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TIFF-Kritik: Lion – Der lange Weg nach Hause (AU, GB, US 2016)
Festivals, Filme, Filmkritiken, Specials

TIFF-Kritik: Lion – Der lange Weg nach Hause (AU, GB, US 2016)

"Never give up, though." 1986, im Alter von fünf Jahren, schläft der junge Saroo in einem Zug ein und tritt unfreiwillig eine 1.600km lange Reise nach Kalkutta an. Komplett auf sich alleine gestellt und nicht die regionale Sprache Bengali sprechend, muss Saroo eine wochenlange Odyssee in der 15 Millionen Einwohner Stadt durchleben, bis ihn schließlich eine Organisation für Adoptionen von der Straße holt und zu einer Familie nach Tasmanien vermittelt. 25 Jahre später holt Saroo in Tasmanien die Vergangenheit ein und er begibt sich auf die Suche nach seinem Heimatort und nach seiner Familie. So banal wie diese inhaltliche Zusammenfassung klingt, so unerträglich ist letzten Endes Garth Davis Regiedebüt Lion geworden. In drei größeren Abschnitten schickt Davis seinen Hauptcharakter S...
TIFF-Kritik: Raw (FR 2016)
Festivals, Filme, Filmkritiken, Französischer Film, Heimkino, Horror

TIFF-Kritik: Raw (FR 2016)

Das Langfilmdebüt der Französin Julia Ducournau hat auf dem Toronto International Film Festival erst einmal dadurch die große Runde gemacht, dass zwei Zuschauer während der Premiere kollabiert sind. Raw war insofern also genau der richtige Film, um in der Sektion Midnight Madness des Festivals zu starten. Der Film ist in der Tat nur schwer zu verdauendes Horrorkino, das sich, kurz zusammengefasst, um eine junge, streng erzogene Vegetarierin dreht, die mit 16 Jahren auf eine Schule für Tiermedizin wechselt und dort eher unfreiwillig ihre unbändigende Lust auf rohes Fleisch jedweder Couleur entdeckt. Julia Ducournau hat mit Raw einen Genre-Bastard auf die Welt losgelassen, der sicherlich noch in einigen Ländern bei seiner Veröffentlichung für Furore und Diskussionen sorgen wird. Das ist ...
TIFF-Kritik: Blair Witch (US 2016)
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TIFF-Kritik: Blair Witch (US 2016)

"In October of 1994 three student filmmakers disappeared in the woods near Burkittsville, Maryland while shooting a documentary..." Im Vorfeld der Weltpremiere von Blair Witch durfte bereits eine enge Auswahl an Kritikern den neuen Film von Adam Wingard, der sich zuletzt mit You're Next und The Guest bei Genre-Fans einen Namen gemacht hat, vorab sichten. Hierbei überraschte es wenig, dass die ausgewählten Kritiker Blair Witch mit Sätzen wie "A new beginning for horror movies." oder "One of the scariest movies of all time." priesen. Dies sorgte bei mir allerdings eher für Skepsis als für hohe Erwartungen. Tatsächlich ist es nun so, dass Blair Witch mehr unoriginelles Remake als innovativer Horrorfilm ist. Adam Wingard setzt mit seiner Neuinterpretation von Blair Witch Project (1999)...
TIFF-Kritik: (Re)Assignment (US 2016)
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TIFF-Kritik: (Re)Assignment (US 2016)

Vier Jahre liegt nun bereits die letzte Regiearbeit von Actionspezialist Walter Hill zurück, der sich vor allem mit The Driver (1978), The Warriors (1979) und Last Man Standing (1996) einen Namen gemacht hat. Die genannten Filme sind dann aber auch die wenigen wirklichen Highlights in einer ansonsten eher soliden Filmographie, obwohl Hill aber ohne Frage auch abseits des Regiestuhls, ob als Autor von Sam Peckinpahs Klassiker The Getaway (1972) oder als Produzent des Sci-Fi-Action-Meilensteins Aliens (1986), seine Spuren in der Filmlandschaft hinterlassen hat. Nachdem Walter Hill in den letzten Jahren aber allerhöchtens noch durch die Regie der ersten Folge der Western-Serie Deadwood (2004) auf sich aufmerksam machte und schließlich mit Bullet in the Head (2012) eher verzweifelt krampfha...
Videotalk: Filmfest München 2016 – Teil 2 & Fazit mit Captain Fantastic, The Wailing, Bang Gang & Wiener Dog
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Videotalk: Filmfest München 2016 – Teil 2 & Fazit mit Captain Fantastic, The Wailing, Bang Gang & Wiener Dog

 Gestern ist das 34. internationale Filmfest München zuende gegangen. Philippe und ich ziehen Bilanz im zweiten Teil unseres Festivalberichts in Videoform. Bei einem Berg an gesehenen Filmen, gar nicht mal so leicht. Was waren die Topfilme? Was waren die Flops? Wir sprechen u.a. über Captain Fantastic mit Viggo Mortensen, The Childhood of a Leader mit Robert Pattinson und den Horrorfilm The Wailing. Viel Spaß beim Video! Wir sehen uns beim nächsten Festival!
Videotalk: Filmfest München 2016 – Teil 1 mit La Mort de Louis XIV, Eyes of my Mother & The Student
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Videotalk: Filmfest München 2016 – Teil 1 mit La Mort de Louis XIV, Eyes of my Mother & The Student

