar nicht so weit kommen. So vielschichtig und unendlich ist der Bereich. Ob wir fremde Planeten erforschen, durch die Galaxien reisen, oder eine einfache Zukunftsvision zu sehen bekommen. Alles ist unglaublich interessant. Ridley Scott setzt mit seinem Utopie & Dystopie-Meisterstück von 1982 genau in einer dieser Zukunftsvisionen an, inszeniert aber eine Geschichte wie wir so noch nicht erleben und vor allem sehen durften. Optisch zählt 'Blade Runner' ohne weiteres zu dem besten was je auf irgendeinem Bildschirm oder einer Leinwand zu sehen war. Die dreckige, verrauschte, herzlose und apokalyptisch angehauchte Zukunftswelt im Jahre 201...
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"Der Mann, der niemals lebte" (USA 2008) Kritik – Kampf um Leben und Tod

"You Americans, you are incapable of secrecy because you are a democracy." Meisterregisseur Ridley Scott, der Filmgeschichte mit Filmen wie 'Alien', 'Blade Runner' und 'Gladiator' geschrieben hat, bringt nach drei zusammenarbeiten mit Russel Crowe, einen neuen Film, wieder mit Crowe in der Besetzungsliste. 'Der Mann, der niemals lebte' ist eine Romanverfilmung mit Superstar Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle. Zwar ist der Film spannend und durchgehend unterhaltsam, hat aber eine große Schwäche in Sachen Glaubwürdigkeit. Der Film sieht, wie alles von Ridley Scott, hervorragend aus. Die klaren und düsteren Bilder sind ein Hochgenuss und der geniale Sound macht den Film zu einem absolutem Highlight. Leonardo DiCaprio, einer der besten Schauspieler unserer Zeit, spielt den eiskalten und ...
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"Gladiator" (USA 2000) Kritik – Starke Epik, schwache Story

"Einem Mann wird nur die Bürde auferlegt, die er auch tragen kann." Das war jetzt also "Gladiator", den ich vor einigen Jahren noch sehr geschätzt habe. Leider ist Ridley Scotts allgemein gefeiertes Sandalen-Epos trotz seiner pompösen Inszenierung ein teils sehr zähes Unterfangen, denn sobald "Gladiator" die Themen Politik, Verrat und Familiendrama anspricht, verliert er sich überwiegend in platter Symbolik. Zum Ausgleich der ganzen inhaltlichen Schwächen bekommen wir zum Glück zwei herausragende Protagonisten geboten. Russel Crowe, dessen Mimik nicht emotionaler sein könnte und Joaquin Phoenix zwischen Wahnsinn und dem Verlangen nach Liebe. Dazu ein Bombast-Score von Hans Zimmer, der für mich bis heute zu seinen Besten zählt und eine überragende Bebilderung und Technik. Das Kolosseum ...