Komödie

Kritik zu „Is This Thing On?“: Stand-up-Comedy als Selbsttherapie
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Kritik zu „Is This Thing On?“: Stand-up-Comedy als Selbsttherapie

Kritik von Michael Gasch - erstmals zu lesen am 15. Februar 2026. Stand-up-Comedy als Selbsttherapie: Is This Thing On? von Bradley Cooper In den Regiearbeiten von Bradley Cooper sind stets zwei Symboliken erkennbar. Auf der einen Seite findet sich im gefeierten Regiedebut A Star Is Born als auch in dem Nachfolgewerk Maestro der „Funke“ im Menschen, der entweder hell leuchtet oder im Begriff ist, zu erlöschen. Das Symbol des Sterns, gleichermaßen ein Zeichen von Distanz, Größe und Projektion, steht dem kleinen Individuum dabei entgegen. In großer Distanz schwebend wird Bezug genommen auf Themen wie Leidenschaftlichkeit und den Drang, etwas Großes zu erschaffen. Passend heißt es da auch im Oscar-prämierten Song „Shallow“: Tell me something, girl. Are you happy in this modern world? Or d...
Kritik zu „Nouvelle Vague“: Richard Linklaters Godard-Film
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Kritik zu „Nouvelle Vague“: Richard Linklaters Godard-Film

Kritik von Philippe Paturel – erstmals zu lesen am 18. Mai 2025, gesehen im Rahmen des Wettbewerbs der 78. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. "Zum Glück liebt die Kamera die beiden." Die Magie des künstlerischen Austauschs zu beobachten, wenn Agnès Varda bei einer Tasse Kaffee mit Jean-Luc Godard plaudert; mitzuerleben, wie Godard aus dem Pariser Kino Le Champo kommt; oder zu sehen, wie die Kameraarbeit im Guerrilla-Stil zur Anwendung kam; oder, oder, oder… Nouvelle Vague ist wirklich ein purer nostalgischer Kinogenuss. Und wer hätte die 20 Drehtage von Außer Atem mit mehr Spontaneität, Lebendigkeit und Authentizität nachstellen können als Richard Linklater? Der US-amerikanische Regisseur ist bekannt für dialoglastige Werke wie die Before-Trilogie, mit denen er sein Gespür für...
Kritik zu „Bugonia“: Emma Stone wird als CEO entführt
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Kritik zu „Bugonia“: Emma Stone wird als CEO entführt

Kritik von Michael Gasch - erstmals zu lesen am 28. August 2025, gesehen im Rahmen der 82. Filmfestspiele von Venedig 2025. Das 4. gemeinsame Projekt mit Emma Stone: Bugonia von Yorgos Lanthimos Zu Yorgos Lanthimos letztem Film Kinds of Kindness schrieb ich einst: „Jeder, der Poor Things als abgefahren, skurril, bizarr, eigenartig und sonderbar bezeichnete, muss sich bei Kinds of Kindness echt anstrengen, noch passendere Worte zu finden.“ Nun legt der griechische Regisseur bei den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig nach – mit Bugonia, einem Titel, der so unscheinbar wie harmlos klingt. Doch wer Lanthimos kennt, weiß: Harmlosigkeit ist bei ihm ein trügerisches Versprechen. Erneut umfasst der Cast dabei Emma Stone und Jesse Plemons, erneut handelt es sich um ein Werk symbolischer ...
Kritik zu „One Battle After Another“: Wirklich der beste Film des Jahres?
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Kritik zu „One Battle After Another“: Wirklich der beste Film des Jahres?

Kritik von Philippe Paturel – erstmals zu lesen am 20. September 2025. Leonardo DiCaprio auf rebellischem Kurs: One Battle After Another von Paul Thomas Anderson Ob im Schatten der Résistance oder im urbanen Widerstand gegen koloniale Herrschaft - das Kino hat der Revolution immer wieder eine kraftvolle filmische Stimme verliehen. Von Sergei Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin (1925), einem Meilenstein des politischen Films, der den Funken der Revolution als visuelle Choreografie inszeniert - weltberühmt geworden insbesondere durch die ikonische Treppenszene in Odessa; über Gillo Pontecorvos Schlacht um Algier (1966), ein radikal realistisches Drama über den algerischen Unabhängigkeitskampf, dessen dokumentarischer Stil bis heute Historiker und Filmschaffende gleichermaßen beschäftigt; ...
Kritik zu „Jay Kelly“: George Clooney in der Midlife Crisis
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Kritik zu „Jay Kelly“: George Clooney in der Midlife Crisis

Kritik von Michael Gasch - erstmals zu lesen am 28. August 2025, gesehen im Rahmen der 82. Filmfestspiele von Venedig 2025. George Clooney trifft auf Adam Sandler: Jay Kelly von Noah Baumbach Stets haben die Filme von Noah Baumbach etwas Exploratives an sich: Es geht um Familienalltag, Träume, exzentrische Figuren, dysfunktionale Beziehungen, Humor inmitten von Schmerz, schlichtweg Kurzgeschichten über das moderne Leben. Von Frances Ha über Mistress America bis hin zu Marriage Story scheint dabei konstant Baumbachs Weltbild durch, welches von einer immanenten Dynamik geprägt ist. Anders formuliert: In seinen realitätsnahen Filmen ist, wie im echten Leben, immer etwas los - zwischenmenschlich im Externen, wie kognitiv im Innern. Eben jenes Motiv des pulsierenden Motors in der Welt finde...
Kritik zu „Materialists“: Was ist Liebe wert mit Dakota Johnson
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Kritik zu „Materialists“: Was ist Liebe wert mit Dakota Johnson