Philippe und ich sind aktuell in Süddeutschland beim 34. Internationalen Filmfest München. Das Festival ist bereits zur Hälfte vorbei. Es wird also Zeit eine erste Bilanz zu ziehen. Das erste mal versuchen wir uns daher innerhalb des Videomediums und diskutieren zusammen mit Lukas Markert vom Longtake-Podcast über Albert Serras La Mort de Louis XIV, The Eyes of My Mother, Der Fall Kalinka, Johnny Tos Office und The Student. Viel Spaß!
Podcast: Cinema Update #12 – Cannes Special
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Podcast: Cinema Update #12 – Cannes Special

Zur Abwechslung lassen Patrick & Leo in dieser Episode mal eine Expertin zu Wort kommen, die sogar Ahnung hat von dem, worüber sie berichtet! Jenny Jecke (@gafferlein) ist Redakteurin bei Moviepilot.de und war zwei Wochen lang in Cannes bei den Filmfestspielen live bei. Wir reden mit ihr über die Preisverleihung, ihre Lieblingsfilme des Festivals und den überraschenden Erfolg von Toni Erdmann. Viel Spaß beim Anhören! Cinema Update bei iTunes abonnieren! Cinema Update als RSS-Feed abonnieren! [soundcloud url="https://api.soundcloud.com/tracks/266281233" params="auto_play=false&hide_related=false&show_comments=true&show_user=true&show_reposts=false&visual=true" width="100%" height="450" iframe="true" /] Jennys Kritiken & Berichte aus Cannes: www.movie...
Handfeste Überraschung: Die Gewinner von Cannes 2016
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Handfeste Überraschung: Die Gewinner von Cannes 2016

Was für eine Überraschung: Die Filmfestspiele in Cannes bleiben ihrem Ruf der Unvorhersehbarkeit bei der Verleihung ihrer Preise treu und haben Ken Loach nun bereits zum zweiten Mal (nach The Wind That Shakes The Barley) mit der goldenen Palme ausgezeichnet. Sein Film I, Daniel Blake stach dabei den deutschen Kandidaten (und durchaus favorisierten) Toni Erdmann von Regisseurin Maren Ade, sowie u.a. Loving von Jeff Nichols und Elle von Paul Verhoven aus. Das französische Regiewunderkind Xavier Dolan (Laurence Anyways) darf sich erneut über den Regiepreis freuen, dieses Mal für seinen Film Einfach das Ende der Welt, trotz durchaus gemischter Rezeptionen und Buh-Rufen (es sei jedem der neue CinemaUpdate-Podcast empfohlen). Als beste Darsteller dürfen sich Jaclyn Jose (für Ma' Rosa) und Shah...
Podcast: Die Abspanner #10 – Filmfest Hamburg
Die Abspanner, Festivals, Podcasts

Podcast: Die Abspanner #10 – Filmfest Hamburg

Das Filmfest Hamburg ging am 4. Oktober zu ende und wie schon beim Filmfest München habe ich mich mit der freien Filmjournalistin Sophie Charlotte Rieger zusammen getan, um ausführlich das Festival auszuwerten. Hier sind wieder unsere Tops & Flops. Viel Spaß! Für unser grandioses, musikalisches Intro zeichnet sich übrigens die Band Rollergirls verantwortlich! Danke Jungs! Inhalt: 000:00 - Immer noch aufregendes Intro #10 002:00 - "The Tribe" von Myroslav Slaboshpytskiy 010:06 - "The Double" von Richard Ayoade 020:11 - "Whiplash" von Damien Chazelle 026:20 - "The Gold Bug" von Alejo Moguillansky & Fia-Stina Sandlund 030:35 - "Alleluia" von Fabrice Du Welz 041:35 - "Quatsch und die Nasenbärbande" von Veit Helmer 047:03 - "White God" von Kornél Mundruczó 056:24 - "Von Mäd...
Filmfest Hamburg 2014 – Recap mit u.a. Incompresa, Fräulein Julie & Mommy
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Filmfest Hamburg 2014 – Recap mit u.a. Incompresa, Fräulein Julie & Mommy

Mit etwas Verspätung habe ich es nun auch auf das Filmfest Hamburg geschafft. Knapp drei Tage sind bereits vergangen und ich habe schon zahlreiche Filme gesehen, die das ganze Spektrum von schlecht bis recht bedienen. Nach einer anstrengenden und viel zu schlafarmen Reise nach Hamburg blieb nur die Kraft für einen Film am Abend. Asia Argentos autobiografisch inspirierter "Incompresa" erzählt die Geschichte der jungen Aria, die im Rom der 80er Jahre zwischen die Fronten des Ehekriegs ihrer Eltern gerät. Zuflucht findet das neunjährige Mädchen im Schreiben und der Nähe zu ihrer schwarzen Katze Dac, mit der sie oft fluchtartig durch das nächtliche Rom streift und sich mit anderen Außenseiter_innen anfreundet. Am Ende von Francois Truffauts bahnbrechendem Debüt "Sie küssten und sie schlugen ...