Schlagwort: Musik

Kritiken

Top Soundtrack zu Ridley Scotts Historienepos "Exodus: Gods and Kings" von Alberto Iglesias

Heute in unserer Katagorie Kino für die Ohren: Eine erste Hörprobe aus Ridley Scotts ("Gladiator", "Prometheus") neustem Historienspektakel "Exodus: Götter und Könige". Für die Kompositionen zeichnet sich dieses Mal, erstmalig bei einem Scott-Projekt, der Spanier Alberto Iglesias verantwortlich, der mit seinem Soundtrack zu "Die zwei Gesichter des Januars" bereits einen unserer Lieblingsscores des Jahres geschrieben hat. Und auch mit der musikalischen Untermalung zu Scotts neuester Regiearbeit kann uns Alberto Iglesias voll und ganz überzeugen. Wie gefällt sie euch? "Exodus: Götter und Könige" startet am 25. Dezember in den deutschen Kinos. Zum Trailer geht es HIER.
Kritiken

"Can a Song Save Your Life?" (USA 2013) Kritik – John Carney lädt zur musikalischen Großstadthommage

Autor: Pascal Reis „You know, I wasn't trying to win you over. I was telling you to fuck off.“ Mit seinem herrlich zurückgenommenen Musik(er)-Film „Once“ erlangte der irische Filmemacher John Carney internationale Reputation: Die Geschichte über einen Straßenmusiker und eine junge Pianistin, die nicht nur in ihrer gemeinsamen Passion zusammenfinden – natürlich war „Once“ eine Liebeserklärung an die Musik selbst -, versprühte eine ungeschönte Herzenswärme und ließ die beiden Laiendarsteller Glen Hansard und Markéta Irglová ohne jeden Ansatz von Prätention ihrer Wege gehen. Dass Carney inszenatorisch darin zwar noch keine Meisterklasse erreicht hatte, lässt sich nicht verheimlichen, doch die Aufrichtigkeit im Umgang mit seinen Charakteren konnte handwerkliche Mängel ein Stück weit kaschie...
Kritiken

Malmö bei CinemaForever: Von Supercomputern und Holzfällern – Unser filmischer Song Contest

Autoren: Pascal Reis, Sebastian Groß Gestern saß die deutsche Fernsehnation gespannt vor der Flimmerkiste und sah sich wie jedes Jahr an, wie Bands und Interpreten aus ganz Europa um den Sieg beim Eurovision Song Contest trällerten. Musik zieht die Menschen halt in ihren Bann. Schön. Nur blöde, dass wir ein Film-Blog sind. Aber, wir wissen uns zu helfen. Wir haben in den Nachwehen der gestrigen Mega-Veranstaltung 24 Songs zusammengetragen und machen ganz einfach unseren eigenen kleinen Cinema Forever Song Contest. Wer sich jetzt schon euphorisch darauf freut, hier Musicals zu finden, den müssen wir enttäuschen. Wir haben nur Filme genommen, die kein Musical sind. Uns geht es um das Lied, weniger um die Inszenierung. Okay, das ist ganz weit weg vom Eurovision Song Contest, aber dass hier i...
Top Soundtrack „Lincoln“ by John Williams
Soundtracks, Specials

Top Soundtrack „Lincoln“ by John Williams

Mit 47 Nominierungen für den Oscar und fünf verdienten Auszeichnungen (Anatevka, Der weiße Hai, Krieg der Sterne, E.T., Schindlers Liste) bildet Starkomponist John Williams damit die Speerspitze im musikalischen Bereich der Filmgeschichte. John Williams zählt zu Recht zu den bekanntesten wie erfolgreichsten Komponisten/Dirigenten unserer Zeit, sind es doch immer wieder seine unverkennbaren Untermalungen, die selbst einem enttäuschenden Film doch abermals noch einen positiven Aspekt verleihen konnten (siehe Gefährten). Seit den 1970er Jahren könnte man John Williams als Stammkomponisten von Regisseur Steven Spielberg bezeichnen, der viel Wert auf eine vertraute Zusammenarbeit legt, nicht umsonst ist auch Kameramann Janusz Kaminski und Cutter Michael Kahn immer wieder mit von der Partie. D...
Soundtracks

