3 Antworten

  1. nanny-diaries
    4. März 2012

    Yes, best Film ever, einmal geguckt vergißt man ihn nie wieder

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    • Souli
      4. März 2012

      Der beste Film für mich nicht. Aber einer der besten Thriller, ja 🙂

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  2. Mowa Techen
    15. Juni 2014

    Vorsicht Spoiler Alarm: Ich muss sagen, ich fand den Film stark enttäuschend. Und vor allen Dingen Brad Pitts exaltierte Darstellung seines Charakters hat mich eher zum Lachen animiert, denn irgendwie beeindruckt.Vor allen Dingen die letzte Szene, in der er auf John Doe zielt, fand ich sehr, sehr albern dargestellt. Ungefähr 30 Sekunden lang schaut er John Doe an mit der Waffe und dreht immer wieder seinen Kopf weg. Dies tut er aber mit solch einer übertriebenen Gestik, dass ich tatsächlich darüber lachen musste. Auch Morgan Freeman zeigt keine große Performance: es sind immer genau 2 Gesichtsausdrücke, die er spielt: der „oh es ist was schlimmes passiert“-Blick und den „Ich muss das Rätsel lösen“-Blick und immer wenn er was spielen müsste, wird aus seinem Gesicht gezoomt und nur die Handlung gezeigt, wie als er das Metronom wegwirft. Auch die Charaktere im Allgemeinen sind stark klischeehaft, der junge, enthusiastische auf neue Polizeiarbeit beharrende Komissar und der alte, intellektuelle, desillusionierte Komissar. Ebenso die Monologe, unterste Neo-Noir-Schublade; Kostprobe gefällig: „Apathie kann eine Lösung sein. Ich meine es ist leichter sich in Drogen zu verlieren als den Schwierigkeiten des Lebens zu begegnen. Es ist leichter, das, was man haben will, zu stehlen als zu verdienen. Es ist leichter ein Kind zu schlagen als es zu erziehen. Liebe ist anstrengend. Sie kostet Mühe und Arbeit.“ Das sagt Somerset zu Mills’Ehefrau. In diesem Monolog zeigt sich auch David Finchers Kernaussage: Apathie ist aller Laster Anfang. Diese Aussage setzt er noch radikaler bei Fight Club um. Aber gleichzeitig ist diese Aussage auch extrem platt und banal und leicht zu treffen angesichts einer saturierten Konsumgesellschaft. Außerdem fügt Fincher dem Genre kein neues Thema zu, dieses Sieben-Todsünden-Thema wird nur als Aufhänger benutzt, um wieder relativ banal die westliche Wohlstandsgesellschaft zu kritisieren, dies kulminiert in dem vielzitierten Monolog von Kevin Spacey, den ich persönlich für viel zu kurz gegriffen halte. Als wirklich starken Film, der diese Gesellschaftsform kritisiert, befinde ich American Beauty, denn dort werden die Mechanismen offengelegt und nicht mit dem Thriller-Rasenmäher drübergemäht. Auch finde ich ein Dutzend Neo-Noirs wesentlich stärker als dieser Film, der vor allen Dingen nur eine Ansammlung von Klischees ist, nach zehn Minuten mit dem Regen und dem versifften ersten Mordschauplatz weiß der Zuschauer worauf der Regisseur hinauswill. Mit Goethes Worten: Man roch die Absicht und war verstimmt. Wer einen wirklich starken Neo-Noir mit wirklich gut eingefangenem Pessimismus und der mit weniger platten Metaphern eine kaputte Stadt beschreibt, dem würde ich dringend L.A. Confidential ans Herz legen. Sieben ist wirklich nur ein klischeerter, platter, pseudointellektueller, wenig überraschender, unterdurchschnittlicher Neo-Noir, der nicht die Hälfte von dem hält, was er verspricht, einzig Kevin Spacey ist ein Lichtpunkt

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