Schlagwort: Recap

Festivals, Specials

Filmfest München 2014 – 1. Recap mit u.a. "Leviathan", "Land der Wunder" & "Predestination"

Autor: Conrad Mildner ________________________________________________________________________________ Eigentlich wollte ich es dieses Jahr endlich mal nach Cannes schaffen und bei aller (begründeten) Kritik am elitären Image der Mutter aller Filmfestivals, insgeheim träumt doch jeder Filmfan von einem Ausflug zum Palais an der azurfarbenen Küste. Auch wenn es diesmal nicht sein sollte, die Trauer blieb nicht lang. Denn das Filmfest München startet nicht nur knapp einen Monat nach der Palmenschleuder, sondern hat auch zahlreiche Filme aus deren Programm im Gepäck. Das Wetter ist sogar Hochsommer entsprechend, obwohl es gerade draußen wie aus Kübeln schüttet, aber in der Theorie ist Ende Juni ja eher Sommer als Mitte Mai. Der Aufenthalt ist gegenüber Cannes selbst in München günstiger, ...
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57. Londoner BFI Filmfestival – 1. Recap: "Captain Phillips", "Grand Central" und "Like Father, like Son"

Autor: Conrad Mildner Gestern startete das 57. Londoner BFI Filmfestival und ich bin dieses mal ganz nah mit dabei. Jedenfalls so nah, dass ich möglichst viele Filme zu Gesicht bekomme, worüber ich in den kommenden Tagen berichten kann. Als erstes gab es, wer hätte es gedacht, den Eröffnungsfilm zu sehen. „Captain Phillips“ von Paul Greengrass Der gefeierte Regisseur von „Das Bourne Ultimatum“ meldet sich mit einem Doku-Fiction-Hybriden in der Tradition seiner früheren Filme „Flug 93“ und „Sunday, Bloody Sunday“ zurück und hofft wohl insgeheim die herbe Enttäuschung über sein letztes Werk „The Green Zone“ wett zu machen. Eine Enttäuschung ist „Captain Phillips“ definitiv nicht. Der Film stellt einen Überfall somalischer Piraten auf ein amerikanisches Containerschiff im Jahre 2009 dar....
Kritiken

Filmfest München Recap Nr. 1: „The Immigrant“, „Drug War“, „The Last Time I Saw Macao“ und „Le Noir (Te) Vous Va Si Bien“

Autor: Philippe Paturel „The Immigrant“ von James Gray, u.a. mit Marion Cotillard Mein erster Film auf dem Münchner Filmfest war meine bisher schönste Erfahrung. „The Immigrant“ erzählt in großen Bildern, deren Wucht an Klassiker wie „Der Pate“ oder „Es war einmal in Amerika“ erinnern, von zwei polnischen Schwestern, die in die USA einwandern. Doch es läuft für die beiden anders als geplant. Ewa (Marion Cotillard) und ihre Schwester werden während der Einreise getrennt und Ewa muss sich dem schmierigen Bruno (Joaquix Phoenix) anvertrauen, um ihre Schwester aus den Händen der Einwanderungsbehörde zu retten. Dabei gerät sie unaufhaltsam in die Prostitution, bis der charismatische Magier Orlando (Jeremy Renner) auf Ewas Radar erscheint und ihr Hoffnung auf eine bessere Zukunft macht. James ...
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4. Berlinale-Recap: "Side Effects", "Das merkwürdige Kätzchen", "Don Jon’s Addiction", "Gold", "Interior. Leather Bar.", "Closed Curtain" & "Upstream Color"

Autoren: Conrad Mildner, Philippe Paturel Seit gestern ist die 63. Berlinale vorüber. Es gab viele gute und wenig schlechte Filme zu sehen. Nun folgt unser letzter Berlinale-Recap. Viel Spaß! „Side Effects“ von Steven Soderbergh Angstzustände, Schweißausbrüche, Herzklopfen machen Emily Taylor das Leben zur Hölle. Dabei sollte sich die junge Frau eigentlich freuen, wird doch ihr geliebter Mann bald aus dem Gefängnis entlassen. Nach seiner Rückkehr verschlimmert sich ihr Gemütszustand jedoch zusehends. Die verschriebenen Psychopharmaka stabilisieren sie, führen aber zu geistigen Abszenzen. Zu sehr sollte man sich nicht über „Side Effects“ informieren. Soderberghs allerletzter(?) Film ist ein waschechter Thriller mit zahlreichen Wendungen dessen stilistisches Vorbild ganz deutlich Alfred ...
Kritiken

3. Berlinale-Recap: "Promised Land", "Frances Ha", "Dark Blood" & "Habi, La Extranjera"

Autoren: Conrad Mildner, Philippe Paturel Nach dem zweiten Recap folgt also nun der bereits dritte Schlag. „Promised Land“ von Gus van Sant Im Auftrag des Gasunternehmens Global sollen Steve Butler (Matt Damon) und Sue Thomason (Frances McDormand) die Bewohner einer amerikanischen Kleinstadt davon überzeugen, dass es für die Zukunft der Stadt wichtig ist, dass sie ihre Ländereien an Global verkaufen. Ihre Mission scheint anfangs auch ohne ernstzunehmenden Widerstand zu verlaufen. Zumindest, bis sich ein Umweltaktivist in das Geschehen einmischt und die Pläne von Steve und Sue gewaltig durcheinander bringt. "Promised Land" ist ein äußerst bewegendes, aber zuweilen oberflächlich erzähltes Umweltdrama. Hauptsächlich überzeugt der Film durch seine blendend aufgelegten Darsteller, allen v...
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2. Berlinale-Recap: "Before Midnight", "Endzeit", "Rock The Casbah" & "Computer Chess"

Autor: Conrad Mildner Nach dem 1. Recap folgt nun der zweite Schlag. „Before Midnight“ von Richard Linklater In „Before Midnight“ erfährt man, dass Jesse und Céline damals am Ende von „Before Sunset“ zusammen geblieben sind. Neun Jahre später: Mit ihren Töchtern verbringen sie den Urlaub in Griechenland. Und noch immer ist die Welt der Gefühle ihr favorisiertes Thema. Mittlerweile aber steht die eigene Beziehung auf dem Prüfstand, denn der Alltagstrott hat seine Spuren hinterlassen. Der dritte und wahrscheinlich letzte Film über das Paar Delpy und Hawke war einer der am meisten erwarteten Filme auf dieser Berlinale. Wer „Before Sunrise“ und „Before Sunshine“ bereits mag, wird auch mit dem neuen Film keine Enttäuschung erleben. Wieder einmal vertraut Linklater ganz seinem Schauspieldu...