Soundtrack: The Master

Es ist bereits die zweite Zusammenarbeit des vielseitigen Radiohead-Gitarristen Jonny Greenwood und des Autorenfilmers Paul Thomas Anderson. Greenwoods ungewöhnliche Filmmusik für "There will be Blood" gewann auf der Berlinale 2008 einen Silbernen Bären. Musikalisch folgt er mit "The Master" einen ähnlichen Weg, zeigt aber eine größere Vielfalt von Instrumentierungen. Während im Öl-Drama mit Daniel Day-Lewis hauptsächlich nur Streicher und Percussions zum Einsatz kommen, brilliert die Musik zu "The Master" durch seine Experimentierfreude mit Flöten und Glockenspielen. Das wunderschöne "Alethia", der Name des Schiffes auf dem sich Joaquin Phoenix und Philip Seymour Hoffman im Film begegnen, demonstriert anschaulich den Charakter von Greenwoods Filmmusik, die sich immer zwischen Harmonie u...
Kritiken

"Anna Karenina" Soundtrack by Dario Marianelli

Einer der größten Komponisten unserer Zeit bewegt mit einem weiteren Geniestreich die Filmwelt. Sein Score zu Joe Wrights "Anna Karenina" (zu unserer Kritik geht es HIER) ist absolut magisch und schafft es zu jedem Augenblick, den richtigen Ton im Film zu treffen und somit das Geschehen bestmöglich zu begleiten. Eine Oscarnominierung dürfte Marianelli also so gut wie sicher sein. Wir haben für euch nun drei Titel aus dem Soundtrack ausgewählt, die einen wunderbaren Eindruck geben, ohne dabei zu viel zu verraten. Seid ihr von der Musik genauso begeistert wie wir? Kinostart von "Anna Karenina" ist der 6. Dezember. . .
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"Chico & Rita" (ES/GB 2010) Kritik – Heißblütige Liebe im jazzigen Havanna

"Als Erstes musst du dir Respekt erarbeiten." Der europäische Filmpreis, der spanischen Goya, der Preis für die Beste Langanimation auf dem Trickfilmfestival in Stuttgart und eine Oscar-Nominierung standen am Ende neben den unzähligen Lobeshymnen auf der Habenseite des Animationsfilmes „Chico & Rita“. Wenn man bedenkt, mit wie viel Liebe und Elan die Verantwortlichen hier zur Sache gegangen sind, dann haben sie sich die Preise und ein kleines Fleißsternchen durchaus verdient. Mit dem Spanier Fernando Trueba hatte man einen Regisseur zur Verfügung, der nicht nur die nötige Erfahrung mitbringen konnte, sondern auch schon einen Oscar für seine Romanze „Belle Époque“ entgegennehmen durfte, in der die feurige Schönheit Penélope Cruz die Hauptrolle verkörperte. Dazu waren auch noch der bekann...
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"Walk the Line" (USA 2007) Kritik – Joaquin Phoenix wird zum Man in Black

"Zum Glück habe ich meine Federn für so einen Notfall alle durchnummeriert." In der Filmwelt ist es heutzutage nur noch eine Frage der Zeit, bis sich ein bestimmter Regisseur einer der wichtigen Musiker-Legenden annimmt und das Leben dieses Menschen auf die großen Leinwände bringt. Wenn wir darüber nachdenken, welche Biographien es bereits in die Kinos geschafft haben, dann muss man unweigerlich Filme wie „I'm Not There“ über Bob Dylan, „Control“ über Ian Curtis, „La vie en rose“ über Edith Piaf, „Nowhere Boy“ über John Lennon und „Ray“ über Ray Charles erwähnen. Dabei ist es allerdings immer ein äußerst dünner Grat, auf dem sich ein solcher Filmemacher bewegt, denn die Erwartungen, die an einen solchen Film gerichtet sind, liegen in astronomischen Höhen und sind nicht selten bereits v...