Schlagwort: Catherine Zeta-Jones

Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Side Effects (USA 2013)

Autor: Conrad Mildner "Depression is the inability to construct a future." Es ist eher untypisch, dass ein Regisseur oder eine Regisseurin sich entschließt vorzeitig in „Rente“ zu gehen. Jedenfalls erst recht, wenn der- oder diejenige als fester Bestandteil des Weltkinos gilt und mit seiner/ihrer Arbeit mühelos die eigenen Brötchen verdienen kann. Steven Soderbergh, das amerikanische Indie-Urgestein, hat nun genau das getan. Mit fünfzig Jahren soll Schluss sein und dieser runde Geburtstag war bereits am 14. Januar. Die letzten Jahre waren auch eine einzige Hatz, die mit 10 Filmen in 6 Jahren einem Endspurt vor der Zielgeraden gleicht. „Side Effects“, Soderberghs 26. Film, markiert das (vorzeitige) Ende einer außergewöhnlichen Hollywood-Karriere. Der Film erzählt die Geschichte von Emi...
Kritiken

"Kiss the Coach" (USA 2012) Kritik – Gerard Butler kämpft um seinen Platz in der Familie

Autor: Pascal Reis "How do you get to meet so many hot women? – I have an ascent." Redet man vom zeitgenössischen RomCom-Sujet, dann sind die obligatorischen Stigmatisierungen immer in greifbarer Nähe: Charakter-Klischees, unglaubwürdige Entwicklungen und der ewig gleiche Handlungsverlauf, der auf sein einförmiges Happy End hinausläuft. Aus filmhistorischer Sicht sind diese kitschigen Machwerke zumeist vollkommen unbrauchbar und auch genauso schnell in den Untiefen der kinematographischen Belanglosigkeit versunken. Als Notlösung für den Einstieg in einen romantischen Abend mit der Auserwählten, kann man sich vielleicht noch einmal für einen Streifen mit Jennifer Aniston und Konsorten hinreißen lassen, immerhin treffen diese rosaroten Thematiken doch beim weiblichen Geschlecht gerne die r...
Kritiken

"Broken City" (USA 2013) Kritik – Mark Wahlberg und Russell Crowe im Kampf der Egomanen

Autor: Pascal Reis "There are some wars you fight and some wars you walk away from, this is the fighting kind." Geschwister auf dem Regiestuhl gibt es in Hollywood ja zu genüge: Joel und Ethan Coen („No Country for Old Men“), Andy und Lana Wachowski („Matrix“) und Bobby und Peter Farrelly („Verrückt nach Mary“). Zugegeben, der anhaltenden Qualität der sagenumwobenen Coen-Brothers kann kein Geschwister-Pärchen in der heutigen Zeit das Wasser reichen, es ist aber auch der Fall, dass man sich die Gebrüder aus Minnesota gar nicht mehr als individuelles Unikat vorstellen kann, denn dafür sind ihre Rollen als Künstler in der Branche bereits untrennbar legiert. Ein ganz anderes Doppel hat die Nabelschnur der Zusammenarbeit im Jahre 2013 jedoch durchtrennt und den Versuch gewagt, sich einmal ges...
Festivals, Specials

4. Berlinale-Recap: "Side Effects", "Das merkwürdige Kätzchen", "Don Jon’s Addiction", "Gold", "Interior. Leather Bar.", "Closed Curtain" & "Upstream Color"

Autoren: Conrad Mildner, Philippe Paturel Seit gestern ist die 63. Berlinale vorüber. Es gab viele gute und wenig schlechte Filme zu sehen. Nun folgt unser letzter Berlinale-Recap. Viel Spaß! „Side Effects“ von Steven Soderbergh Angstzustände, Schweißausbrüche, Herzklopfen machen Emily Taylor das Leben zur Hölle. Dabei sollte sich die junge Frau eigentlich freuen, wird doch ihr geliebter Mann bald aus dem Gefängnis entlassen. Nach seiner Rückkehr verschlimmert sich ihr Gemütszustand jedoch zusehends. Die verschriebenen Psychopharmaka stabilisieren sie, führen aber zu geistigen Abszenzen. Zu sehr sollte man sich nicht über „Side Effects“ informieren. Soderberghs allerletzter(?) Film ist ein waschechter Thriller mit zahlreichen Wendungen dessen stilistisches Vorbild ganz deutlich Alfred ...
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Lady Vegas (USA 2012)

"Schnell verdientes Geld, ich werde dir alles erklären." Rebecca Hall hat in den letzten Jahren eine beachtliche Karriere hingelegt. Seit ihrem Auftritt in Christopher Nolans „The Prestige“ spielte die britische Schauspielerin unter der Ägide anderer erfolgreicher Regisseure wie Woody Allen und Ron Howard. Nun spielt sie die Hauptrolle im neuen Film der britischen Regie-Legende Stephen Frears, wobei es gerade dieser Film sein könnte, der Halls Karriere einen Dämpfer verpassen könnte. Beth (Rebecca Hall) ist eine junge Frau, die als erotische Tänzerin ihr Geld verdient. Als sie keine Lust mehr darauf hat, zieht sie nach Vegas und lernt dort den Glücksspieler Dink (Bruce Willis) kennen, der sie ins Wettgeschäft einweist. Beth kann überaus gut mit Zahlen hantieren und kann Dink einige Ge...
Kritiken

"Rock of Ages" (USA 2012) Kritik – Sex, Drugs and Rock ’n‘ Roll

"This place is about to become a sea of sweat, ear-shattering music and puke." Über Modegeschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, dementsprechend auch über die Outfits von Anhängern der Glam-Metal-Szene, die in den achtziger Jahren ihren schrillen Höhepunkt erreichte. Lange toupierte Haare, hautenge Tops und Glitzerhosen, hier war einfach alles erlaubt, was frech, anders und provokant war. Natürlich grenzte man sich damit auch ganz bewusst von der raubeinigen Heavy-Metal-Fraktion ab, die nur wenig schöne Worte für die Paradiesvogel-Rocker übrig hatten. Aber ganz egal, wie man nun zu den schrillen Outfits stehen mag, eins lässt sich wohl kaum verleugnen: In dieser Zeit haben Bands wie „Poison“, „Guns N’ Roses“ und die „Twisted Sisters“ die Konzerthäuser dieser Welt zum kochen gebrach...