Kritik von Michael Gasch – erstmals zu lesen am 27. Juli 2025 Was ist Liebe wert? - Materialists von Celine Song Im Zeitgeist der Trump-Ära kommt man um einen Begriff kaum noch herum: Deals. Immer wieder heißt es da in der Politik „this is a bad deal“, doch was genau einen schlechten Deal ausmacht, bleibt meist vage. Celine Song, die sich mit Past Lives einen Namen gemacht hat, kontextualisiert in ihrem neuesten Film Was ist Liebe wert - Materialists eben jenes ökonomische Narrativ im Bereich des Datings und liefert einige Antworten. Obgleich Song für mehr steht als konventionelle Geschichten im Bereich RomCom, ist Materialists jedoch nicht immer so durchdacht, wie man es gern hätte. Im Zentrum steht dabei Lucy (Dakota Johnson). Ihr Profil: Attraktiv, beruflich erfolgreich u...
Kritik zu „The Life of Chuck“: Die beste King-Verfilmung seit Ewigkeiten neu im Heimkino
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Kritik zu „The Life of Chuck“: Die beste King-Verfilmung seit Ewigkeiten neu im Heimkino

Kritik von Philippe Paturel, erstmals zu lesen am 7. September 2024, gesehen im Rahmen des 49. Toronto International Film Festival. Die beste Stephen-King-Verfilmung seit "Misery": The Life of Chuck von Mike Flanagan "I contain multitudes." Das oben aus Walt Whitmans Gedicht "Gesang von mir selbst" stammende Zitat ist eines der zentralen Leitmotive im neuen Film von Mike Flanagan (Doctor Sleep, 2019). Darin drückt Whitman aus, dass Menschen nicht auf simple oder konsistente Weise definiert werden können und dass Widersprüche ein natürlicher Teil des menschlichen Wesens sind. Nachdem der Regisseur in den letzten Jahren hauptsächlich mit nervenaufreibenden Netflix-Horrorserien wie Spuk in Bly Manor eine treue Zuschauerschaft um sich herum versammeln konnte, lockt es ihn mit Th...
Kritik zu „Der Phönizische Meisterstreich“ – Wes Andersons Heist-Komödie neu im Heimkino
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Kritik zu „Der Phönizische Meisterstreich“ – Wes Andersons Heist-Komödie neu im Heimkino

Kritik von Philippe Paturel, erstmals zu lesen am 19. Mai 2025, gesehen im Rahmen des Wettbewerbs der 78. Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2025. Es ist inzwischen wirklich keine Neuigkeit mehr: Mit Wes Andersons Werk - insbesondere dem der letzten Jahre, wie The French Dispatch und Asteroid City - tue ich mich zunehmend schwer. Seine überstilisierten Welten, die wie Uhrwerke in Pastellfarben funktionieren, lassen mich oft eher kalt, als dass sie mich berühren. Vieles wirkt kalkuliert, glatt und emotional distanziert - ein Stil, der sich für meinen Geschmack längst totgelaufen hat. So ging es mir nun auch wieder mit seiner Heist-Komödie Der phönizische Meisterstreich, die mich trotz Flugzeugabstürzen, Schießereien und Prügeleien nur mäßig unterhalten hat. Wer sich darin jedoch...
Kritik zu „Kontinental ’25“: inklusive Interview mit Eszter Tompa
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Kritik zu „Kontinental ’25“: inklusive Interview mit Eszter Tompa

Hendrik Warnke hat im Rahmen der Berlinale 2025 mit Eszter Tompa gesprochen und diese Kritik verfasst. Vier Jahre nach dem Gewinn des Goldenen Bären ist Radu Jude zurück auf der Berlinale. Wie eigentlich immer bei ihm ist auch Kontinental ’25 ein großer Rundumschlag gegen den gesellschaftlichen Status Quo, insbesondere in Rumänien. Soziale Ungerechtigkeit, Nationalismus und moralischer Relativismus sind nur einige Themen, die dabei angesprochen werden. Aber der Reihe nach. Der Film folgt vor allem Orsolya, einer Gerichtsvollzieherin in Cluj-Napoca, der größten Stadt Transsylvaniens. Ihr Leben stellt sich auf den Kopf, als es bei einer Hausräumung, die sie verantwortet, zu einer Tragödie kommt. Von Schuld geplagt, versucht Orsolya auf verschiedene Weisen ihr Gewissen zu beruhigen und...
Kritik: Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis | Neu in 4K
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Kritik: Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis | Neu in 4K

Kritik von Michael Gasch „Du willst nicht frühzeitig in Rente. Du spielst nicht den Verrückten, du bist wirklich verrückt." Die Wurzeln des guten und bösen Cops im Film reichen bis in die 60er und 70er Jahre, in ersten Ansätzen sogar bis in den klassischen Film noir zurück. Obwohl In der Hitze der Nacht (1967) als frühes Beispiel des klassischen ‚Good Cop, Bad Cop‘-Genres gelten kann, war es letztlich vor allem Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis (1987), der das Subgenre des Actionfilms maßgeblich prägte. Während The French Connection (1971) realistischer und düster im Tenor ist, war es Lethal Weapon, der eben jenes Motiv als feste Genre-Zutat populär machte und fortan als Inspirationsquelle diente: Tango & Cash (1989), Bad Boys (1995) oder Rush Hour (1998) - es sind nur drei Be...